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2) Jesus Christus, Jesus von Nazareth

 


Nunja, bekanntlich legt die r.-kath. Kirche großen Wert darauf, daß die christliche Lehre nur Personen, welchen die offizielle Lehrbefugnis (die "missio") erteilt wurde, befugt sind zu lehren.

Insofern weise ich darauf hin, daß das Folgende laienartige Überlegungen und Darstellungen meinerseits sind; teils allerdings nenne ich einige Fakten, die ich nunmal erlebt bzw mitgeteilt bekommen habe.

Der r.-kath. Sektenbeauftragte Dr. Hans Löffelmann, der so um ca 1976 bis zu seinem Rauswurf durch Josef Kardinal  Ratzinger, diese Position im Bistum München/Freising inne hatte,

(siehe dazu etwa:

https://psychokulte.de/sites/default/files/files/Gruendung.pdf; aber auch :

https://www.weltanschauungsfragen.de/ueber-uns/;

Link vom 2.3.2024; es heißt dort, daß diese Stelle seit über 45 Jahren bestehe und Hans Lö. war der erste Sektenbeautragte einst gewesen; außerdem verstarb Julius Kardinal Döpfner im Sommer 1976 und er hatte Hans Lö. damals noch eingestellt gehabt; nunja, Julius Kardinal Döpfner war wohl schon etliche Zeit länger vom unmenschlichen Arbeitspensum her überfordert gewesen, was dann Ursache seines plötzlichen Todes per Herzinfarkt anzunehmenderweise gewesen war.

 

Ich hatte die TM-Scene im April 1976 verlassen und war soweit fit, um mein Studium erfolgreich, alleine und ohne weitere schädliche Beeinflussungen sowohl aus der TM-Scene als auch der linken Revoluzzer-Scene als auch von Seiten des KGB, dessen "Nützlicher Idiot" jener "Maharishi Mahesh Yogi", kurz Mr. Mahesh, per der Methode "deception" - siehe internationale TM-Scene - viel Anschein nach längst geworden war - und mich zufriedenstellen könnend, zu beenden.

 

Insofern gab es keinerlei Anlaß für jene Einmischung der "Elterinitiative", deren Gründungsmitglied Hans Lö. war - siehe www.sektenwatch.de , Bericht zu deren 40-jährigem Bestehen -. Aber in - anscheinend bzw einigen konkreten Folgen nach - bigotter fanatischer Weise mischten sich jene Scene umso radialer und brutaler in meine Angelegenheiten ein und ließen nichts unversucht - inkl. Folter ermanagen - , um an mein Wissen zu gelangen, zu versuchen mich umzuerziehen, mir das gewählte Studium die Mathematik madig zu machen, TM auszureden zu versuchen, usw. Und dies war umso grotesker und absurder als in jenen Jahren von Frühjahr 1971 bis April 1976 sich meine Brille von über -7,5 gemäß ca Mitte 1970 bzw Sehschärfe von nicht besser als -8, Dioptrien (gemäß Entlassung aus der Bundeswehr April 1972) auf "nur" noch -5,5 (Diagnose Frau Dr. K./München) im April 1976 doch erheblich verbessert gehabt hatte, usw und ich das also faktisch wußte und es explizit, weil ich es erst selbst nicht hatte glauben können/wollen, in einem möglichst großen Hörsaal (S0314) des damligen Südgeländes der TU-München von der hintersten Reihe aus an einem klein schreibenden, mir bis dahin unbekannten Dozenten, auf Studiertauglichkeit hin - nunmal erfolgreich - nachgeprüft hatte.

Für solche Fälle - wie anscheinend auch mir anno April 1976, als ich die TM-Scene aus guten Gründen und wegen gewisser Einblicke in die Ereignisse der internationalen TM-Scene - "Einsicht erlangt habende ua TM'lerInnen, die evtl. nicht täten stillschweigen bewahren und sich nicht nur mit der persönlichen Freiheit zu begnügen scheinen, hatte nun jedoch der KGB die Methode "Rufmord", lt. Handbuch, vorgesehen.

So arbeiteten jene eingebildeten Möchtegern-Agenten und Möchtegern-Helden jener Elterninitiative an nichts anderm, als den KGB - ob dann erfolgreich oder auch nicht, sei dahingestellt - zu veranlassen zur Methode Rufmord zu greifen, dh die Elterninitiative - insbesondere auch der r.-kath. Sektenbeaufragte Hans Lö. dienten (bzw versuchten es formalerweise) sich dem KGB buchstäblich als "Nützliche Idioten" an. Das Ergebnis war jedenfalls defacto vernichtend für meine Karriee-Chance. Das wiederum, so vermeinte sich jene Elternnitiative, wäre doch ganz im Sinne ihrer Bemühungen, weil doch "Hochbegabter wurde infolge TM und TM-Scene zu Hilfsarbeiter und zu No-Body" eine super plakative "Überschrift" für ihre "Kampagnen" sei.

Daß das nunmal jeglicher Rechtsstaatlichkeit ebenso spottete wie jeglicher Vernuft, Menschlichkeit und insbesondere dem "r.-kath. Christlichen" ist evident.

Wenn man Pfarrer Haak's erstes Büchlein zu jener Thematik liest, so stellt man fest, daß es auch im Widerspruch zu dessen - zumindest ursprünglicher - Intention war, was dann veranstaltet wurde. Allerdings war jener ev.-luth. Pfarrer, ehemalige Gymnasiallehrer, Sektenbeauftragte der ev.-luth. Kirche, Presseausweis-Haber und Grundungsmitglied jener Elterninitiative dann auch Vorsitzer jenes Vereins (Siehe www.sektentwach.de. Siehe den Bericht zum 40-jährigen Bestehen jener Elterninitiative und hatte damit jegliche Möglichkeit, die Fehlentwicklungen, die wohl auch aus seiner Sicht leider eingetreten waren, in jeglicher Hinsicht - also auch was Schadensregelungen betroffen haben würde müssen - zu korrigieren. Aber damit war er offenbar überfordert gewesen.)

hatte nach eigener Aussage mir gegenüber -nachdem er längst nicht mehr Sektenbeauftragter der r.-kath. Kirche gewesen war - niemals die sog. missio gehabt. Er sagte mir, daß er sie per formlosem Antrag erhalten haben würde, nachdem er sein Diplom  in r.-kath. Theologie erfolgreich abgeschlossen gehabt hatte. Er fügte hinzu, daß er sie aber nie beantragte, da er sie am Tag danach, zu erwartenderweise, eh gleich wieder entzogen bekommen hätte. Aber dennoch war er jahrelang der r.-kath. Sektenbeauftragte des Bistums München/Freising gewesen.

Ein Kontakt zwischen Ihm und mir, war nur deshalb überhaupt zustande gekommen, weil mich meine Mutter mal bat, Ihm doch etwas bei seiner kleinen Schafherde zu helfen, nachdem er sich die Wirbelssäule brach und es nunmal körperlich nicht mehr schaffte. Als er - nach einigen Jahren - sagte, daß er, im Verlauf des kommenden Monats, die Herde zu Verwandten nach Dingolfing sicher bringen werde, fuhr ich nicht mehr ca 1-mal monatlich - per S-Bahn und dann 1-fach 15km per Fahrrad hügelauf-hügelab, hobbyartig machbarer- und verantwortbarerweise - zu jener Herde, um die Zäune zu reparieren, auszumisten, den Schafstall nötigenfalls mal zu reparieren, udgl. Einmal konnte ich einen Schafbock, der sich mit den Hörner in einem Zaun verfangen hatte, Gott-sei-Dank noch rechtzeitig befreien. Dann verkleidete ich die Zäune mit alten Einweg-Paletten, die Hans Lö. - nach Beratung mit mir - organisiert hatte, um so weiterem Malheur vorzubeugen.

 Von sich aus bot Hans Lö. mir an, doch ab und an in einer seiner zwei Wohnungen in Obermais bei Meran mal Urlaub zu machen, was ich auch einige Male pro Kennenlernen jener Region sowie Bergwandern und Skifahren tat.

So lernten wir uns halt kennen und kamen zu diversen Themen durchaus sachbezigen etwas ins Gespräch. Als es mir mal so vorkam, als wolle er mich psychologisch behandeln, sagte ich ihm unmißverständlich, daß ich das nicht wolle und Ihm dazu auch nie das geholfen hatte, was ich tat. Indem Maß wie er immer kränker und hilfloser wurde, bat er mich auch 1-mal die Woche bei Ihm zu staubsaugen und Kleinigkeiten zu erledigen. Seine Einkäufe bewältigte er noch selber, zum Hochtragen bat er mich zu kommen; allerdings bot jemand aus dem Haus an, daß er das auch übernehmen könne, sodaß sich daraus nie eine Verpflichtheit jedwelcher Art ergab.

Als ich Ihn mal darauf ansprach, daß ich damals im Herbst 1980 in dessen Eigenschaft als Sektenbeauftragter der r.-kath. Kirche lediglich fragen hatte wollen, ob es der Kirche, angesichts meiner, vom  Deutschlehrer verursacht gewesenen, TM-Scene-Zeit auch recht wäre, da war seine einzige Reaktion "War ich damals überhaupt noch Sektenbeauftragter?"

Als ich ihn auf  Lern-und-Lehrmittelfreiheit mal hinwies und daß jener Deutschlehrer jenen, von der Alliierten Militärregierung nach 1945 per Befehl gesetzten schützen sollenden Rahmen, doch offenbar verlassen hatte und so die katastrophalen Nebenwirkungen der TM-Scene ermöglichte, wies er nur darauf hin 'Gell, Dich hat auch mal nen Lehrer besucht'. Daß jener Lehrer (Chemie & Biologie), der die Katastrophe des Deutschunterrichts zu hören bekommen hatte, zu retten verscuhte was zu noch zu retten war, wußte er nicht; fehlerhaft informiert gab er den Unschuldigen erstmal Schuld und den wirklich schuldig gewordenen Deutschlehrer,  Klassleiter und und und, den nahm er in Schutz "Wir sind ja auch gegen Lern-und Lehrmttelfreiheit". Jener Chemie-und Biologielehrer gab mir - es aufgebend - noch mit auf den Weg, daß ich im Zusammenhang mit so "indischen Lehren" Upanishaden, die 2 großen Epen und Puranas lesen müßte -um die nötige Distanz zu wahren -. Den Rat griff ich auf und so vermochte ich tatsächlich genügend Distanz zu wahren. Daß wärhend der Klassenfahrt in der Woche zuvor, es bereits zu weiteren katastrophalen Ereignissen, wegen des D'raufgängertums jenes Klassleiters gekommen war und das weitaus ernstere  Probleme waren, deren Tragweite ich erst ahnte und mich deshalb aus der Klasse abgesondert hatte usw, konnte ich jenem Chemie-und Biologoe Lehrer damals eben leider nicht erzählen, weil es dermaßen arglistig alles angefangen worden war, daß es mir damals nicht möglich war, sachlich darüber zu reden und meine Reaktionen detailliert als das zu begründen, was sie waren, nämlich vollauf gerechtertigt, angemessen und not-wendig.

Aber auch von einem Arzt, der auch Diplompschologe war, kenne ich jenes Problem, daß manche ihre zwei Berufe einfach nicht auseinander halten können. Jener hatte an seiner Praxis ein Schild angebracht "Dr. med., Dipl. Psych ...". In dieser Praxis war aber zu keinem Zeitpunkt eien "Doppelpraxis", da er nie die Absicht gehabt hatte, dort auch als "Psychologe" tätig zu sein (Das erfuhr ich mal zufällig von der Sprechstundenhilfe jenes Arztes). Diplompsychologe ist eine Berufsbezeichnung, aber kein Titel; insofern mag das an einer "psychologischen Praxis" geschrieben stehen, aber nicht an so einer Arztpraxis.

Es ist Tatsache, daß die TM-Scene auf solche Dinge auch eher wenig Rücksicht zu nehmen gepflegt hatte.

 

Von Hans Lö. gibt es einige wenige öffentlich bekannt gewordene Äußerungen im Bereich jener Thematik; siehe zB.: https://www.spiegel.de/politik/ziemlich-wischiwaschi-a-402b4c61-0002-0001-0000-000040350986

Als er bereits nicht mehr Sektenbeautragter war, lud der Fürst von Liechtenstein den Hans Lö. zu einer Veranstaltung zum Thema Sekten ein, was Hans Lö. mir gegenüber extra hervorhob. Der Fürst von Liechtenstein hatte anscheinend noch nicht erfahren gehabt, daß Josef Kardinal Ratzinger dem Hans Lö. längst gekündigt hatte. Inwieweit Hans Lö. das jenen Veranstaltern dann mitteilte, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings kam es mir zu Ohren, daß Hans Lö. - aus der Sicht der r.-kath. Kirche - bisweilen noch unerlaubterweise als Sektenbeauftragter der r.-kath. Kirche aufgetreten sei. Das erklärt sich vermutlich damit, daß Hans Lö. es nicht als seine Aufgabe ansah, etwaige Unkenntnisse betreffs seiner Entlassung Anderen kundzutun und er beließ jene evtl. eben einfach in deren Uninformiertheit.

Andererseits hatte Hans Lö. auch Pobleme damit Theologie und Psychologie, Privat und eine Arbeit als Psychologe auseinander zu halten.

Auch mir gegenüber unterließ es Hans Lö., mir mitzuteilen, daß er nicht mehr der Sektenbeauftragte der r.-kath. Kirche wäre. Nachdem er sich meine Mutter via der Elternitiative, wo er Gründungsmitglied war (siehe den Bericht zu deren 40-jährigem bestehen; Online lesbar bei www.sektenwatch.de ), versehentlich oder auch absichtlich gefügig gemacht hatte, sodaß sie für ihn dessen Wohnung putze, seine schmutzige Wäsche wusch, usw, sie seine private Telefonnummer und Adresse erhalten hatte, hielt er es nicht für erforderlich, mich darauf hinzuweisen, daß und ab wann er nicht mehr Sektenbeaufragter der r.-kath. Kirche gewesen war; auch hielt er seine zwei Berufe und die jeweiligen Örtlichkeiten nicht auseinander. Als ich im Herbst 1980 es auch in Betracht zog, eine Weile als Mesner zu arbeiten, weil ich - ob fälschlich oder auch zurecht - vermutete, daß da die Arbeit vorwiegend auf das Wochenende sowie Abendstunden zu verlegen sei und ich so sichere freie, planbare Zeit für eine Aufbaustudium haben würde, meine Mutter um die Telefonnummer des Hans Lö., des angeblichen oder auch noch wriklichen Sektenbeauftragten bat, gab sie mir - wohl versehentlich - seine private Telefonnmmer und jener Hans Lö. war auch nicht fähig opder auch nicht willens gewesen, mal nachzufragen "Willst Du zu mir in meiner Eigenschaft als Sektenbeauftragter oder zu mir als Psychologe?". So gab er mir einen Termin bei sich zuhause, wie ich später feststellte. Als ich mich am Morgen jenes Tages, erst mal über Hans Lö. zu erkundigen mich bemühte, weil mir das irgendwie komisch vorkam, ich im Schwabinger KH nachfragte, wo ich hofte, daß dort ein Psychologe eine Anhnung gehabt haben könnte betreffs der TM-Scene sowie der Elterninititive-Scene und icz wußte, daß es da zumindest einen Klinikseelsorger gegeben hätte, der mir betreffs Hans Lö. eventuell auch was Konkreteres zu sagen gewußt haben würde können, rastete das Schwabinger KH total aus. So resultierte Hans Lö.'s Mischmasch-Veranstalterei und Durcheinander-Anhängerrei abermals eine einem Desaster für mich und meinen völlig klaren Verstand, mein vorsichiges Verhalten angesichts meiner Hintergrundkenntnisse aus jenen ersten Jahren zwischen den Fronten des kalten Kriegs in der TM-Scene und nach dem Verlassenhaben dersölbigen usw. Folter & co folgten und das nur und ausschließlich wegen Hans Lö.s Unfähigkeit privat und seine Tätigkeit als Sektenbeauftragter auseinander gehalten zu haben. Was fiel Ihm eigentlich ein, meine Mutter zu sich privat nachause eingeladen zu haben um sie zu seiner Putzfrau & co zuer erniedrigen? Skandalös!

Hans Lö. hatte so viele gute Seiten auch; aber nein ständig verursachte er Chaos zu meinen Ungunsten, erst im Sommer 1976 und dann 1980 noch umso schlimmer, füchterlicher, brutaler und vernichtender. Er benahm such wie ein kleines Kind, das mit einem Computer herumspielt, an den scharfmachbare Atomwaffen angeschlossen sind und wozu Ihm der Zutritt klipp&klar verboten worden war.

Es war das Zusammenspiel der einzelnen "Qualifiziertheiten", die einfach nicht funktionierte und auf nun wirklich nicht akzeptierbarem professionellem Niveau stattfand.

Es war Hans Lö.'s Nachfolger, Hans Li., der mich - den ich mal zufällig beim Wandern traf - dankenswerterweise, darauf hinwies, daß Hans Lö. von Josef Kardinal Ratzinger gekündigt worden war und er keinesfalls den Posten freiwillig räumte; auch die als Sektenbeauftragter gesammelten Unterlagen rückte er auch keinesfalls freiwillig heraus. Gerichte mußten extra bemüht werden.

Aber nunja, nachdem Hans Lö. keine "missio" hatte, zählt das - nun also wieder betreffs seiner Arbeit als einstiger Sektenbeauftragter der r.-kath. Kirche in München - was er in solcher Eigenschaft so alles sagte, tat oder auch unterließ zu sagen bzw zu tun, kirchenamtlich eh nicht viel; es reichte aber um über die Jahre hinweg etliche Menschen (er würde es entweder leugnen, andere Ursachen vermuten und es zumindest als unabsichtlich, weil er es - gemäß des Wissens über sich selber - nicht verursachen haben wollen, einstufen) an den Rand der Gesellschaft - wohin auch er sich, in mehrfacher Hinsicht aus Überzeugungen heraus, über einen ziemlich langen Zeitraum dabei war - zu befördern, deren Karrieren - entgegen seiner eingeräumten Bemühungen um "Nein zu Zwangsbehandlungen", "Nein zu Mißbräuchen" usw - mit zu zerstören oder auch unabsichtlich solcher Karrierevernichtungen gedient (gehabt) zu haben; das heißt keinesfalls, daß viele Sekten bzw seltsme Gruppierungen, die als "Religionsgemeinschaften" gelten möchten, sich nicht unberechtigterweise der Kritik ausgesetzt sehen bzw sehen sollten. 

Andererseits schuf Hans Lö. mal mit "seinen" StudentInen zusammen (er war viele Jahre über Honararprofessor an der TU-München in Weihenstephan; er sagte mir mal, daß "Kommunkationstraining" jeweils am Wochenende macht) einen netten Film, den ich mal im ZDF sah (damals nicht wissend, daß er ihn sich mit seinen StudentInnen ausgedacht hatte. Das erfuhr ich erst von Ihm selbst, als ich Ihm mal von diesem Film erzählte und daß ich den durchaus recht nett und für nicht gehässig empfunden gehabt habe; na klar hatte das ZDF da zweifelsohne auch seinen korrigierenden Einfluß geltend gemacht gehabt). Es ging um junge Menschen, die beschlossen hatten eine Sekte zu gründen, zum Ergebnis kamen, daß sie ein Bild eines "typischen Gurus" bräuchten, den sie dann als den ihren Guru Ausgaben und dessen Lehren zu lehren, sie als ihren Anspruch erhoben. So malten sie sich eben ein Bild. Mehr und Mehr AnhängerInnen kamen zusammen und es wurde auch nicht zu wenig Geld verdient. Je mehr AnhängerInnen kamen, umso mehr drängten welche, daß sie jenen "Guru" kennenlernen möchten. Schließlich kamen jene "Sektengründer" nicht mehr daran vorbei. Sie suchten kurzerhand in Indien nach jemanden, der in etwa so aussähe wie auf ihrem, selbst erdachten und danach gemalten, Bild dargestellt und der bereit wäre sich als deren Guru auszugeben und in der Heimat jener "Sektenexperimentierer" mal kurz aufzutreten. Sie fanden einen Bäcker oä, der bereit war. Er kam zu den AnhängerInnen nach Europa und alsdann übernahm er die Sekte gleich komplett und insbesondere auch die Geldverwaltung. So verloren jene jungen Menschen, die sich evtl nur einen Scherz hatten erlauben wollen, jenes Experiment zu wagen sich erdreistet hatten oder auch sowas mal hatten ausprobieren wollen, die Kontrolle über das was sie geschaffen gehabt hatten.

 Dieses Beispiel zeigt, wie Hans Lö. jenes Thema nunmal auch, durchaus kreativ, und vorzeigbar anging. Den Anspruch, daß das doch immer "nur" so was sei, wurde in dem Film nicht erhoben. Es wurde lediglich die Idee mal durchgespielt, ob es sich nicht bisweilen auch lediglich um solche "Machenschaften" handeln könnte.

Hans Lö. sagte mir auch, daß er selber mal "TM" habe erlernen wollen; er sei mit einer Bekannten ins TM-Center gegangen, habe seinen, in seinem Psychologie-Studium gerade absolviert gehabten, Statistik-Kurs bzw das dort erworbene Wissen gleich mal an den mann zu bringen versucht, was jener mit einer etwas sehr eigenartigen und unangemessenen Reaktion beantwortet habe: Der TM-Lehrer/Vortragende habe am Ende die Bekannte des Hans Lö. kurz angesprochen und zu ihr gesagt: "Ihr Begleiter ist ein Typ mit ganz schlechter Aura; den sollten sie verlassen".

Nunja, als Diplommathematiker weiß ich durchaus, daß im Zusammenhang mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik ziemlich seltsame Vorstellungen im Umlauf sind. So ist immer wieder zu hören, daß die Welt aus Zufall entstanden sei, nach einem Urknall hätten sich irgendwie die einfachsten Elemementarteilchen dann daraus Sonnen usw gebildet und ganz am Ende wären immer komplexere Moleküle entstanden, die ihre eigene Reduplizierung hätten steuern/auslösen können, bos es irgendwann über einzellige Lebewesen zum Menschen gekommen wäre und ganz am Ende wäre dann das Nervensystem so komplex gewesen, daß "Bewußtsein" entstanden gewesen sei. Was ist daran doch immerhin höchst bedenklich und seltsam? Nunja, Mathematiker reden schon seit langem von unendlich vielen Zahlen, kennen die reellen Zahlen doch immerhin schon sehr lange und spätestens seit René Decartes werden 3-dimensionale, reelle Zahlen-Tripel und der - auch - so vorgestellte 3-dimensionalle reelle Raum bedacht. Die Menge aller Teilmengen dieses 3-dimensionalenm Raumes ist nun allerdings derart, daß - von Mathematikern wie ua Hausdorff aber insbesondere - betreffs mich - von Prof. Dr. Lammel/TU-München nachgewiesenerweise, man da von "Wahrscheinlichkeit" (wie sich's die Menschen nunmal vorstellen) gar nicht reden kann, weil es auf jenem Raum kein einziges "Wahrscheinlichkeitsmaß" jemals wird gefunden werden können. Woher kamm dann also bitte diese Vorstellung jenes "unendlichen Raums" der Menge alle Teilmengen des 3-dimensionalen reellen Raums? Aus "Zufall" kann sie nunmal wirklich nicht entstanden sein.  Also hätte es diesen Raum samt der diversen Bedenkbarkeiten und Wißbarkeiten darüber schon gegeben bzw gegeben haben können, bevor die Welt  aus Zufall - entstanden gewesen sein könne. (Mit "Zufall" hat ja jener Raum nunmal nichts am Hut.).

Nunja, diese "Feinheiten" bzw grundlegendsten Wichtigkeiten im Zusammenhang mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik war dem Hans Lö. in seiner 1-semestrigen Staistikvorlesung eher kaumst bewiesen und eher wahrscheinlich auch gar nicht gesagt worden (selbst in der Einführungsvorlesung  betreffs Stochastik für angehende MathematikerInnen wurde es nicht einmal erwähnt.) und - nach meinen Erfahrungen mit derartigen Vorlesungen an der TU-München - eher auch nicht mal erwähnt worden. Auch in der Vorlesung über Maß-&Integrationstheorie war es erst durch eine Frage vonseiten eines/einer StudentIn, daß der Professor kurz (ohne Beweise allerdings dafür vorzutragen; Prof Wähling erwähnte allerdings, daß es in der Menge aller Teilmengen des 2-dimensionalen reellen Raums es auch bereits kein Wahrscheinlichkeitsmaß gibt, allerdings gäbe es dort noch einen sog. Wahrscheinlichkeitsinhalt, dh das was an Realschulen und Gymnasien in Deutschland - siehe Lambacher-Schweitzer, Westermann-Verlag's Dudec-Serie; zumindest bis 2024 - üblicherweise als "Wahrscheinlichkeit schlechthin" -  bezeichnet wird - in den 3 Axiomen des Herrn Kolmogoroff  wird für den Wahrscheinlichkeitsinhalt nicht die Sogma-Additivität sondern nur endliche Additivität gefordert-.  Auf der Menge aller Teilmengen des 3-dimensioanlen Raums gäbe es dann allerdings auch keinen Wahrscheinlichkeitsinhalt mehr. So sieht man wie SchülerInnen in Deutschland seit Jahrzehnten in einer unpäßlichen Vorstellungswelt gehalten werden. I  Chemie- und Physikunterricht geht's dann wieder um den 3-dimensionalen reellen Raum und in jenem Zusammenhang auch um den Begriff Wahrscheinlichkeit; etwa im Zusammenhang mit einer genannten "Zufälligkeit" des Aufenthalts der Elektronen im Zusammenhang mit dem Schalenmodell bzw dem Energiestufenmodell) darauf einging.

Insofern ist eben im Zusammenang mit dem Thema "TM", "Upanishaden" usw so ein mangelhaftes Stochastik-Wissen sehr ungünstig. Schlielich geht es zB in der Chândogya-Upanishad's Siebenter Lektion um "bhûma", was meist als "Unendlichkeit, Unbegrenztheit" übersetzt wird und auch Mr Mahesh sprach vom transzendentalen Bewußtsein, um welches es bei seiner Lehre der "Transzendentalen Meditation" nunmal geht und ging, immer in Begriffen von "infinite, unbounded", dh "unendlich, unbegrenzt". Dr Rixner übersetzte jenes bhouma 1808 mit "Innere Ruhe" (nachzulesen Online via der bayerischen Staatsbibliothek, www.bsb-muenchen.de zu finden unter "Versuch einer neuen Darstellung der uralten indischen All-Eins-Lehre", Rixner, Thaddäus Anselm, 1808, Pater Prof. Dr.)

   Ich will aber mit diesen Ausführungen die Einzelfall-Reaktion  jenes TM-Lehrers/Vortragenden weder rechtfertigen bzw gutheißen. Inwiweit Hans Lö. in provoziert hatte, weiß ich nicht. Hans Lö. sagte, daß er damals durchaus selber Yoga gemacht gehabt habe und eben TM mal ausprobieren habe wollen.

 Auch die bekannte Indien- und Tibetreisende Alexandra David-Néel ging/geht übrigens in ihrem Buch "Indien" im Kapitel 9, titels "Die 'berufsmäßigen Heiligen' - Scharlatane, Erleuchtete, tragische Gestalten" (in deutscher Sprache erschienen bei Fischer, ISBN 978-3-596-18038-7 im Jahre 2009; die Orginalausgabe erschien 1979. Frau David-Néel war von Beruf her Opernsängerin) auf diesen Themenbereich ausführlich und, auf Ihre Weise, kreativ ein. Sie beruft sich bei der Benennung der ungefähren prozentuallen Verhältnisse (sehr wenige "echte" Sadhus, notabene) zwischen "ehrbaren Heiligen, 'echten' Sadhus" und den Scharlatanen, Halsabschneidern & co auf einen indischen Beamten.

 

Julius Kardinal Döpfner hatte Hans Lö. eben versehentlich eingestellt gehabt und Josef Kardinal Ratzinger korrigierte den Fehler seines Vorgängers, indem er Hans Lö.

Seltsamerweise - im Nachhinein betrachtet -hatte derselbe Julius Kardinal Döpfner mir, als ich 13-14 Jahre alt geworden war die Firmung, mit den Worten "Empfange den Heiligen Geist" gespendet; danach schickte er mir - absurderweise sowie mir und der Familie meiner Eltern sehr geschadet habend - den, eben vielfach daneben agierenden, Hans Lö. auf den Hals. Irgendwie war  Julius Kardinal Döpfner damals entweder falsch oder auch unvollständig informiert oder er hatte ein Risiko eingehen wolle und leider nunmal zu viel gewagt gehabt

Den Opfern jener Fehleinstellung/~en half dann niemand bzw kaum jemand.

Allerdings waren die Leistung von Josef Kardinal Ratzinger und dem Nachfolger von Hans Lö. eine große Hilfe und wenn nur alle Veranwortungsträger in zB meiner Angelegenheit so viel beigetragen gehabt hätten wie Josef Kardinal Ratzinger und Lö.'s Nachfolger so würde die Wahrheit über jene Affaire und die entsprechende Schadensbeseitigung  gewißlich nicht ausgeblieben sein und so haben Joesf Kardinal Ratzinger und Hans Lö.'s Nachfolger, sofern es mich angelangt, genug getan und haben es unaufgefordert (!), um sowas wie der Wahrheit, Fairness und vorbeugenden Unheilverhütung heraus, getan und so sei ihnen ausdrücklich gedankt.

Würden alle "Zuständigen" nur so wenig sachlich-fair getan gehabt haben, würde mein Leben natürlicherweise aus eigener Kraft in Ordnung kommen haben können, weil mir niemand mehr radikalerweise im Weg herumgestanden wäre.

So absurd als Julius Kardinal Döpfers's zwei widersprüchlichen Handlungen waren, so widersprüchlich war das Handeln jenes Klassleiters der/"meiner" gymn. Oberstufe gewesen wäre:

Er wollte immer der nette, durchaus auch benotende, usw Lehrer sein und einem Unheil fernhalten bzw mithelfen, daß die SchülerInnen das in Zukunft eigenständig sollten möglichst zuverlässig können.

Auf der anderen Seite ließ er NAZI-Hasskommentare 45 Minuten lang im Klassenzimmer nacherzählen und bewertete jenes 60 Minuten-Referat in einer 13. Klasse (Abiturjahr!) mit Best-Note, dh 1. Damit löste er bei anfälligen SchülerInnen eine "NAZI-Phase" aus, die dann an irgendwelchen Klassenmitgliedern mal, NAZI-Methoden - oder auch was sie dafür hielten - ausprobieren wollten. Dazu grinste der Lehrer blöd oder auch hilflos und sah jedenfalls hilflos sowie tatenlos zu.

Gleichzeitig half der Lehrer mit, mich in die TM-Scene hinein zu terrorisieren.

Die TM-Scene war zu jenem Zeitpunkt bereits der CIA/USA als "linksradikal unterwandert" bekannt und der Mr. Mahesh als "Nützlicher Idiot" des KGB/UDSSR ebenso.

Gleichzeitig saß in München bereits der Dr. Hans Vater (seltsamer Philosoph) in den Startlöchern, der in seinem Buch über seine Jahre bei Mr. Mahesh, titels "zu Füßen Maharishis", dann ja sehr viel später freimütig erklärte, daß er schon vor TM-Erlernen an "bürgerlicher Karriere" wenig Interesse verspürte (nunja, das waren ja, lt. seines Buches, seine Zeiten als Kommunismus-Anhänger gewesen und so wundert dies nicht) und daß nach TM-Erlernen eine bürgerliche Karriere für ihn gleich gar kein Thema mehr gewesen sei. (das wundert eigentlich, nachdem es die Lehre von zB Sringeri Math ist, daß jene, welche eben den Weg Schule und Berufsausbildung oder auch Schule und Studium gingen, dann sich befleissigen sollten in deren Beruf möglichst gut zu sein, um dies dann für das Gute in der Welt einzusetzen (siehe: "Benedictory discourse of Jagadguru Shankaracharya Sri Sri Sri Vidhushekhara Bharati Sannidhanam", Daksihnamnaya Sri Sharada Peetham, Sringeri Vortrag vom 25.7.2020, 28th Vardhanti - Anugraha Bhashanam of Jagadguru Sri Sannidhanam; Siehe:  https://www.youtube.com/watch?v=3UV0VAdFbpg&feature=emb_logo, und meine nicht autorisierte Übersetzung ins Deutsche ); da könnte nur sowas wie eine "gut-bürgerliche" Karriere infrage gekommen sein und keinesfalls das, was Dr. Hans Vater als TM-Lehrer tat und Anderen angedeihen zu lassen sich auf vielerlei Art&Weisen bemüht hatte und jedenfalls tagaustagein, ein völlig falsches Beispiel seiend, vorexerzierte. Nachdem er anscheinend den Weg des Mr. Mahesh gehen wollte, indem er Ihm persönlich dienen wollte (so wie Mr. Mahesh einst sich doch etliche Jahre lang bemühte es dem Shankaracharya Swami Brahmananda Saraswati als dessen Privatsekretär in jeder Hinsicht recht gemacht zu haben), war er in Sachen eines "TM-Centers" sowohl völlig ungeeigent als auch offenbar fehl am Platze. Auch war Mr. Mahesh weder ein gebildeter, gelehrter Wissender wie es Swami Brahmananda Saraswati nunmal war, noch war Mr. Mahesh zu einem vergleichbaren Amt vonseiten entsprechender honoriger Kremien zu seiner Tätigkeit jemals berufen worden. Mr. Mahesh lehrte auch nicht, daß man das tun solle; er hatte versucht zu lehren, daß man auch als jemand, der ein Alltagsleben lebt, diese "transzendentale Meditation" zu seinem Alltagsleben sinnvollerweise hinzufügen könne und es allenfalls zum Vorteile gereichen würde - ohne den Alltag, etwa gar desastreus, zu schädigen - , da es ja sonst eben nicht mit einem "Alltagsleben" kompatibel wäre.

Nur wieso schickte der Herr staatliche Klassleiter einen minderjährigen Schüler in so eine Scene. Und dies wo ein Dr. Hans Vater bereits in den Startlöchern saß, mich Dr. Hans Vater für einen TM-LehrerInneausbildungskurs empfahl, als ich noch minderjährig war und der Beginn des Kurses solcher Art war, daß mir als Volljähriger gar keine "ordnungsgemäße" Absolvierung so eines 7-Schritte-Kurses zur Erlernung der "TM"  - vor dem Beginn des TM-LehrerInnenkurses -  mehr möglich war und, darüberhinaus, das was mir jener "Initiator", der mich damals dann - ausschließlich wegen jenes Deutschlehrers und Klassleiters - lehrte, wohl eher irgendeine "buddhistische Meditationsübung" war, nachdem er extra darauf hinwies, daß er auch so eine Initiatonszeremonie kenne  und er mir das angebliche "TM-Mantra" unbedingt im "Diamantsitz" weitergeben wollte und diesen Diamantsitz, der eher in buddhistischen Kreisen eine größer Rolle spielt, denn im Bereich der Shankaracharya-Tradition und der Hindu-Religion/~en , mehrfach betonte.

Was jener Klassleiter tat war mindestens ebenso absurd wie Julius Kardinal Döpfner, der mir erst den "Heiligen Geist" vermitteln wollte und mir alsdann den missiolosen christlichen Privatsektierer und "urchristlichen Einzelkämpfer" Hans Lö, auf den Hals hetzte, der auch als Psychologe niemals die Krankenkassenzulassung erhalten hatte - obwohl er, wie er mir mal sagte, alle dazu erforderlichen Gutachten und Bescheinigungen erfolgreich einholen habe könne und nur noch an die entsprechende Organisation zu schicken gebraucht hätte, aber (wie zuvor schon betreffs missio) es vorgezogen habe, die Zulassung doch nicht zu beantragen und somit auch nie hatte.  -

Nunja, ich war zu Hans Lö. nie hingegangen weil ich eine Beratung oder auch Betreuung oder gar psychologische Behandlung gewollt gehabt hätte oder auch mir sowas wie erhofft gehabt hätte odgl.

Obwohl Hans Lö. also nicht einmal eine Kassenzulassung hatte und auch keine Missio, versuchte er ( es von gewissen Folgeerscheinungen her es betrachtend) doch jedermann und jedefrau - ohne überhaupt darum je gefragt bzw gebeten worden zu sein - bald psychologisch bald eigenreligion-jesussekte-seltsam zu behandeln - oder auch zu misshandeln - und selbstverständlich meinte er es  immer "nur" "gut"  bzw war von Entsprechendem subjektiv überzeugt; dabei war er selber Jahr für Jahr ärmer geworden, hatte im Verlauf seines Lebens nie die erforderlichen ca 19 Versicherungsjahre pro Rentenbezug zusammengebracht, sein Ererbtes, nicht unbeträchtliches Vermögen, hatte er Zug um Zug verschleudert, seine Wohnung tagaus tagein mehr in Unordnung geraten zu werden, nicht verhindern können und so waren das eine oder auch andere Zimmer teils ca 1cm dick mit Staub bedeckt; ein anderes Zimmer war so voller Akten, daß sich der Holzdielenboden bereits bedenklich wölbte (Ich half Ihm dann ein wenig die Akten abzuarbeiten per Tapezierertisch aufbazen, Kiste mit Unterlagen  darauf stellen und es nach 6 Tagen, wenn seine PatientInnen kamen, wieder weg zu räumen; so schaffte er pro Woche meist ca 1 Kiste voller Akten leer zu bekommen, bis er an jener Routine keine Lust mehr hatte); es ging ihm nunmal gesundheitlich sehr sehr schlecht und eigentlich war er längst ein Pflegeall. Auf dem Herd standen Kisten und Schachteln mit Essen - hochgefährlicherweise - (...siehe jene Folge von "Monaco Franze" - drittes ARD-Programm "Bayerisches Fernsehen - wie er nen Abtrockentuch auf dem Herd ebenso vergaß wie das Auschalten des Herdes, weil  ihn eine seiner Freundinnen anrief, er - der ewige Stenz - zum Fasching ging und als er heimkam, feststellte, daß er die Wohnung seines Freundes - versehentlich, genauer infolge seiner grobfahrlässigen Handlungsweise - abgefackelt hatte ...), weil in der Küche für all seine Vorräte nirgendwo sonst mehr Platz gewesen war. Sein völlig daneben gegangenes soziales Leben stand in klarem Widersspruch zu seinem Anspruch, alle ungefragt psychologisch und im Sinne seines selbstgebastelten "urchristlichen" Jesusglaubens behandeln zu dürfen und zu sollen aufdaß jene auf die "richtige" Bahn zu finden allermöglichst nicht umhinkommen sollten.

Nun dieser Fall ist insofern sehr interessant und bedeutungsvoll, als es im Zusammenhang mit dem KGB-Handbuch, das nunmal wegen  der ( seit Herbst 1970 der  CIA bekanntgewesenen linksradikalen Unterwandertheit der TM-Scene samt gewisser, davon unabhängiger, Standardmaßnahmen des KGB) beim Verstehen, wie es immer wieder zu Katastrophen kam, eine große Rolle spielt.

Hans Lö. und Andere (Elterninitiative, nicht professionell, sondern laienhaft und basislos-psychologisch) versuchten gewissse TM-Ausübende unbedingt aus deren "Isolation" zu holen, zum Reden zu bringen; schlimmstenfalls wurde dann versucht solche Personen in die Psychiatrie zu bringen - auch wenn Dr. Hans Lö. anscheinend Zwangspsychiatrie tatsächlich grundsätzich ablehnte -. Wenn nun aber jemandem (wie zB mir) die KGB-Aktivitäten zu sehr aufgefallen waren, er gewisse  Zusammenhänge offenbar duchschaute, so wäre - ohne dem KGB-Handbuch - eine klassische Ermordung die unabwendbare Folge gewesen. Der sowjetische KGB hat aber darauf bestanden, der ansonsten erfolgt gehabt hätteten unverzüglichen Ermordung, noch einen Versuch vorausgehen lassen,  der von Juri Bezmenow (Ex-KGB-Agent, Herbst 1970 in die USA geflohen), als "Rufmord" bezeichnet wurde. Jeder Versuch vonseiten irgendwelcher Psychologen, Psychiater, der Elterninitiative & co, solche Personen zum Reden zu bringen, sie gar dazu zu bewegen "Berichte" zu schreiben, war dann defacto leider nichts als Mordversuch. Gerade  Zwangsbefragungen &co waren in solchen Fällen absolut contrapoduktiv und lächerlich falsch. Per Zwangspsychiatrie versucht zu haben, Betroffene (sicherlich Einzefälle aber nunmal reale Fälle) auch noch Terror ausgesetzt zu haben, um sie zu "Änderungen" im Verhalten & co zu bewegen, war dann schon umso "tat-kräftigerer" Mordversuch. Diese Konstellation solcher Ereignisse beweist, daß "zwangsweise Psychologie, Psychiatrie" einem Versuch, unliebsame Personen verschwinden zu lassen, indem man den Plan B, nämlich die klassische Ermordung heraufbeschwört, gleichkommen kann und Psychologen sowie Psychiater eben nunmal nicht vorab wissen können können, ob so ein Fall vorliegt oder doch ein anderer Fall.

Die Methode, eines sich Isolierens, schweigsam und ohne Freunde, Bekannte, KommilitonInnen, usw sein Leben zu leben und stets nur fach-betreffend in Erscheinung zu treten und evtl. per "Transzendentaler Meditation" sich zu stärken, um das überhaupt durchhalten zu können, ist dann eben immer noch die vorzuziehende, sichere Methode. Solche Aktivitäten wie von der Elterninitiative durchgeführt, waren in solchen Fällen - für jene nicht vorhersehbarerweise - absolut ungeeignet; der gesamte Anstatz war und ist falsch.

"Ein vergib Ihnen, Herr, denn sie wissen nicht was sie tun", wie es dem/deren Jesus Christus als Lehrrrede nachgesagt wird, kann nicht angewandt werden, sobald man zu "Druckmitteln" oder gar "Zwangsmitteln" greift/griff.

Ein "laßt mich gefälligst in Ruhe!" würde genügt haben müssen; ein "Schleicht's euch!" udgl.  erst recht.

 

Na klar, hatte Hans Lö. Privat-Patientinnen aus reicheren Schichten, die er kräftig zur Kasse bat (200.-DM /Stunde). Ein befreundeter Professor Dr. med. mit eigener Praxis - bei dem er in eigenem Zimmer mitzuarbeiten eingeladen gewesen war und was Hans Lö. jedoch ablehnte -  überprüfte ihn hin und wieder, indem er sich, verantwortungsbewußterweise, selber als Patient anmeldete; dann schickte er immer wieder PatientInnen zu ihm; auch welche, die kaum was bezahlen konnten, so wie mal die akut selbst-gefährdete Tochter einer Sprechstundenhilfe. Er gab der Tochter einfach für 3,50 DM/Stunde sehr erfolgreich Nachhilfe, weil sie eigentlich "nur" schulische Probleme gehabt hatte. Leider zog er dafür dann alsbald bei derer Mutter, die ein Gästezimmer zur Verfügung hatte und Lift im Hause, ein. Nachdem er sehr schwer gehbehindert war - wegen seines dann schon Jahrzehnte lange währenden sehr starken Übergewichts schwer an Atemnot, Diabetes, Herzproblemen usw litt - und nur noch sehr mühsam per zwei Stöcken die zwei Treppen in seine Wohnung hinauf schaffte - nahm er dankend - zum Entsetzen der damals ca 15-jährigen (!) Patientin - an. Das Mädchen nahm panikartig reißaus - soweit sie nur von München wegkommen konnte - , wodurch es sie nach Flensburg zu einer Verwandten verschlug. Nunja, man kann ja solcherart lästige, kein Geld habende PatientInnen - die man erst "großmütig" und "selbstlos" annahm - auch entsorgen; es war eher nur ein Glück, daß sich jenes Mädchen damals nicht das Leben nahm. 

Nunja, wieso verkaufte Hans Lö. eigentlich nicht einfach seine, noch verbliebene Eigentumswohnung in Meran/Obermais und kaufte sich dafür eine ebenerdige 2-Zimmerwohnung in München, was damals wohl finanziell noch gegangen wäre?

Wieso ließ er das nicht seinem befreundeten Anwalt machen, von welchem er mal mir gegenüber gesprochen gehabt hatte?

 

Wie kam es also, zu jenem sehr unerfreulichen Phänomen in Hans Lö.'s Leben, wo Leute, die sich an Ihn als Sektenbeauftragter der r.-kath. Kirche gewandt gehabt hatten, dann plötzlich anfingen, kostenlos dessen private Wohnung zu putzen, für ihn zu waschen, usw usf? Wie eben auch jene Sprechstundenhilfe, die ihn plötzlich bei sich wohnen ließ?

Es ist eigentlich ganz einfach: Würde er sich die Kassenzulassung geben haben lassen, so würde niemand auf die Idee gekommen sein, daß er/sie Ihm noch was schulde, nachdem er die betreffende Person, ohne lange gefragt zu haben, angefangen hatte "psychologich zu behandeln und zu betreuen".

Haben ein Arzt oder auch Psychologe keine Kassenzulassung, so sollen Sie bitte sehr und gefälligst die Hände lassen von "KassenpatientInnen"; für KassenpatientInnen gab und gibt es nunmal auch Ärzte bzw PsychologInnen mit Kassenzulassung in ausreichender Auswahl.

Aber einfach loslegen und billige PutzerInnen, WäscherInnen & co so zu rekrutieren, weil sie das gerade dringender bräuchten als wie Geld, nein Danke! Das ist bzw wäre wohl als würdewidrig zu bezeichnen.

Genauso war es mit seinem "keine Missio" gehabt zu haben bzw sie sich nicht geben gehabt zu lassen. Er würden dann nämlich seine Taten als Sektenbeauftragter anhand der abstrakten Vorgaben der "missio" zu beurteilen gehabt haben, statt das Bild von sich selber abgegeben zu haben, der es mit sich selber ausmachte und nur vor sich selber verantworten zu können  meinte.

Beidemale waren seine Handlungen davon geprägt, daß er keinerlei Instanz oder auch Obrigkeit über sich akzeptieren wollte und stets sich selbst zum Maßsstab machte und seine Person, völlig unnötigerweise, ins Spiel brachte und Durcheinander, Fehlhandlungen, Absurditäten und leider auch Katstrophen auslöste.

(Abstrakterweise kann man es auch verstehen, indem man von jenen Mathematikbüchern für Realschule und auch Gymnasium mal ausgeht, in welchen ein "falscher Mengenbegriff" gelehrt worden war. Nimmt man dann anhand der - zB kultusminsiteriell genehemigten - Formalsammlung zB das Gesetz des "Sylvester" aus der Wahrscheinlichkeistrechnung her, so kann man dann formal korrekt zum Ergebnis kommen, daß die Wahrscheinlichkeit dafür, daß nur 1 SchülerIn in einer Schulaufgabe die Note 1 erzielt dieselbe wäre wie, daß 2 die Note 1 erzeilen und diesselbe, daß 3 die Note 1 erzielen usw und eben auch, daß alle die Note 1 erzielen  - in einer amazon-Rezension zu dem betreffenden Realschulbuch bzw der Neuauflage dazu legte ich das exakt vor. - Analog scheinen machen Personen in ähnlicherweise sich einerseits auf korrrekte Gesetzmäßigkeiten oder auch Sachverhalte berufend, es sodann verbindend mit irgendwelchen falschen Vorstellungen zum Ergebnis kommen, daß sie immer und überall "gefordert" seien tätig zu werden.

Siehe dazu etwa meine ausführliche, absichtlich nicht um übliche größtmöglich Knappheit bemühte, Amazon-Rezension zu einem Schulbuch, was auch von den betroffenen SchülerInnen nunmal noch gelesen und verstanden werden soll können: https://www.amazon.de/-/en/gp/customer-reviews/R20X6BH8B2DRHK/ref=cm_cr_srp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3141236143)

So überforderte er sich offenbar immer und immer wieder und ließ dann irgendwelche Menschen rigoros fallen, nachdem er sie - zumindest teils oder auch nur in, wenn auch katastrophalen, Einzelfällen - zuvor ungebetenerweise von deren wenigstens sicheren Weg per Weg-Versperren usw abgebracht hatte.

Sein Leben war genauso wenig "bürgerlich-normal" wie jenes des Dr. Hans Vater und längst auf "Sozialfallwerden" programmiert und in ein Chaos geraten.

Ua jene Beide hatte (das eben hier als Beispiel, das ich nunmal leider kenne) mir der staatlichen Klassleiter - der damals anscheinend, um sein "Meistersstück" (für höhere Aufgaben wie Oberstudiendirektor & co) zu machen, mit jener Klasse betraut worden war - ua. mit seinem Unfug auch noch explizit auf den Hals gehetzt. Verständlicherweise empfand ich das damals bereits als contraproduktiv und sehe das heute umso klarer als das was es war : "Brutal in die Wüste geschickt, aufdaß ich auf die eine oder auch andere Weise krepieren möge", dh die alte Kaiser-Wilhelm-Preußendeutschland-Unmethode gegen die Hereros, jener (wenigen aber leider einflußreicher) Tyrannei-Preussen. (Das Herzugtum Preussen war übrigens als Erstes "ev.-luth." geworden, gemäß einer der Rate-Sendung "Der Jäger" im NDR- Norddeutscher Rundfunk - in der Woche vom 17.3.2024 bis 23.3.2024)

Ausführlich sind jene schulischen Ereignisse und etliche der katastrophalen Folgen nachzulesen in https://www.schulerlebnis--91-19i.bayern.

Soll das, was jenes Lehrer's Untat des mir Aufbürdens all dieser seltsamen Scene nunmal war, auch nur noch ansatzweise "christlich", "würdevoll" gewesen sein? Gewiß nicht.

Daß der - in letzter Instanz zuständige/verantwortlich - Freistaat Bayern, dann 1989 bzw spätestens Ende 1991 meine Hinweise auf die Zusammehänge und das Verstehenkönnend der qualvollen Ereignisse, wieder nicht aufgriff und endlich den Weg frei machte, war nur noch einfach erbärmlich, würdewidrig und verstandesfeindlich. Es gab ja nun keinen Grund mehr, es nicht besprochen zu haben und es als selbstverständliches Faktum zu berücksichtigen, daß das passiert war, was nunmal pssiert war und wer, was, wem, wann und aus welchen Motiven getan hatte.

Da mit "verjährt" argumentiert zu haben spottete und spottet jeder Seriösität und Menschlichkeit.

Na klar gab's 1989/1991 sowas wie "Schwamm d'rüber", die gegenseitigen Straftaten des Ost-und Westblocks wurden gegeneinander aufgerechnet und man beschloss auf strafrechtliche Maßnahmen zu verzichten.

Aber Taten, die jenem Milieu zu zurechnen sind, dann weiterhin zB der TM-Scene in die Schuhe geschoben belassen zu haben, oder Opfer weiterhin  in der Schublade "Psycho-Fälle"  oä belassen zu haben, war das Gegenteil von " Schwamm d'rüber, Verzicht auf Strafverfolgung, usw.

Man würde solcherlei Fälle um so mehr aufgeklärt haben und dann geeignete Maßnahmen wie Schadensersatz ergriffen haben müssen.

Dies betrift nun auch das Thema dieser WEB-Seite, nämlich den Umgang deutsche Gerichte inklusive des Bundesverfassungsgerichts mit der TM-Scene.

Es betrifft aber auch den Umgang der r.-kath Kirche und insbesondere der ev.-luth. Kirche sowie derer Organisation "Sektenwatch" ("Elternintitiative gegen...") mit der TM-Scene.

Nunja, die r.-kath. Kirche verzichete, nach dem Rauswurf des Hans Lö., meiner bescheidenen Kenntnise nach, sich in die TM-Scene weiter einzumischen. Hans Li., Hans Lö.'s Nachfolger, sah seine Aufgabe va eben in den christlichen Splittergruppen wie "integrierte Gemeinde", "Engelswerk" , Pfingstgruppierungen usw usf; auch ging's darum irgendwelchen Stadtpfarrern Auskünfte zu geben, inwieweit man es für verantwortbar halte, dieser oder jener Gruppierung (also zB TM-Scene) den Gemeindesaal für irgendwelche "Informationsveranstaltungen" zur Verfügung zu stellen oder doch nicht. Wenn da dann ein  Hans Li. eben entschied/entschieden hätte/entschieden haben sollte, daß "TM-Vorträge" nicht in Pfarrersäale gehören, weil's mit "r.-kath. Christentum" einfach nichts oder doch nur zu wenig zu tun habe, so ist das - auch für TM-LehrerInnen - sehr wohl tolerierbar und akzeptabel. Man wollte umgekehrt Hans Lö. und Pfarrer Haak auch nicht in den TM-Centern haben (nur hielten sich jene nicht daran).

Die ev.-luth. Kirche machte leider ebenso weiter wie auch Sektenwatch und gewisse Bundesländer.

Es würde ja wohl offenbar ein Gebot der Fairnes gewesen sein, wenn  "nrw" außer seiner "sekten-info"-Webseite betreffs TM wenigstens auf die Unfähigkeit der USA sowie des Deutschen Staates, die TM-Scene vor jenen Unterwanderungsaktionen und KGB-Aktivitäten bewahrt zu haben, hingewiesen hätte und selbstkritisch darauf eingegangen wäre, daß man leider - versehentlich oder auch absichtlich? - einige der Opfer für "verrückt" erklärt hat, ihnen ihre letzten Karriere-Restmöglichkeit auch noch nach 1989/1991 systematisch und vollst absichtlich zerstörte. Insbesondere wenn staatliche Lehrer  solche TM-Scene-"Verwickeltheiten" überhaupt erst verursachten, so war das zweifelsfrei staatliches Versagen auf ganzer Linie und es waren und sind nunmal Fälle der "Staatshaftung".

Obwohl ich die Richterin des TM-Prozesses in Münster - nachdem man meine Mutter als Zeugin geladen hatte und ich sicher wußte, daß sie von den damaligen Ursachen und Ereignissen einfach nichts wußte - zB auf meine Aussagebreitschaft hingewiesen hatte (man versprach, mir, ihr einen Zettel auf den Tisch zu legen, weil die Verhandlung bereits begonnen hatte), fanden es die nachfolgenden Bundesgerichte nicht für nötig, diese Art von Tatsachen sich dann eben selbst - der Wahrheit gerecht werden wollend - errecherchiert zu haben und die möglichen Unterscheidbarkeiten aufgegriffen  und die not-wendigen Unterscheidungen beachtet zu haben. 1984 gab es das TV-Interview zu welchem Eduard Griffin im US-TV den Ex-KGB-Agent Juri Bezmenow eingeladen gehabt hatte, bereits; auch wenig zuvor war es bereits in den US-Medien zu finden (wie ich erst heute weiß); insofern war es also damals bereits möglich über jene Vorkommnisse sachlich-distanziert - aus frei verfügbaren Quellen - zu reden, ohne noch Jemanden in Gefahr zu bringen. Komisch, daß das Urteil in Münster, das zugunsten der TM-Scene ausgefallen war, auch 1984 zustandekam. (siehe dann aber das Kapitel über die "internationale TM-Organisation"). Umso mehr traf das für 1989 zu, als der Bundesgerichtshof  und dann auch das Bundesverfassungsgericht urteilten; seltsamerweise fällt das mit dem Jahr des Falls der "Berliner Mauer" zusammen; allerdings war da die Berliner Mauer vonseiten der Ex-DDR noch nicht aufgegeben gewesen; die UDSSR bestand noch bis Ende 1991 fort.

Nunja, so wie die USA nach 1945 mal von der damaligen BRD forderten eine gewisse Bank abzuwickeln, weil deren Geschäfte zu eng mit dem NAZI-Regime verflochten gewesen waren/seine, als das man noch entwirren täte können, so könnten die USA, in welche Juri Bezmenow im Herbst 1970 nunnmal übergelaufen/geflohen war, auch zum Ergebnis gekommen sein, daß die TM-Scene und KGB-Aktivitäten nicht mehr separierbar wären und Mr. Mahesh das Ganze jedenfalls nicht mehr im Griff gehabt habe. Betreffs des Letzteren würde ich der CIA völlig zustimmen. Daß die TM-Scene schlimm links-extrem unterwandert war, Mr. Mahesh wiederholt total falsch reagiert hatte und selbst seine Erzählungen vom Beginn der TM-Scene solcher Art sind, daß daraus auf eine gewisse grundsätzliche allgemeine Unzuverlässigkeit des Mr. Mahesh geschlossen werden kann (auch wenn er in Einzelbereichen, wie TM-Lehre, durchaus Richtiges richtig genug dargestellt und gelehrt hatte) und es nicht mehr als realistisch anzusehen wäre, das zu entwirren, so habe ich da für eine etwaige CIA-Einstellung solcher Art durchaus Verständnis und teile sie im Grundsätzlichem durchaus. Allerdings ist die TM-Lehre durchaus, seit jenem von Max Flissure zusammengestellten TM-LehrerInnenausbildungskurs, klar genug umrissen, klar genug  wiederherstellbar sowie erhaltbar, daß man die Lehre der Transzendentalen Meditation sehr wohl aus dem ganzen Schlamassel herausgreifen und als solches würde erhalten und bewahren können. Man darf dann aber eben nicht das Kind mit dem Bade ausschüttend, sowie es jene Elterninitiative und CDU/CSU leider ab 1976 taten.

So mauerten jene Gerichte letztinstanzlich die Opfer jener "linksradikalen Unterwanderung der TM-Scene" und gewisser bekannt gewesener KGB-Aktivitäten ein, um dann, umso abartiger jene Opfer angrinsend, den "Fall der Berliner Mauer" verkündet zu haben oder auch verkündet haben zu können.

Faktum ist, daß Juri Bezmenow per Ermöglichung durch die CIA bereits 1971 sowohl in Kanada als auch Westdeutschland zu "Besuch" gewesen war. (siehe ad Quelle und einer wichtigen Warnung im Zusammenhang damit usw im Kapitel betreffs "internationale TM-Organisation" )

Nunja die Praxis der Kirche ist wohl eine Andere als die Theorien dersölbigen. Aber man sollte auch bei diesem Thema objektiv bleiben und eben nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.

Daher bin ich nachwievor Mitglied der r.-kath. Kirche.

Würde der ev.-luth. Landesbischof seinen Sektenbeauftragten Pfarrer Haak ebenfalls rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen haben, so würde Pfarrer Haak nicht todkrank von seiner ca Ende 1984/ Anfang 1985 unternommenen "1-jährigen Indienreise in der Eigenschaft als Sektenbeauftragter" zurückgekehrt sein um ca 1 Jahr danach zu versterben und seine Frau als Witwe zurück zu lassen.

 

(Das Thema jener "Sektenbeauftragten", derer Aktionen, Absichten uä ist ein umfassenderes Thema und man findet Infos mit sehr unterschiedlichen Auffassungen dazu:

Etwa >>Der "Sektenbeauftragte" - der neue Inquisitor. Die Bekämpfung friedfertiger religiöser Minderheiten in Deutschland durch die beiden Großkirchen in unserer Zeit<<; der Theologe Nr. 12, aktualisiert am 22.8.2022; https://theologe.de/theologe12.htm#Haack ; Link vom 28.12.2022. (Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 12: Der Sektenbeauftragte - der neue Inquisitor, Würzburg 1996).

Ganz anders sahen das Frau Barbara Stamm, die ehemalige Präsidentin des Bay. Landtags und viele andere einflussreiche Personen in Deuschland. Siehe zB.: Schuster, Udo, "Gemeinsam gegen Abhängigkeit und Extremismus, 40 Jahre Elterninitiative, Rückblick und Ausblick 1975-2015, Dokumentations-Edition 33 der Arbeitsgemeinschaft für Religions-und Weltanschauungsfragen (A.R.W.), ISBN 978-3-941421-47-9. Die Broschüre findet sich neuerdings (jedenfalls war das Anfang 2024 der Fall) auch unter www.sektenwatch.de .

Auch in den bereits erwähnten Texten - mit Erwähnung und teils auch Zitaten von Hans Löffelmann - lassen sich durchaus auch positive Beurteilungen finden.

Im TM-Center München waren alle TM-LehrerInnen angewiesen Hans Lö. und Pfarrer Haak nicht (mehr) ins Center hereinzulassen und mit ihnen nicht zu reden. Das hinderte Haak nicht daran sich in TM-Center mal unerwünschterweise und ungebetenerweise doch hereingeschlichen zu haben. Nunja, man hätte ihn damals wohl mehrfach wegen Hausfriedensbruch anzeigen können; aber das wären Angelegenheiten für Juristen gewesen.

Pfarrer Haak hatte auch Mr. Mahesh's Aktion "Einweihung des Zeitalters der Erleuchtung" im Sommer 1975 benutzt, um Mr. Mahesh einige Fragen zu stellen; Pfarrer Haak war auch damals dazu nicht eingeladen gewesen. Pfarrer Haak's Darstellung seiner damaligen Fragen an Mr. Mahesh sowie dessen Antwort/Antworten sind - gemäß Haak's Gedächtnis - nachlesbar in dem Heftchen "Transzendentale Meditation" von Friedrich Wilhelm Haak, Münchner Reihe, 6 . überarbeitete und erweitere Auflage, 1992, evangelischer Presseverband für Bayern, Abteilung Schriftenmission, ISBN 3-583-50622-7, herausgegeben von Thomas Gandow auf Seite 77.

Nunja, wenn Mr. Mahesh freimütig Auskunft gab, so war das dessen Angelegenheit. Allerdings hatte Mr. Mahesh diese Zusatzveranstaltung ebensowenig gewünscht als wie die Unterbringung im Luxushotel "Vierjahreszeiten" in der Maximilanstraße in München. Aber die Mehrheit der TM-Lehrer in München konnte ich schon damals nicht davon abbringen es so zu organisieren, wie sie es dann eben auch taten.

 


Meine Haltung zur TM-Scene war von Anfang an kritisch und meine Befassung mit Mr. Mahesh's Lehren ausschießlich von jenes Lehrers Aktivitäten erzwungen gewesen (das war/ist nunmal so); dennoch erhielt ich mir eine unparteiliche objektive Haltung gegenüber der Shankaracharya-Tradition (Es gab damals längst viele Bücher mit Shankara's Kommentaren zu einigen Upanishaden zur Bhagavad Gita, zum Vedanta, auch auch einige seiner Stotras in Englischer Sprache, wenn nicht gar in Deutscher Sprache, auch wenn das damals für Otto-Normalverbraucher kaum zu finden gewesen war) und - soweit überhaupt möglich - auch gegenüber den Reden und auch Taten des Mr. Mahesh; aber dennoch behielt ich mir die Freiheit den Mr. Mahesh und seine "Lehrtätigkeit" auch zu kritisieren, was die zunehmend irrere TM-Organisiertheit zunehmend zu unterbinden versuchte. Auch meine christliche Einstellung, die mir wichtig war, bemühe ich mir zu erhalten. Meine Enttäuschung von den Kirchen und dem bay. Staatsministerium für Untrricht und Kultus sowie der Bay. Justiz ist allerdings nicht behebbar und daraus mache ich keinerlei Hehl; brutaler, absurder und barbarischer war's kaum noch möglich. Jemand erst per Schule zu objektiv-wissenschaftlichem Denken zu bewegen sich bemüht zu haben und anschließend, mich um genau dessenwillen verfolgt zu haben, nur weil den seltsamen Typen in jenen abstrusen Organisationen das Ergebnis nicht in deren Kram paßte, ist ja wohl an Absurdheit kaum noch zu überbieten.

Erst von "Schulsprengel" reden und stets auf die Einhaltung dessölbigen zu pochen und dann einfach 3 Oberstufen-Mädchen im Widerspruch zum Schulsprengel jener Schule zugeteilt zu haben (...obwohl es eine Schule dessölbigen Typus, das Max Planck Gymnasium, kurz MPG, gab, wo die "Klassenmischung" längst auch die Oberstufe erreicht gehabt hatte, Erfahrung im Umgang damit gegeben war, usw...) und 2 der 4 Mädchen jeden Tag ziemlich buchstäblich und völlig absurderweise am MPG vorbeifahren mußten, ist ja wohl an Unverfrorenheit kaum noch zu überbieten. Daß das vierte Mädchen, das vom Schulsprengel her zur zugeteilten Schule gepaßt hatte, es dann wohl vorgezogen gehabt haben würde, einen etwas weiteren Schulweg auf sich zu nehmen, kommt noch erschwerend hinzu. Die "Klassenmischung" an jener Schule hatte, ca 3 Jahre zuvor, damit begonnen, daß ein Rechtsanwalt seine Tochter unbedingt an dieser Schule hatte einschulen wollen und es ihm völlig egal war, was mit den Karrieren von Schülern passieren könnte und würde, denen man per Schild über dem Eingang verkündet hatte "...Knabenschule". Aber der "Recht's Radikalismus" jenes Anwalts war damals stärker und so hatte die Schule jene Mädchen, damals als erstes und einziges Mädchen aufnehmen müssen. Nur wieso warf man dann auch noch das Prinzip des "Schulsprengels" über den Haufen? Nunja, da war dann leider kein Anwalt zur Stelle, der sich berufen gefühlt gehabt hätte kostenlos, betreffs des vermuteten und vermutbaren Pfusches im bayerischen Schulwesen, aus eigener Initiative korrigierend und klagend aktiv zu werden.

 

Es liegt auf derselben Linie, wie Julius Kardinal Döpfner, der wohl mehrheitlich sehr gute arbeite leistete, aber eben es auch Einzelfälle gab, wo was für ganz Andere dann katastrophale Folgen hatte. 

Jener staatliche Lehrer, der seine "Abgeklärtheit" in sexuellen Fragen nunmal unter Umständen ziemlich anschaulich aus dem schulischen Schwimmbad hatte, wo er eine 7.Klasse mal unterrichtete und einige Jungs - beim mehr oder weniger erzwungenen sich vor einander nackt ausziehen müssen in  Massenumkleide - gewisse Probleme dann eventuell gezeigt hatten, der Herr Lehrer es sich zu betrachten Gelegenheit erhalten hatte, um dann Jahre später in der gymn. Oberstufe derselben Klasse von einst, sich darauf dann beziehen könnend, den 4 Mädchen "seiner" Klasse gegenüber, "sprachliche Definierbarkeit" aller, im Leben auf sie mal eventuell zukommen könnender, Fakten in Form von Pseudo-Souveränheit vormachte.

Jener Lehrer, der der Sportlehrer jener damaligen siebenten Klasse war, hätte einfach nicht auch noch Klassleiter, Geografie-, Sport und Deutschlehrer der von, damals noch übrig gebliebenen, Schüler während derer Oberstufe werden dürfen. Damals in der Siebenten waren die Kinder mehrheitlich  zu Beginn des Schuljahrs noch nicht religionsmündig gewesen. Jenen "Sexualität bezogenen Unterricht" durfte man dann nicht einfach nachholen und dabei so tun, als wären die damaligen Schüler immer noch religionsmündig und eine Religionsunmündigkeit vorraussetzen, die es längst nicht mehr gab.

Als der Klassleiter feststellte, daß ich auch in der 13.Klasse im Religionsunterricht, als einer von sechs Schülern der Klasse, geblieben war, fühlte er sich sofort berufen, in meine religiösen Vorstellungen hineinzupfuschen. Soweitg ich da informiert war, war er ev.-luth. Was ging Ihn meine nicht r.-kath- grundsätzlich ablehnende Haltung und meine Mitgliedschaft in jener Religionsgemeinschaft an? Nichts!. Aber als Geografielehrer versuchte er per ein bischen Geschwafel über Indien sich als der große Religionsexperte schlechthin aufzuspielen.

Als in der 13.Klasse die Themen-Wahl für's Pflicht-Referats im Fach Deutsch prinzipiell frei gestellt worden war, lehnte er alle gymnasiumstyp-konformen, naturwissenschaftlich-mathematischen Vorschläge ab (ca 16 an der Zahl!); als ich dann, eingedenk von Lehr- und Lernmittelfreiheit dann Jean Paul Sarte's "Der Ekel"  aus der Münchner Stadt-Bibliothek heraus gesucht hatte und dort finden hatte können - inkl. ausreichend Sekundärliteratur - und Ihm - aus formalen Gründen - ein zweites (meiner damaligen und auch heutigen Ansicht nach nicht sinnvollerweise infragekommen gekonnt habendes) Thema anbot, nämlich >>"Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" von Maharishi Mahesh Yogi<<, da sagte er über Jean Paul Sartre, dem man wenige Jahre zuvor den Literatur-Nobelpreis zuerkannt hatte (auch wenn er ihn nicht annahm; siehe zB einen Deutschlandfunk-Beitrag dazu), lediglich "Sartre dös is nix". Alsdann entschied er betreffs "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens": "Dazu würde ich Dir raten".

Nach meinem nunmehr 18'ten Themenvorschlag, wovon 17 allesamt sinnvoll, dem Typ des Gymnasiums entsprechend und unterrichtsthemen-bezogen gewesen waren, wählte der Herr Gymnasialprofessor, klassleiter, Geografie-, Jungens-Sport und Deutschlehrer, der auch noch der viele Jahre über und auch jene gymansiale Oberstufe hinweg Vertrauenslehrer der Schule gewesen war, das einzige nicht passende, absurde Thema aus: Es gab in öffentlich-rechtlichen Bibliotheken inkl. der, nunmal wirklich nicht gerade kleinen und unbedeutenden, (von mir extra per Fahrrad aufgesuchten) Bayerischen Staatsbibliothek die Primärliteratur nicht. Auch gab es die Primärlitertaur nicht in der Statdbibliothek München und auch nicht in der extra aufgesuchten Zentralbibliothek der Stadtbibliothek München. Die Primärlitertur konnte auch in keiner öffentlichen Buchhandlung käuflich erworben werden.

Also zu einem derart unpäßlichen "Themenvorschlag eines minderjährigen Schülers" kann man nun wirklich als Gymnasialprofessor nicht sagen "Dazu würde ich Dir raten"

Echte Sekundärliteratur gab es erst recht nicht. Es gab ein einziges Buch, indem 3 Grafen je einen Beitrag gechrieben hatten; unter anderem Graf Dürckheim über Buddhismus, ein anderer Graf über Zen-Buddhismus und als dritter Nikolaus Graf  Blücher über "Transzendentale Meditation"; insofern gab es da eine Sekundärliteratur und ich will da Nikloaus Graf Blücher auch gar nicht zu nahe treten, aber daß er als TM-Lehrer da nicht wirklich "Sekundärliteratur" verfaßt hatte, ist wohl offensichtlich. Auch kandidierte Graf Blücher dann fürjene seltsame "1%-Partei", welche Mr. Mahesh nach 1976 irgendwann ins Leben gerufen haben wollte; ich las zumindest den Namen "Graf Blücher" damals auf dem Wahlzettel bei jener 1%-Partei.

Nunja, inwieweit man hier von "religiöser Verfolgung" durch jenen Klassleiter sprechen knn, weiß ich nicht.

Daß es sehr desastreuse Folgen hatte, ist  unbestreitbar und evident.

Nur, daß man den Mr. Mahesh als "Religiöse Figur" letztlich bezeichnete, indem man "TM" als "religiös" darzustellen sich bemühte, istg nunmal nachlesbar und insofern unbesteitbar.

Aber daß man ebenjenem Mr. Mahesh vonseitendes Bayerischen Staates aber dann auch vonseiten der Bundesgerichte (meine Mutter aus Bayern war als Zeugin zum Prozeß nach Münster in NRW geladen!) die Misere, welche nunmal ursächlich auschließlich jenem Lehrer anzulasten gewesen wäre (auch wenn dann ein TM-Lehrer trittbrett fuhr und des staatlichen Lehrers Unfug ausnutzte... um 78.-DM zu 'verdienen') meinen Fall in die Schuhe zu schieben teils ansatzweise versuchte, teils  dann nunmal auch tat, hat mit "christlich" nun ganz und gar nichts mehr zu tun.

Da wurde dann jener Mr. Mahesh "religiös" verfolgt.

Man sieht, daß insofern gewisse "Christliche Themen" nunmal nachwievor aktuell sind.

Ok, das war ein ausführlicher, aber sachlicher Prolog, wobei das ausführlicher nachzulesen ist in www.schulerlebnis--91-19i.bayern.

 

 

a) allgemeinere Vorbemerkungen:

Als erstes sei festgehalten, daß man im Christentum davon ausgeht, daß Gott fähig ist als Mensch in dieser Welt zu leben; auch wenn das Christentum darauf beharrt, daß das genau 1-mal passiert sei bzw - abstrakt gesehen - passieren würde.


Fest steht also, daß das "Gottesbild" des Christentums die Möglichkeit mit einschließt, daß so ein Wesen, das als "Gott" bezeichnet wird/dieser Gott auch Mensch werden könne.


Diese Vorstellung hat man auch im Bereich der Religion der Hindus.

Allerdings könne Gott so oft Mensch werden als wie er (egal welchen Geschlechs oder auch geschlechtslos; man könnte ja auch sowas wie er/sie/dös schreiben und "dös" bezöge sich auf "das 3.Geschlecht") wolle.

Bekannte Beispiele für zB Inkarnationen Vishnus sind zB Rama, Krishna; auch Buddha wird von einigen als eine Inkarnation Gottes aufgefaßt.

Auch als Frau habe sich Vishnu mal inkarniert, nämlich als Mohini. Kernpunkt dabei ist es, daß wennimmer die Menschen das Wissen/Know-How und Know-Why verloren haben, in Harmonie mit der Natur und den anderen Geschöpfen- inklusive den anderen Menschen - zu leben, sich Gott inkarniere, um das verlorenen gegangene, grundlegende, fundamentale Wissen den Menschen zurück zu bringen und die natürliche, gottgewollte, vernünftige und gesollte Ordnung auf Erden wieder herzustellen.


Auffallend ist im Vergleich, daß
Rama und Krishna Könige gewesen waren und Buddha immerhin Fürstensohn, der in Wohlstand aufwuchs, mit einem "Daddy", der, als Fürst, seine schützende Hand über seinen Sohn  zu halten die Möglichkeit und Macht hatte.

(Würde jemand heutzutage in zB Deutschland so leben wie es Buddha auf seiner "Suche" machte, würde er sehr wahrscheinlich in der "Zwangsbehandlung", dh Folter durch die deutsche Psychiatrie landen und er würde eher kaum je bei "Erleuchtung" ankommen, denn sobald Er auch nur geringste Anzeichen  davon zeigen sollte, täte man ihn gleich mit der mehrfachen Dosis Gift "ruhig stellen".

Würde er klammheimlich es irgendwie geschafft haben "seinen" Weg bis zur Erleuchtung zu gehen, sich als "Erleuchtung erlangt habend bezeichnen,"  jenes "Mönchsleben" mit der Bettelschale propagiert haben, so würde Er nicht nur aus Kirchenkreisen heraus verleumdet und angefeindet werden, sondern irgendeine deutsche Bundesregierung und die deutschen Gerichte bis hinauf zum deutschen Bundesverfassungsgericht würden das Derige noch "d'raufsetzen"; ua würde man ihn vermutbarerweise als Gefahr für die Jugend, den Wohlstand udgl bezeichnen und Ihm "wahnsinnig geworden durch zu viele Askese und zu viel von dem 'Schmarrn' namens  fernöstliche Meditation" attestieren und ihn aus der Gesellschaft voll-und-ganz ausgrenzen, um zu verhindern, daß er andere "infizieren" könne.

Es sei somit Buddha sehr wohl vollauf gegönnt, daß da jemand war, der Ihn beschützen wollte und es va auch konnte.

Außerdem wäre er heutzutage wohl - in der wesentlichen Angelegenheit allerdings zwar gleich - etwas anders aufgetreten sein.)

Jesus hingegen war einfacher Mensch - von Beruf war er nunmal Hilfszimmermann seines Vaters und ansonsten noch selbsternannter/"selfmade" Hilfsfischer bei Petrus. Desweiteren trat er noch als "Gärtner" (eher also "Hilfsgärtner") auf bzw in Erscheinung, nämlich nach seiner "Auferstehung" und dem anschließenden Weg oder auch der anschließenden Flucht nach Kleinasien oder auch via Kleinasien hinaus aus dem Einflußberich des damaligen Terror-Regimes namens "Römisches Reich". Sein "Apostel" Thomas schaffte es, der Überlieferung und wohl auch historischer Fakten nach, bekanntlich auch bis nach Indien.

Jesus habe man man von Anfang an nach dem Leben getrachtet, weswegen seine Eltern erstmal in ein anderes Land fliehen hatten müssen und auch so habe er als einfacher Mensch mitten unter "den" einfachen Menschen gelebt und später auch gelehrt.

Er wurde verfolgt, schuldlos sei er zum Tode veruteilt worden, irgendwie aber habe er dann doch den Tod überwunden - und sei es per Auferstehung -, alsbald habe Er dann aus eigener Kraft seinem Leben per "Himmelfahrt" ein Ende bereitet und wäre als "heiliger Geist" seither für seine Anhängerschaft "verfügbar" und weiter segensreich tätig.

Andererseits findet man bei Krishna, daß seine Eltern von dem damaligen tyrannischen König um einer Weissagung willen verfolgt wurden, das Krishna-Kind  aber der Verfolgung jenes Tyrannen entkam, jenen Tyrannen dann als Sechzehnjähriger - ganz im Sinne der Weisagung - tötete.

Insofern sind da  Parallelen, die vom christlichen Lager auf "Entlehnungen" zurückgeführt wurden und in die Zeit nach Christi Geburt verlagert wurden (siehe zB Dr. Franz Lorinser's - keinesfalls uninteressante - Übersetzung der und seine Anmerkungen zur "Bhagavad Gita".).

Gemäß Leopold von Schroeder's 50 Vorlesungen stand aber der Krishna-Kult bereits um 300 v. Chr. in voller Blüte , nachdem der Name Krishna in den frühen buddhistischen Schriften nicht vorgekommen sei und die "Inkarnationslehre" seiner Ansicht nach von Brahmanen als Antwort auf die Buddha-Verehrung überhaupt erst entwickelt worden sei. In den Schriften der Hindus aus der Zeit von vor Buddha habe es nachweislich noch keine Inkarnationslehre gegeben. (Siehe die zweiundzwanzigste und va. die dreiundzwangste Vorlesung bei Leopold von Schroeder's "50 Vorlesungen").

Siehe: Schroeder, Leopold von, Docent an der Universität Dorpat, "Indiens Literatur und Cultur - in historischer Entwicklung; ein Cyclus von Fünfzig Vorlesungen -"Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887,  Seite 318-340 und insbesondere Seite 329/330

Nachdem Münzfunde (2-sprachig, griechisch-indisch) zeigen, daß offenbar ein sprachbasierter Austausch zwischen Indien und Griechenland bereits vor Christus stattgefunden hatte (spätestens um 195 v. Chr., beginnend mit Demetrius, dem Sohn des Euthydemos, stellt sich auch die Frage inwieweit jenes rituelle Untertauchen im Ganges vor oder auch erst nach Christus in Indien praktiziert worden war. Wäre es bereits vor jener griechischen Eroberungsfeldzüge in Indien praktiziert worden, so könnte auch diese "Geste" bzw "spirituell gedeutete" Handlung von Indien nach Griechenland und dort nahegelegenen anderen Staaten und Kulturen gelangt gewesen sein. Der christliche Brauch des "Taufens", seit jenem seltsamen Asketen "Johannes dem Täufer" praktiziert, könnte insofern auf indische Überlieferungen und Bräuche zurückgehen.

Auf ein etwaiges Verstehen bzw Verstehen damit verbundender Missverständnisse, gehe ich bei https://www.klassische-indische-texte-91-19i.de/narmada_ashatakam.html ein.

Siehe: Schroeder, Leopold von, Docent an der Universität Dorpat, "Indiens Literatur und Cultur - in historischer Entwicklung; ein Cyclus von Fünfzig Vorlesungen -"Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887,  Seite 207

 

 

Als Gemeinsam ist u.a. auszumachen:

* Die Geburt Jeus sei bereits ganz etwas besonders gewesen, da er durch eine "Jungfrau" geboren worden sei.


* Allerdings heißt es auch bzgl Krishna, daß er nicht durch die "Natur" zur Welt kommen, sondern durch "Lila Shakti" , dh die "Spielmacht Brahmans".

Insofern sind sich diese beiden Religionstypen darin einig, daß es Gott absolut nicht nötig habe, irgendwelche ehelichen Gefühle, ehelichen Beziehungen odgl zu stören, nur weil Er (egal welchen Geschlechts oder auch geschechslos)  so gerade eben mal - aus eigenem Entschluß heraus - Mensch werden möchte.

 


 

b) Nun also speziell zu Jesus Christus:


Ich möchte da grundsätzlich 3 Varianten unterscheiden:


(i) Gott, dessen Nicht-Existenz, meiner Überlegungen nach, begründbarerweise nicht begründbar sein kann (... weil diese Welt auch eine Art "Traum" sein könnte und dann selbst aus der Existenz von Leiden in dieser Welt  - dann ja traumartig-scheinhaft-illusionär, nur alptraumartig.. nicht auf eine Nicht-ExistenzGottes geschlossen werden kann.. - Genaueres, näheres siehe an späterer Stelle in dieser Abhandlung bzw "Traum und Wirklichkeit" in www.schulerlebnis--91-19i.bayern bzw genauer: https://www.schulerlebnis--91-19i.bayern/traum_und_wirklichkeit.html...) könnte existieren (ob als genau 1 Gott oder viele Götter/Göttinen/Göttzwi beibe dahingestellt).

Gott wurde damals, als Jesus, Mensch.

Nunja, wenn so ein "Gott" existiert, so würde Er/Sie (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos) wohl diese Fähigkeit haben; zumindest kann man es Ihm/ihr (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos)ebensowenig absprechen wie die Möglichkeit dessen/derer Existenz.

Nun, er hätte es nicht nötig eheliche Gefühle, etc zu stören und insofern wäre eben seine "Geburt" als "jungfräulich" zu bezeichnen; alles andere wäre im Widerspruch zu Begriff (eines nicht-tyrannisierenden) "Gott" selber.

Er (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos) wäre Mensch geworden, weil Er als Gott (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos) das kann, wann er will, weil er will, wo er will, wozu er will und als was er will  und dazu keinerlei Genehmigung durch Menschen etc bedarf.


Umgekehrt, würde er gegangen sein wann er wollte, weil er wollte, wo er wollte, wie er wollte, wozu er wollte und das ohne jedwede Genehmigungsnotwendigkeit durch Menschen - ob "Herrscher" oder "einfacher" Mensch - . Insofern könnte er eben auch per "Kreuz" gegangen sein.

Er wäre da 3 Stunden von 12Uhr Mittags bis 15.00 (s. Johannesevangelium) gewesen, habe evtl ja Sitzbrett gehabt, wäre festgebunden gewesen, das Wetter wäre vorteilhaft kühl gewesen, da sich um die Mittagsstunde der Himmel verdunkelte sich (wie es in der Überlieferung heißt) und kurzum, wenn doch alljährlich irgendwo in der Welt Menschen jene "Kreuzigung  Jesu" nachzuerleben versuchen, indem sie sich an ein Kreuz binden lassen, dort jene Stunden über ausharren und das  auch überleben, es evtl als spezielle "sportliche Unternehmung" auch betrachten, so könnte Gott das ebenso gemacht haben und es hätte Ihm jene paar Stunden evtl. ja sogar noch Spaß gemacht.

Dann aber habe Er beschlossen - entgegen der praktischen, nachvollziehbaren, unleugenbaren Erfahrungen von mittlerweile Dutzenden von Menschen, die sich am Karfreitag "probeweise" haben "kreuzigen" lassen -, die Erde zu verlassen, weil er das mache, wann er will, wo er will, wie er will, weil er will und warum er will.

Dann sei Er (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos) nochmal  auferstanden - warum auch nicht, nachdem er eigentlich gar nicht sterben habe müssen bzw ganz unerwartet - wirklich oder auch anscheinend - nicht überlebt habe - , habe noch einiges getan, um den Römern ein maximales Schnippchen zu schlagen und wäre dann in seinen Himmel endgültig zurückgekehrt.

Als Gott auf Erden habe er (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos) den Menschen gewissse Lehren  hinterlassen und insofern einen "Kontakt zu ihm auf geistiger Ebene" für alle Zeiten ermöglicht.

Wer sich mit der Überlieferung seiner Lehren befaßt, befaßt sich mit Ihm, dh kommt Ihm geistig nahe und sein "heiliger Geist" ist mit jenen und hilft beim Verstehen-wollen etc.

Also jene grundlegenden 3 "Dogmen", die sich in den drei großen zweitägigen christlichen Feiertagen wiederfinden (Weihnachten, Ostern, Pfingsten), sind damit erfüllt/erfüllbar.

Nunja, das könnte so gewesen sein und ist nicht wirklich wesensverschieden von dem was da in Indien bzgl Inkarnationen "Gottes" gegelaubt wird.


(ii) Andererseits möchte ich auch keinesfalls die Möglichkeit außer Acht lassen, daß die römischen Geschichtsschreiber jenes Alte Testament, das von deren Vertretern und Überlieferern als sowas wie "historische Quelle" üblicherweise bezeichnet wird, sehr aufmerksam gelesen hatten.

Vielleicht lasen sie es ja auch im Auftrag ihres "römischen Herrschers".

Dabei wäre ihnen wohl kaum jener "Glaube" an einen kommenden "Messias" entgangen und ebensowenig die Geschichte von David gegen Goliath und dessen Symbolik sowie der lebendige Glaube im Volk Israel, daß Gott sie immer wieder aus Knechtschaft, Fremdherrschaft befreien werde.

Das wird/könnte dem römischen Herrscher ziemlich zu denken gegeben haben, da Er ja gerade "Fremdherrscher" in Bezug auf das israelitische Volk damals gewesen war.

(....Was könnte/würde wohl heute "ein Innenministerium" mit all den angegliederten geheimdienstlichen Möglichkeiten unternehmen, wenn es in etwas, was man für die Sekte eines "unterworfenen Volkes" hält, einen vergleichbaren Glauben fände. Also wenn zB - rein hypothetisch und ohne jegliche Anspielung, Andeutung odgl - die, sagen wir mal , TM'ler schon immer geglaubt und das auch verbreitet hätten, daß ein König aus ihrer Mitte kommen werde, der sie mit großer Macht und Herrlichkeit aus der Knechtschaft durch all die Verleumdungen durch die Bundesregierung Deutschlands und deutsche Gerichte, usw befreien werde. Was könnte/würde das Innenministerium vorsichtshalber "unternehmen"?

Nunja, man könnte/würde jene "Scene" sicherlich beobachten und auch weitere Maßnahmen ergreifen. (Vgl 2022, Die "Informationen" betreffs Ukraine-"Krieg", der Verursachung durch die USA in der Zeit der Präsidentschaft von Obama und anscheinend an Ihm vorbei. Siehe u.a.

https://www.youtube.com/watch?v=Duu6IwW3sbw - sehr sachlich, keine Hetze; um De-Eskalation bemühte Einräumung  des damaligen US-Präsidenten, daß die USA für die Maidan-Revolte verantwortlich waren/sind, ohne eigene Standpunkte betreffs was "bessere Politik" wäre, nicht auch zu erwähnen; dh er beanspruchte das gute Recht, seine eigenen Standpunkte alà Gesprächs-Standpunkte zu haben -; siehe auch dasselbe auf:
https://ru.usembassy.gov/president-obamas-interview-fareed-zakaria-cnn/ (Link vom 28.12.2022),  https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/wladimir-putin-ostukraine-interview?sort=desc&page=40&utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.startpage.com%2F; aber auch evtl. https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/170321-Ukraine-Dokumentation-Leonhardt.pdf

Danach Waffenlieferungen an das Lager der Maidanrevoluzzer - jener Piraten, die das Ukrainische Staatsschiff gekapert hatten -, um sie davor zu schützen per begrenzter militärischer Maßnahme wieder "abgesetzt" zu werden, nachdem sie per Maidanrevolte von den USA an die Macht "geputscht" worden waren,usw. Dann kam es zunehmend zu Krieg mit all den Schrecken und Greueln; damit verbunden die Zuweisung "alleiniger Schuld" an Rußland und den Präsidenten Putin verbunden mit dem Unter-den-Tisch-Kehren dessen was Präsident Obama längst hochoffiziell eingeräumt gehabt hatte.

Diese kurze Befassung soll lediglich die "übliche Kriegspropaganda" andeuten, wenn es darum geht einerseits eigene Taten herunter zu spielen bzw zu leugnen und Anderen eine Schuld zu zuweisen, welche sie nie hatten, um gegen sie zunehmend radikal  und schließlich möderisch vorgehen zu können. 

Man kann das wohl besser anhand einer Doku zu jenem Krieg zwecks Ermordung von Oberst Gaddafie/Lybien ersehen: Siehe etwa folgende ZDF-Doku dazu: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/killing-gaddafi-jagd-auf-den-diktator-102.html; Link vom 28.12.2022)

Andererseits könnte auch ein römischer Herrscher auf die Idee gekommen sein, daß es doch so sei, daß jener Messias nur genau 1-mal käme.

Der römische Herrscher könnte sich dann doch - das war ja doch kein "freiheitliches" Regime! -auch gedacht haben können: "Achja, 'den' Messias spielen wir jenem Volk da einfach mal vor und wir machen das so, daß das uns und nicht jenem Volk dient. (Vgl das was man dem chinesischen Staat in Sachen der Reinkarnation des Daila Lamas an Absichten nachsagt. Der Daila Lama kam jenem insofern zuvor, als er verkündete, daß dies seine letzte Inkarnation gewesen sein werde.).

Kurzum, Jesus könnte sowas wie ein  "Spitzel" des römischen Kaisers gewesen sein, dessen Aufgabe darin bestanden habe, das israelitische Volk in 2 feindliche Lager zu spalten, aufdaß sie sich gegenseitig sollen schwächen und sich so die Chancen für einen erfolgreichen Aufstand gegen "Rom" dann doch gewiß ausreichend reduzierten.

Schließlich könne es dann keinen Aufstand jenes Volkes mehr geben, da es in 2 feindliche Lager gespalten sei  und man dann "nur" noch jene 2 feindlichen Lager stets gegeneinander auszuspielen habe.

Der römische Kaiser, der nunja nicht gerade "Freiheit der Berufswahl" etc erfunden hatte, würde dann eben zB einen unehelichen Sohn seiner selbst dazu verdonnert haben, jene "Rolle" zu spielen, um dann dafür mit 33 - mit allen weltlichen Freuden - irgendwo in Kleinasien in "vorzeitige Rente" gehen zu dürfen und das so früh, daß Er gewiß noch genügend "Spaß" an den weltlichen Freuden haben werde können.

Die schlimmste, jenem "gespielten Messias" zugemutete, Aufgabe wäre es gewesen, 3 Stunden mit Sitzbrett an einem schattigen Tag von 12.00 Mittags bis um 15.00 an einem Kreuz zu verbringen.

Sinn und Zweck dabei wäre es gewesen, sich seinen Abgang in die "Rentenzeit" zu verdienen.

Zuvor hätte er die Lehren zu verbreiten gehabt, die Ihm in einem "Ausbildungslager" während einer "Auszeit" in der "Wüste" (Jesus wäre da ja mal eine Weile alleine in die Wüste gegangen) von römischen "Denkern" beigebracht worden seien.

Seine Geburtwerdung wäre so gewesen, daß er als "Jude" gelten sollte, dh sein Mutter habe Jüdin gewesen zu sein.

Wieso also nicht ein Frau, auf welche die Steinigung wegen "vorhelicher Schwangerschaft" wartete, zu nötigen, ihr Kind zu einer kinderlosen Verwandeten zu bringen (deren Ehemann, verschlug es daraufhin gleich ganz die Stimme, auf daß er sich ja nicht verplappern könne?) und ein Kind, das nunmal nicht ihr Kind war und das sie - insofern wahrheitsgemäß - als "empfangen in Jungfräulichkeit von Gott" auszugeben hätte und doch schließlich auch wahrheitsgemäß könne.

Das römische Imperium wäre Schutzmacht hinter ihr gewesen und könnte wahrheitsgemäß bezeugen, daß jenes Kind ganz gewiß nur "jungfräulich" empfangen worden sein könne.

Insofern wäre "Dogma 1" erfüllt.

Er habe dann von 30 bis 33 gelehrt, was er zu lehren gehabt habe, dh er hätte auftragsgemäß Zwietracht "gesät" ins Volk Israel.
Er würde dann, nach genügend verbaler Hetze gegen das eine der zwei Lager, zur Tarnung der ganzen Aktion, zum Schein  zum Tode verurteilt worden sein, hätte 3 Stunden von 12 Uhr Mittags bis ca 15.00 (s. Johannes-Evangelium; interessanterweise schreibt Johannes, der dabei gewesen sei, von 3 Stunden am Kreuz, wohingegn der zweite Evangelist, der aber selbst nicht anwesend gewesen war, im Vergleich zum wahren Zeugen maßlos übertreibend, von sechs Stunden schrieb.) am Kreuz zu verbingen gehabt (vermutlich hätte er ja Sitzbrett gehabt (vgl "Reisen dritter Klasse in Zügen in Spanien" von zB Barcelona nach Valenzia und das im Verlauf von ziemlich genau 3 Stunden.) wäre zusätzlich festgebunden gewesen, das Wetter wäre vorteilhaft kühl gewesen, da sich um die Mittagsstunde der Himmel verdunkelte (wie es in der Überlieferung heißt) und kurzum, das war - unter feundlicherweise Zuhilfekommen des Wetters - alles so gemacht gewesen, daß das der 33-jährige Spitzel des römischen Kaisers das problemlos bewältigen können hätte müssen. (Wenn doch alljährlich irgendwo in der Welt Menschen, jene "Kreuzigung  Jesu" nachzuerleben versuchen, indem sie sich an ein Kreuz binden lassen, dort jene Stunden über ausharren und das  auch überleben, es evtl als spezielles "Sportliche Unternehmung" auch betrachten) .
Man habe jenen hochrangigen Spitzel des römischen Kaisers dann für 1 Nacht in ein vorbereitetes Grab gelegt und auch noch 2 Wachen davor aufgestellt, da Er ja in jenem Grab in einer Art "Falle" - für etwaiger Anfeinder - gewesen und keinen "Hinterausgang", dh keinerlei Flucht- und Selbstverteidigungschance  gehabt habe.

Dann wäre er zunächst mal als "Gärtner" verkleidet worden, aber leider von Petrus, Maria und Maria Magdalena erkannt worden.

Schließlich habe er sich nach Kleinasien begeben, wo er aber in Emaus nochmals - an einer "dummen", noch nicht abgstellten Gewohnheit erkannt worden sei.

Aber danach wäre Er auch nicht mehr unbeabsichtigterweise erkannt worden und seine Spur habe sich verloreren bzw ging verloren.

So könnte es auch gewesen sein und die Kernaussagen der Evangelien widersprechen dieser Möglichkeit gar nicht.

Dogma 2 über den "Tod" am Kreuz wäre insofern erfüllt worden, also jener "Spitzel" dort gestorben wäre, dh Jesus jenes "Spitzelsein" abgelegt hätte und zu dem geworden wäre, was er danach dann halt gewesen wäre.

Aber weil man ihn noch 2-mal erkannte, wäre er insofern - als Spitzel - doch wieder auferstanden, bis er endgültig in seinen "Himmel" (...der Freuden von Luxus-Frührente.......) irgendwo in Kleinasien "aufgefahren" wäre.

Die Sendung des "heiligen Geistes" wäre dann das "römische Vermächtnis" gewesen, das sich im "römischen Recht" etc immer noch erhalten hat, in der Spaltung des Volkes Israel, die auch weiterbesteht, zeigt und wirkt, usw.

Das wäre die Variante, daß Jesus zwar nicht so ganz normaler Mensch gewesen sei, aber eben auch nicht Gott, sondern "Fake-Messias" und in Wirklichkeit ein ziemlich übler Geheim-Agent des römischen Imperiums.

Aber diese üble Agent wäre nach der Kreuz-Aktion dann eben "verbrannt" (Ausdrucksweise betreffs enttarnter AgentInnen) gewesen, nicht mehr tätig gewesen und so gesehen für die restlichen Welt, sowohl Freunde als auch Gegner, "gestorben gewesen", ganz im Sinne jener "Redewendung" "Ihr/sie/er/jemand sei für jemanden gestorben" (etwa ein dann Ex-Freund, der einen mal übel verraten hätte, dh Informationen an gegnerische Geheimdienste geliefert gehabt hätte, um seinen 'Freund' fertig machen zu lassen. ...).


iii) Jesus wäre wirklich menschgewordener Gott gewesen.

Aber insgesamt, wenn man davon ausgeht, daß es einen Gott nunmal geben könnte, so könnte jener Gott/ein Gott  jene bösen Absichten jener römischen Tyrannen  durchschaut haben, er wäre als genau jener "Spitzel" und insofern als "Sohn Gottes" (weil der römische Kaiser sich als "Gott auF Erden" bezeichnete) zur Welt gekommen, habe dann zu den Menschen dort in Gleichnissen gesagt, was er ihnen zu sagen gehabt habe, wäre am Kreuz einfach gegangen, was die römischen Soldaten zum Ausspruch veranlaßte "Mist  mistiger, das war ja Gott selber und wir haben dem auch noch geholfen" und wäre dann aber auferstanden (schließlich hatten/hätten die Römer ihn jetzt durchschaut), aus dem Grab gefohen, nach Kleinasien geflohen, seine getreuen AnhängerInnen noch ein paar mal erschienen und habe seine Lehren als Weg zu seinem "heiligen Geist" als der er für die Menschen seither da ist, zurückgelassen.

* Als Gott, der Mensch wurde, wäre er ohne Einmischung in die innerhelichen Beziehungen zur Welt gekommen, dh "unbefleckte Empfängnis".

* Er wäre durchaus am Kreuz gestorben und nochmals für eine kurze Weile auferstanden, weil da ja sogar für einen "römischen Agenten" durchaus machbar und ihm zumutbar gewesen wäre.

* Er hätte zur Warnung vor solchen üblen Agentismus-Methoden und deren Folgen, sich als Anlaufstelle in Form des "Hl. Geistes" den Menschen kundgetan und zur Verfügung gestellt sowie zur Verfügung gehalten.

Insofern würde auch diese abstrakte Überlegung alle 3 Dogmen erfüllen.

 

(iv) Fazit:

Kurzum die Tatsachen, welche die "Römer" in "Spitzelei-Absicht" geschaffen gehabt hätten, widersprächen nicht jenen 3 Dogmen, auch nicht der Menschwerdung (eines) Gottes und beide Möglichkeiten bestehen abstrakt nebenher fort: 

 

* Jesus könnte einfach "nur" Spitzel des römischen Kaisers mit ziemlich üblen Absichten und Etlichem Erfolg gewesen sein.

* Jesus könnte bei gleicher Sachlage aber auch tatsächlich "menschgewordener Gott" gewesen sein.

* als dritte Mögliichkeit besteht dann noch jene ganz normale "christliche Auffassung", wonach Gott halt einfach Mensch wurde, 3 Jahre blieb, ging weil er wollte, wo er wollte, wie er wollte und warum er wollte etc, wie als Erstes von mir bereits dargestellt wurde.

 

 

Nachdem  die Sachlage mehrere Möglichkeiten offen läßt kommt man zu einer "strategischen Aufgabenstellung".

Man will am Ende kein Narr gewesen sein, wenn es Gott gewesen sein sollte und man will am Ende auch nicht der Depp sein, wenn es eben nichts anders als ein übler Spitzel des römischen Imperiums gewesen sein sollte.

Kann dann ein blindes sich Klammern an "Jesus war Gott" Sinn machen? - Wohl nicht; man möchte zu so einem "Spitzel des römischen Kaisers gewiß nie gesagt haben "ich möchte ganz dein eigen sein", odgl. Könnte es überhaupt Sinn machen, ihn für einen Propheten zu halten bzw zu versuchen ihn als das einzuordnen und das dann zur unumstößlichen Wahrheit zu erklären?

Nunja, es bleibt einem wohl nichts anderes übrig als sich an Gott als den zu wenden, der er ist und sich durch zu lavireren, sich redlich zu bemühen und dem Thema Gott gebührend Zeit sowie Befassung zu zugestehen und einzuräumen.

Man sucht einen Lebensweg gemäß einer seriösen Strategie, eine Strategie eines "auf der sicheren Seite seins".

Insofern handelt man nicht direkt gemäß Wissen, sondern gemäß einer sicheren Strategie betreffs eines ehrlicherweise Nicht-Gewußten und nennt das dann sowas wie ein "Leben aus dem Glauben heraus in Verantwortung gegenüber Gott und der Welt".

 

v) Eine andere, pragmatische Betrachtungsweise.

* Sein "Hilfszimmermann-Gewesensein" spieglt sich wider in den riesigen Städten, die unter dem dominierenden Einfluß des Abendlandes weltweit entstanden sind; es zeigt sich in der Rodungsgsinnung, im skrupellosen Töten von Bäumen und Pflanzen.

* Sein Hilfsfischergewesen sein, spiegelt sich im skrupellosen und wahnwitzigen Leerfischer der Meere, Artenausrotten, Roden-Schlachten-Tierversuchen und der ganzen realitätslosen, wirklichkeitsfremden "Mensch Mensch über alles"-gesinnung wider.

* Sein Hilfsgärtner-Auftritt zum Abgang, spiegelt sich in der absurden realen Praxis des "Forstwirtschaft" sei besser als der Natur Urwald-'Wirtschaft' wider.

Daß vom angeblich ja christlich dominiert - wenn nicht gar absolut beherrscht - gewesenen Abendland, Zwangschristianisierungen, Kreuzzüge, Inquisition, Kolonialismus und die damit verbundenen desastreusen Umweltzerstörungen gemäß des Abendlandismus, Weltkriege, Völkermorde wie an den Indianern, Juden, Sintis&Romas usw ausgegangen sind, ist zunächst mal faktische Tatsache. Daß dieses differenziert zu sehen ist/wäre, weil zB Bay. Könige nunmal "Tierschinderei" unter Strafe gestellt hatten, unter dem Einfluß der bay. Könige kein Leer-Wildern von ganzen Landstrichen gestattet worden war und man dagegen wirkte sowie sogar Wiederansiedelung unternahm, zeigt das. Auch das Wirken von Kardinälen, Päüsten, "r.-kath. Heiligen" wie zB Franz von Asissi ist da zu erwähnen bzw zeigt diese Notwendigung zum Differenzieren.

 

vi) Noch eine Feststellung betreffs Buddhismus im hypothetischen Vergleich zum Christentum:

Folgendes fällt deutlich auf:

Buddha suchte bekanntlich den Ausweg aus Krankheit, Leid und Tod.

Im Christentum (ich kenne da nur - laienartig, darauf sei abermals explizit hingewiesen - die Lehren der r.-kath. Kirche. Die mittlerweile große Vielzahl - mehr oder weniger angeblich - "christlicher" Sekten, ev.-luth, anglikanisch, frei-evangelisch usw usf sind nicht mein Thema, gehen mich nichts an und interessieren mich auch nicht; durchaus räume ich ein im Bereich orthodoxer christlicher Religionen die einen oder auch anderen Beispiele sehr ansprechenden christlicher Lebensweise per TV-Dokus uä kennengelernt zu haben.) ist's wohl so, daß der nspruch erhoben wird, daß

* Jesus die Kranken geheilt habe und insofern Krankheit zu überwinden als seine Aufgabe und Lehre ansah

* Jesus durch seinen Tod am Kreuz das Leiden der Welt aufgenommen habe und insofern Leiden zu überwinden als seine Aufgabe und Lehre ansah

und darüberhinaus als Drittes

* Jesus durch von den Toten auferstanden sei, den Tod überwunden habe und insofern die Überwindung des Todes  als seine Aufgabe und Lehre ansah.

So betrachtet, sieht es ziemlich danach aus, daß Jesus Grundzüge von Überlieferungen der Lehren des Buddha bekannt waren, er sich darauf seinen "Reim" zu machen versuchte und, so gesehen, das Christentum eher eine "buddhistische Sekte" denn eine "jüdische Sekte" war und ist.

Hinzukam dann ja im Christentum bald das "Klosterleben" (wie im Buddhisms seit langem zuvor bereits existent und hoch-gepriesen, ja vielfach bzw vielen Menschen bzw den zu Vielen, den Überzähligen, den ansonsten Überbevölkerung verursachenden Menschen dringlich empfohlen, wie zB beonders leichtg verständlich in Tibet. Die Tibeter können nunmal, aufgrund ihrer speziellen genetischen Situation, zwar nicht die Lungenhöhenkrankheit bekommen, aber dafür drohen ihnen in zu geringer Höhe schwerste Astmaanfälle bis hin zum Tod - las ich mal in einer Ausgabe des Magazins "Alpinwelt" des Deutsche Alpenvereins -. Daher ist es evident, daß in Tibet eine strenge Klosterregen Normalfall war, um so jegliche Form von Überbevölkerung in jener nunmal sehr begrenzten geografischen Region zu ver-unmöglichen. Darüberhinaus ließen die buddhistischen Tibeter u.a. Lebensraum für "wilde", also gänzlich frei lebende Yaks.).

Das Judentum ist davon eigentlich erheblich unterschieden. Es geht eher um die Befolgung der 10 Gebote des Moses, weil sonst im schlimmsten Falle der Verlust der Heimat und schließlich gar noch Verfolgung der heimatlos gewordenen Juden drohe. (s. Levtitius). Um Befreiung von Krankheit und Leid geht es eher indirekt. Gegen Krankheit werden - aus meiner Sicht höchst absurder- oder auch gänzlich mißverstandenerweise "Tieropfer" empfohlen. Die Überwindung des Todes findet man allenfalls an jener 1 Stelle, als der Prophet Elischa mit einem Wagen in eine himmlische Welt aufgefahren sei.

Allerdings ist dabei auch festzustellen, daß die Überlieferungen Judentum auf Zeiten bis vor 750 v. Chr. und insofern bis vor Buddha zurückreicht/zurückreiche:

 

 


 

 

 


Der Text ist an einer Fssade einer r.-kath. Kirche in München netterweise zu lesen.
Foto: © Franz Rickinger
Der Text ist an einer Fssade einer r.-kath. Kirche in München netterweise zu lesen.
Foto: © Franz Rickinger

Insofern sind das also durchaus jene 3 Kernthemen der frühen Überlieferungen des Buddha auch im Judentum enthalten.

Aber eine Meditations- oder wenigstens gebetsformelartige Empfehlung wie beim Buddhismus, findet man im Judentum - meiner sehr bescheidenen Kenntnisse nach - nicht. Im Christentum findet man hingegen jene "Gebetsformel", die per jenes "Dein Wille geschehe", sowas wie die Erhebung der christlichen Gottesvorstellung zu einem "Gegenstand der Beachtung, Betrachtung und insofern Meditation" umfaßt bzw darstellt.

Daß es zwar nicht viel direkte Entlehungen des Christentums aus dem Buddhismus gibt, aber doch mindestens eine, ist die Überzeugung von mehr oder weniger kritischen WissenschaftlerInnen, die sich damit befaßten. (siehe ua bei Leopold von Schroeder in seinen 50 Vorlesungen.).

Üblicherweise frägt man sich in solch einer Stituation dann bisweilen oder auch oftmals, ja wieso dann eigentlich nicht gleich das Orginal?

Buddha wiederum, war anfangs bei seiner Suche bei brahmanischen Gelehrten, die er danach - eher weniger wegen derer Überlieferungen kritisierte als vielmehr um deren selber Nicht-Erlangthaben dessen, was sie da als erreichbar lehrten - kritisierte. Aber in gewisser Weise war auch Buddha nicht umhingekommen, von deren Aussagen (und seien es wegen deren selber Nicht-Erlangthaben insofern meist Behauptungen gewesen sein) auszugehen und aus einem gewissen Vertrauen heraus, Zeit zu investieren. So betrachtet, war auch er nicht umhingekommen irgendwelchen Vorfahren ein gewisses Maß an Vertrauen entgegen gebracht zu haben.

Frühe Upanishaden gab es damals bereits; erst recht den Rig-Veda. Insofern fußt Buddhas Suche durchaus auf jenen brahmanischen Überlieferungen, auf irgendeneiner oder auch irgendwelchen Upanishaden, auf dem einen oder auch anderen Vers des Rigveda udgl.

Buddha habe dann aber, sich alleine auf den Weg begeben, jenes "Nirvana" auch wirklich zu erlangen sich befleissigt und habe es, so anscheinend ja mal seine eigenen Worte, es auch erfolgreich erlangt bzw als "wahr", als über alle Zweifel erhaben und von zeitloser Wirklichkeit sowie für ihn persönlich als unabänderlich verfügbar, erworben, erreicht oä bestätigen können.

Die christliche Lehre lehrt - zumindest in der Theorie - daß gewaltsame Methoden abzulehnen seien, daß nur friedliche Methoden dem großen Ziel am Ende würden dienen können, daß man sich darum durchaus verdient machen müsse, da es keinesfalls mit Gewalt schnell-schnell gegen Ende des Lebens erworben werden könne, udgl; insoern unterscheidet es sich da - wenigstens in der Theorie - nicht so arg von buddhistischen Grundprinzipien. Daß es in der Kirchengeschichte auch höchst unerfreuliche abwegige, irrlehrer-liche Vorkommnisse gab und gibt, ist allenthalben bekannt und bedarf keiner ausführlicheren Aufzählung: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenprozesse, diverse Verfolgungen Andersdenkender bis hin zur Verfolgung vn TM-Ausübenden, seien da - nur knapp und abschließend zu diesem Absatz -erwähnt.

Solche Vorkommnisses gibt's aber leider - mehr oder weniger umfänglich - zB auch in der TM-Scene, was hier in "Meditationsstreit-91-19i.de" nunmal auch das Thema zu sein hat bzw haben wird.

 

Es sei auch darauf hingewiesen, daß es im Umfeld de r.-kath. Kirche auch mehr oder weniger seltsame andere durchaus als "christlich" sich bezeichnende Lehren gab und gibt. Dazu zählen etwa die Lehren jenes Martin Luther und Anderer. Auch findet man nicht etabliert kirchliche Formen von Literatur wie zB "Jesus lebte in Indien" von Holger Kersten, Knaur Sachbuch, 1983/1984, ISBN 3-426-03712-2.

Analog die "verbotenen Evangelien" wie "Petru-Evangelium, das Evangelium nach Judas Iskariot, "die verborgenen Worte Jesu", Das Evangelium/Überlieferungen der Maria Magdalena, usw.

Ebenso findet man auch im Bereich der Lehren des Yoga, der Meditation sowie der Lehren des Swami Brahmananda Saraswati, des Shankara  und Anderen irgenwelche überlieferten Schriften dazu, die bisweilen eher kaum noch den Orginalen entsprechen bzw jene Personen über welche es geht, das als mehr oder weniger abweichend gewesen zu sein nunmal präzise und wahrheitsgemäß wissen/würden kommentieren.

So möge auch die Kirche akzeptieren, daß da in Sachen "Lehren des Mr. Mahesh" kritisch hingesehen werde, was nicht heißen kann "hasserfüllt", "voreingenommen", "nur Ansatzpukte zum Vernichten suchend" odgl.

 

Nachdem e di r.-kath. Kirche nicht wünscht

 


vii) Nach meinen laienartigen Ausführungen und Bemerkungen, hier einige - davon unabhängige - Literaturhinweise:

Joseph Ratzinger "Einführung in das Christentum", Kösel-Verlag, ISBN 3-466-20455-0, 5. Auflage 2005, Das Buch entstand 1967 (lt. Vorwort).

Enzyklika "humanae vitae" von Papst Paul VI.

Papst Benedikt XVI."Deus Caritas est, Gott ist Liebe", Enzyklika, Weltbild-Verlag, ISBN 3-89897-479-0, 2006.

Papst Franziskus I, "Laudato si - Die Umwelt-Enyklika des Papstes", Herder-Verlag, ISBN 978-3-451-35000-9, 2015.

Es gibt gesangliche Werke/Darbietunge, n, welche zu den 3 Kernsätzen römisch-katholischer Lehre passen:

Jungfrau Maria und Gott im Allgemeinen und christliche Hingabe, inkl. alà "Hl. Maria":

Marienlied - Meerstern ich dich grüße, o Maria hilf:

https://www.youtube.com/watch?v=LgiH76zUNWE


Maria dich lieben ist allzeit mein Sinn (Mezzosopran mit Orgelbegleitung):

https://www.youtube.com/watch?v=mxGK49JlAEo


Segne Du Maria - Schwarzwaldfamilie Seitz:

https://www.youtube.com/watch?v=GNSOUOXpNvs

 

 

Singing Nun - Sœur Sourire - Dominique - Dominikus - German:

https://www.youtube.com/watch?v=cVthlJm8ma4

https://www.youtube.com/watch?v=10mMDtpfcQM

 

Peggy March - I Will Follow Him (remastered audio)

https://www.youtube.com/watch?v=jgPMYQTINNk

 

Näher mein Gott zu dir! - zum Mitsingen

https://www.youtube.com/watch?v=_KMn3nxzszQ


Nearer, My God, to Thee - André Rieu (live in Amsterdam):

https://www.youtube.com/watch?v=v1mQT1u_45I

 

André Rieu - Hallelujah (Leonard Cohen):

https://www.youtube.com/watch?v=NZb-SVm7eLE


Helene Fischer - Hallelujah (Live aus der Hofburg Wien):

https://www.youtube.com/watch?v=I234Q56Ra9w


Katherine Jenkins - Hallelujah:

https://www.youtube.com/watch?v=2PwIMQ4sb3A
Ave Maria - André Rieu & Mirusia:

https://www.youtube.com/watch?v=3d4xXvF2ukY

Helene Fischer - Ave Maria:

https://www.youtube.com/watch?v=WemfS3-0nNo

GESANG DER MYSTIKER: Heiliger Gregorianischer Choral (2 Stunden):

https://www.youtube.com/watch?v=WuK59jQ5bwU
Chant Cistercien — Ensemble Organum, 1992:

https://www.youtube.com/watch?v=sZriekmIn0E


Andrea Bocelli God Bless Us Everyone (italian - Dio ci Benedirà):

https://www.youtube.com/watch?v=fAbccKjQYhg

Katherine Jenkins & Andrea Boccelli I Believe:

https://www.youtube.com/watch?v=OwHuUueUw7k


Katherine Jenkins singing Love Never Dies

(aus  "das Phantom der Oper")

https://www.youtube.com/watch?v=Bm4hc-okebk


The prayer Celine Dion& A Bocelli:

https://www.youtube.com/watch?v=FK5VulNn3so


Silent Night, Andrea Bocelli:

https://www.youtube.com/watch?v=zp1llRGJK3s

Stille Nacht - Mireille Mathieu:

https://www.youtube.com/watch?v=bGJFS5iiEC0


 

Osterlied, Auferstehung:

Osterlied Christ ist erstanden:
https://www.youtube.com/watch?v=MUYYZNKDwe4


Er ist erstanden, Halleluja:

https://www.youtube.com/watch?v=UL-m-WFoosA

 

Pfingsten, Heiliger Geist:

Komm herab, o Heilger Geist | Wie ein Brausen des Himmels, komm | lyrics | Pfingstsequenz | Loretto

https://www.youtube.com/watch?v=g2YPncO78GE

 

 

Gott als der sich als Mensch Jesus inkarnierte/inkarniert, welche auferstanden ei und als "Heiliger Geist" allen jederzeit zur Verfügung stehe/stünde/stehen würde:

 

Grosser Gott wir loben Dich

https://www.youtube.com/watch?v=8yLZnM2KFkY


Im Folgenden wird noch Einiges anhand von Zitaten dargestellt, das ein Licht auf die Frage wirft, inwieweit Lehren aus dem Bereich der Veden und Upanishaden, aber auch mythologische Geschichten, das Konzept der Puranas und dem entsprechenden religiösen Gebilde, das man als "Hinduismus zu bezeichnen pflegt" (Otto Strauss`s vorsichtige Ausdruckweise) und insbesondere aber auch Lehren aus dem Bereich von Buddha's Lehrtätigkeit nach Europa und nach Palästina gelangt sein könnten oder auch sicher nicht auszuschließenderweise dorhin gelangt sein könnten.

Prof. Winternitz war wohl ziemlich davon überzeugt, daß der christliche Apostel Lukas irgendwelche Schriften betreffs Inhalten zur Lehrtätigkeit des Buddha, gekannt habe.

 

Leopold von Schroeder wiederum erwähnt Münzfunde eines Griechen, der Teile Indiens als "König" regierte und 2-sprachige Münzen hatte prägen lassen, Münzen mit griechischen Schriftzeichen und aber auch mit indischen Schriftzeichen; dazu ein kurzer geschichtlicher Überblick:

>>

— 303 —

...

 

Einundzwanzigste Vorlesung

...

— 306 —

 

wiederholt nicht unbedeutende Theile Indiens erobert und beherrscht haben.

Westlich von Indien hatte sich, wie wir früher gesehen, das mächtige Reich der Seleukiden erhoben, dessen Stifter nach einem wahrscheinlich nicht glücklichen Feldzuge in freundliche Beziehungen zu Candragupta getreten war. Im Bestande des Seleukiden-Reiches waren indessen im Laufe der Zeit erhebliche Veränderungen eingetreten, insbesondere durch die Gründung des griechisch-baktrischen Reiches.

Der Seleukide Antiochos, Mitte des dritten Jahrhunderts vor Chr., war in verschiedene schwierige Kämpfe verwickelt, und diesen Umstand benutzte sein Statthalter Diodotos, sich unabhängig zu erklären und das griechisch-baktrische Reich zu gründen, einige Zeit vor d. J. 250 vor. Chr.¹ Einige Decennien später (220 vor Chr.) empört sich der Magnesier Euthydemos, der wahrscheinlich Satrap von Areia war, gegen die neubegründete Dynastie und gewinnt die Herrschaft über das Reich. Ais später Antiochos III., der Grosse, gegen diesen mit Waffengewalt vorrückte,² kam es zu Verhandlungen, deren Resultat die Anerkennung der Unabhängigkeit und der Königswürde des Euthydemos von Seiten des Antiochos war. Insbesondere soll der Seleukide durch die einnehmende Persönlichkeit des Demetrios, Sohnes des Euthydemos, für diesen gewonnen sein,³ Antiochos versprach dem Demetrios seine Tochter zur Frau zu geben, überschritt den indischen Kaukasos und befetigte die angestammte Freundschaft mit dem indischen Könige, den die Griechen Sophagasenos nennen; es ist Jaloka der Sohn des Açoka, der in Kaschmir herrschte. Dieses Bündniss war dem Seleukiden ohne Zweifel von Wichtigkeit wegen der gefährlich anwachsenden Macht der griechisch-baktrischen Herrscher. Er zog dann wieder in sein Land zurück.

Euthydemos dehnte seine Eroberungen bis an den Hydaspes aus, wo er eine nach seinem Namen benannte Stadt gründete4 ;er besass eine sehr bedeutende Macht, scheint aber von Jaloka bei einem Angriff auf dessen Reich geschlagen worden zu sein.5

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¹ S. Lassen, Ind. Alterth. II² p. 295. 296. A. v. Sallet, in der Ztschr. f. Numismatik Bd. VI, p. 165. 191.

². S. Lassen, II², p. 311. Die Kämpfe des Antiochos OOO gegen Euthydemos fallen nach Droysen (gesch. de. Hellenismus) in die Jahre 212-205 v. Chr. Vgl. A. v. Sallet, Ztschr. f. Numismatik, Cd. VI, p. 167.

³ S. Lassen, Ind. Alterth. II², p. 310

4 Vgl. A. v. Sallet, a.a.O. p.168.

5 Nach der Chronik von Kashmir. S. Lassen, a.a.O. p. 312. 313.

 

— 307 —

Des Euthydemos Sohn Demetrios (ca 200 v. Chr.) drang mit seinen Eroberungen schon bedeutend weiter in das indische Land vor. Er soll das Gebiet des unteren Indus (Pattalene), die Landschaft Mâlava und die Halbinsel Gujerat beherrscht haben, aller Wahrscheinlichkeit nach auch Kashmir². Demetrios war der Erste, der die griechische Macht bis nach Gujerat ausdehnte. So wird er denn schon auch "König der Inder" genannt. Er zuerst prägt zweisprachige Münzen, auf der Voderseite griechisch, auf der Rückseite indisch - eine Conession an die von ihm beherrschte Nationalität ³. Die Regierung des Euthydemos und die des Demetrios bilden die Glanzzeit des griechisch-baktrischen Reiches4 . Inzwischen empörte sich wieder ein Gewalthaber von unbekannter Herkunft, Eukratides, in Baktrien gegen seinen Oberherrn Demetrios, und wenn΄derselbe auch zuerst zurückgedrängt wurde, so war er schliesslich doch siegreich, dehnte seine Eroberungen bis in da indische Land aus und unterwarf sich das Fünfstromland bis an den Hyphasis (Vipâç). Eukratides giebt sich selbst den Beinamen ,,der Grosse" und wird auch von Justin so genannt.

Sein Regierungsantritt fällt nach Ausweis der Münzen in den Anfang des 2. Jahrhunderts vor Chr., etwa um das Jahr 195 vor Chr.5. Er herrschte lange — noch über das Jahr 165 hinaus6 —, soll aber von seinem Sohne nund Mitregenten Heliokles auf dem Rückmarsch aus Indien ermordet worden sein.7

Das griechisch-baktrische Reich wurde zerstört, — nach Angabe der Alten durch die Skythen, nach Lassen durch Mithridates.8 In Indien aber erhob sich nun das griechisch-indische Reich, dessen Stifter nach Lassen's Annahme Apollodotos war, ein anderer Sohn des Eukratides, der seinem Bruder

...

——————

¹ S. Lassen, a.a.O., p. 314. 315.

² S. A. von Salet, a.a.O. p. 170. 174.

³ Die Münzen der vorausgehenden Könige waren alle rein griechisch. Vgl A. von Salet, a.a.O. p. 174. 192.

 4  S. Lassen, a.a.O., p. 316.

 S. A. von Salet, a.a.O. p. 170 -172. Cunningham setzte den Regierungsantritt des Eukratides in d. J. 181 v. Chr. (s. A.v. Sallet a.a.O. p.172 Anm.). — Nach A. v. Sallets ansprechender Vermuthung versöhnten sich Eukratides und Demetrios nach ihrem oben erwähnten Kriege und Eukratides vermählte seinen Sohn Heliokles mit des Demetrios Tochter Laodike (vgl. a. a. O. p. 188. 189).

6 A. von Salet, a.a.O. p. 190

7 S. Lassen, Ind. Alterth. II², p. 325.

8  S. Lassen, a.a.O. p. 333.<

 

...

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siehe Seiten 306, 307 in "Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, ein Cyclus von fünfzig Vorlesungen, von Dr. Leopold von Schroeder, Docent an der Universität Dorpat, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887"

 

Insbesondere ist festzustellen:

>>

...

Des Euthydemos Sohn Demetrios (ca 200 v. Chr.) ... war der Erste, der die griechische Macht bis nach Gujerat ausdehnte. ... . Er zuerst prägt zweisprachige Münzen, auf der Voderseite griechisch, auf der Rückseite indisch - eine Conession an die von ihm beherrschte Nationalität ³.

...

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Leopold von Schroeder, "Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, ein Cyclus von fünfzig Vorlesungen, von Dr. Leopold von Schroeder, Docent an der Universität Dorpat, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887", Seite 307

 

Würden seine MitarbeiterInnen das was da in indischen Schiftzeichen verbreitet wurde, nicht gelesen haben können, könnte dort auch gestanden haben: "Ich, euer König, möchte nichts anders, als daß ihr mich Monster endlich davonjagt" odgl.

Es ist schwer vorstellbar, daß jener Grieche so blöd gewesen sein sollte, so ein Risiko eingegangen zu sein.

Konnten er bzw verläßliche MItarbeiterInnen seiner, aber indische Schrift lesen und schreiben, werden sie auch verfügbare indisch-religiöse bzw brahman-ische Texte nicht einmal nur gehört und abstrakt verstanden sondern auch gelesen und abstrakt verstanden gehabt haben.

Nachdem diese Münzen sicher einer Zeit von vor Christus zuordenbar sind, kann man kaum mehr nicht davon ausgehen, daß indisches Gedankengut nicht 1-2 Jahrhunderte vor Christus nach Griechenland gelangt sei.

Wenn nun aber doch der Apostel Johannes Grieche war und wohl auch in griechischer Philosophie bewandert gewesen war, so scheint ist wohl seriös strategischerweise und der Wahrheit willen in Betracht zu ziehen und nicht mehr auszuschließen, daß er mit Jesus zumindest jene Lehren hin&wieder angsprochen  oder auch debatiert haben wird; analog gilt das für den Apostel Lukas, wenn er denn mehr oder weniger buddhistische Literatur gekannt hatte.

Gemäß Leopold von Schroeder kam insbesondere, die sehr neue und doch sehr entscheidende Incarnationslehre erst nach Buddha und als Antwort von Brahmanen auf die strahlende Buddhafigur auf. Das jüdische Konzept eines Messias war es nicht, daß "Gott Mensch werden könnte" und mehr oder weniger oft, wenn Gott es für not-wendig oder auch g'spaßig halten sollte, sich auf Erden als "Mensch" incarnieren könnte und würde.

 

Andererseits schreibt Richard Garbe in seiner Ausgabe der "Bhagavad Gita", daß dieses Werk im Laufe der Jahrhunderte immer wieder bearbeitet worden sei, frühe Teile wohl auf die Zeit um 300 - 400 v.Chr. zurückgehen; aber andererseits auch erst ab ca 300 - 400 n. Chr. dann ein weitgehend fertiges Werk entstanden gewesen sei. Insesondere auf die späteren Bearbeitungen dieses und anderer Werke, kann es verständlicherweise auch christliche Einflüsse gegeben haben, nachdem bereits der Apostel Thomas nach Indien emigriert war und dort, wie jene Gemeinde der "Thomaschristen" zeigt, anscheinend auch eine Lehrtätigkeit ausgeübt hatte.

So wie, lt. Leopold von Schroeder, eine Antwort der Brahmanen auf Buddha die Erarbeitung und Verbreitung der "Incarnationslehre" gewesen sei, so wird man auch Antworten auf das Auftreten des Thomas und dann später irgendwelcher christlicher Missionare, gesucht, gefunden und verbreitet haben.

 

Jedenfalls und das stelle ich hier nicht in Abrede, sind die christlichen Incarnationslehre-Überlegungen in Form "Jesus war Mensch gewordener Gott" bemerkenswert und wieso würden jene Brahmanen, die einst die Incarnationslehre aufgebracht hatten, sich einer solchen Debatte entzogen haben? Deen Theorie würde am Ende allenfalls umso weniger fehlerbehaftet gewesen sein, sofern denn überhaupt grundlegende formale & logische Fehler in jener Theorie noch gewesen sein sollten.

Insofern gehören auch jene Parallelstellen, welche Dr. Franz Lorinser in seiner Ausgabe zur Bhagavad Gita im Anhang zusammenstellte, sehr wohl zu dieser ganzen Thematik dazu und es ist Dr. Lorinser dafür auch zu danken, auch wenn er Einflüsse vonseiten indischer Gelehrter auf das entstehende Abendland eher grundsätzlich ausschloß; es ist hier auch zu bedenken, daß 1869 betreffs des Alters von Bhagvad Gita usw noch viel weniger gesicherte Daten vorlagen, als wie dann Prof. Winternitz, Prof. Leopold von Schroeder, Prof. Deussen, Dr. Strauss, Prof. Garbe, Prof Oldenberg, Prof. Walter Ruben und Anderen.

Hierzu nun Zitate aus der, mir verfügbaren, Literatur:


Vorrede von Dr. Franz Lorinser

aus:

>> 

Die

 

Bhagavad-Gita

 

Uebersetzt und erläutert

 

von

 

Dr. F. Lorinser

 

 

Breslau, 1869

Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung

(G. Prosch)

 

<<

>>

Vorrede

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Wenn ich es wage, in der vorliegenden Arbeit ein Gebiet zu betreten, auf dem ich nur all sehr als Neuling mich bekennen muss, und das bereits so ausgezeichnete Bearbeiter wie A. W. v. Schlegel und Christian Lassen gefunden hat, denen ich mich gleichzustellen nicht im entferntesten beanspruchen darf, so mussten starke Gründe

vorhanden sein, die zu einem so gewagten Unternehmen mich ermuthigen konnten. Ich will es versuchen, dieselben in Kürze hier darzulegen.

  Bei der Lektüre der Bhagavad-Gita stieg zunächst der Wunsch in mir auf, dieses herrliche und äusserst merkwürdige Gedicht in einer vollständigen, dem indischen Versmass nachgebildeten Uebersetzung verdeutscht zu sehen. Eine solche ist meines Wissens noch nicht vorhanden. Die einzige vollständige deutsche Uebersetzung (von

Peiper, Leipzig 1834) ist in zwanglosen Jamben abgefasst und lässt anerkanntermassen viel zu wünschen übrig. Bruchstücke, im Slokenversmass wiedergegeben, hatFriedrich v. Schlegel schon 1808 in

seiner Schrift: Ueber die Sprache und Weisheit der Inder, und Wilhelm v. Humboldt in seiner in der Berliner Akademie der Wissenschaften 1826 gelesenen Abhandlung: ,,Ueber die unter dem Namen der Bhagavad-Gita bekannte Episode des Maha-Bharata"

veröffentlicht. Neuerdings hat noch Boxberger (im Programm der Realschule zu Erfurt vom Jahre 1863) die ersten elf Gesänge in gereimten Jamben wiederzugeben versucht. Wenn ich es daher

 

 

IV

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unternommen habe, in einer, dem deutschen Sprach-Genius angepasste Nachbilduung des Sloken-Versmasses die Bhagavad-Gita, so zu sagen, im eigenen indischen Gewände, in vollständiger Uebersetzung dem deutschen Publikum vorzuführen, so wird man einem solchen Versuch die Berechtigung nicht absprechen können, um so

mehr, als die classische, in lateinischer Prosa verfasste Uebersetzung A. W. Schlegel's bei all ihrer Vortrefflichkeit doch eine Umschmelzung des indischen Originales in römische Denk- und Ansdrucksweise ist, bei welcher der originelle (indo-) germanische Hauch, der das Original auszeichnet, verloren gehen musste, den aber die deutsche Sprache weit treuer bewahren und wiedergeben kann. Dazu kommt überdies, dass Schlegel's Ueberselzung in beiden davon vorhandenen Ausgaben dem Sanskrit-Texte angehängt ist, und daher fast ausschließlich Denjenigen zugänglich und bekannt geworden, welche sich mit Sanskrit-Studien besehäftigen, während doch die Bhagavad-Gita es in jeder Hinsicht verdient, auch über den sehr beschränkten Kreis derer hinaus, die dem Studium der Sanskritsprache obliegen können, bekannt und beachtet zu werden. Um hier gleich anzuschliessen, was ich sonst über den Versuch meiner Uebersetzung noch zu bemerken habe, so ist es mir erstes und hauptsächlichstes Gesetz gewesen, den Originaltext so treu und wörtlich wieder zu geben, als dies überhaupt möglich ist. Wo eine wörtliche Uebertragung nicht möglich war, ist der Ausdruck des Originals in den Noten angeführt worden. Die dabei häufig citierten Sanskritworte sind nicht mit dem jetzt meistens angewendeten eigentümlichen lateinischen Sanscritalphabet, sondern, um den des Sanskrit Unkundigen in Betreff der Aussprache nicht irre zu führen, durchweg nach Bopp'scher Schreibart geschrieben, welcher die deutsche Aussprache der Buchstaben zu Grunde liegt. Durch stete Bezugnahme auf den Wortlaut des Textes soll auch dem des Sanskrit nicht Kundigen die Möglichkeit gewährt werden, sich eine so genaue Kenntniss von dem Inhalt und Ausdruck des Originales zu verschaffen, als nur immer die Lektüre des Urtextes selbst gewähren könnte. Um den eigenthümlichen Charakter der indischen Sloka zu wahren, ist die Cäsur in der Mitte, und

 

 

 

 

 

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sind die beiden Jamben am Ende der meisten Verse durchweg festgehalten worden. Die Länge oder Kürze der übrigen Silben habe ich, wie meist wohl auch das Original, mit voller Freiheit behandelt, ohne mich um speziellere, bisher kaum mit Sicherheit festgestellte Unterschiede zu kümmern. Wenn der jambische Tonfall der im Allgemeinen vorherrschende ist, so liegt das im Genius der deutschen Sprache, und ich hielt es nicht für angemessen, ihn dort gewaltsam zu unterbrechen, wo die möglichst wörtliche Wiedergabe des Originales dazu keine natürliche Veranlassung bot. Durch eine künstliche, absichtliche Schwerfälligkeit des Ausdrucks wird meines Erachtens das Sloka-Versmass keineswegs in entsprechender Weise wiedergegeben. Was die längeren Verse (Trischtubh) betrifft, mit denen die Sloka zuweilen abwechselt, so habe ich sie nicht, wie Lassen in der zweiten Ausgabe des Originales, in zwei Hälften aufgelöst, sondern mit Beachtung der Silbenzahl und der Cäsur in der Mitte, als eine lange Zeile in ihrer ursprünglichen Integrität belassen, weil durch die Halbirung derselben der eigentlich beabsichtigte Eindruck einer in grösserer Athemfülle hinströmenden und desshalb wohl auch beschleunigter, in erhöhter Stimmung vorgetragenen Rede verloren geht. .

  Doch die Uebersetzung war nicht das Einzige, wozu das Studium der Bhagavad-Gita mich veranlasst und angeregt hat. Noch viel wichtiger erschien es mir, die zuerst mit Befremden und Staunen gemachte Wahrnehmung, die sich jedoch bald zur klarsten Ueberzeugung entwickelte, dass der Verfasser der Bhagavad-Gita nicht nur die Schriften des Neuen Testamentes gekannt und vielfach benutzt, sondern auch in sein System überhaupt christliche Ideen und Anschauungen verwoben hat, so weit es mir möglich war, urkundlich zu beweisen und dem Publikum gegenüber darzuthun, (dass dieses vielbewunderte Denkmal altindischen Geistes, dieses schönste und erhabenste didaktische Gedicht, welches als eine der edelsten Blüthen heidnischer Weltweisheit betrachtet werdern kann, gerade seine reinsten und am meisten gepriesenen Lehren zum grossen Theil einer Quelle verdankt, welche man hier bisher entweder gänzlich übersehen, oder vielleicht absichtlich ignorirt hat. Ich selbst bin mit

 

 

VI

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vollkommener Unbefangenheit, ja durch Schlegels Vorrede itiducirt, sogar mit Ehrfurcht vor ihrem hohen Alter an die Lektüre der Bhagavad-Gita gegangen. Allerdings frappirten mich bald überraschende Anklänge an manche Stellen des Neuen Testamentes und an christliche Ideen und Lehren, welche ich jedoch zuerst entweder für

zufällige Äehnliehkeiten oder für übrig gebliebene Erinnerungen aus der Uroffenbarung hielt. Erst später, als jene Aehnlichkeiten immer häufiger wiederkehrten, als mir namentlich in der Offenbarung der göttlichen Gestalt Krischna’s eine überraschende Uebereinstirmmung mit der Verklärung Christi auf Tabor entgegen trat, fing ich an, eine wirkliche Entlehnung zuerst für möglich, und dann für immer wahrscheinlicher zu halten, je mehr sich die Spuren derselben häuften und bis zum Ende des Gedichtes noch fortdauerten. Jetzt erst begann ich auch, Schlegel's Autorität in Betreff des vermeintlichen hohen Alters der Bhagavad-Gita verlassend, Lassen und andere mir zugängliche Autoren über das Alter des Gedichtes zu Rathe zu ziehen, und gewann bald die aufmunternde Ueberzeugung, in der ich überdies durch H. Professor Dr.StenzIer in Breslau, sowie durch H. Professor Dr.Weber in Berlin bestärkt wurde, dass von Seiten der Chronologie nichts im Wege stehe, eine nachchristliche Abfassungszeit für die Bhagavad-Gita anzunehmen, dass dieselbe vielmehr, auch abgesehen von meinen besonderen Gründen, selbst von Lassen für wahrscheinlich gehalten werde.

  Ich glaube nun in der vorliegenden Arbeit, zunächst schon im fortlaufenden Commentar, und dann insbesondere in dem beigegebenen Anhange: Ueber die in der Bhagavad -Gita vorhandenen Spuren einer Benützung christlicher Schriften und Ideen, den wissenschaftlichen Nachweis geliefert zu haben, der eine vorurtheilsfreie Kritik nicht zu scheuen hat, dass die Annahme eines christlichen und speziell neutestamentlichen Einflusses auf' die Abfassung der Bhagavad-Gita mehr als eine blosse Hypothese ist. Wenn dadurch ein Standpunkt, ein δόξ ησι ποῦ στῶ, gewonnen sein sollte, der für die Beurtheilung anderer indischer Literaturdenkmäler massgebend zu werden verspricht, so dürfte die Arbeit schon um desswillen

 

 

 

 

VII

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eine fruchtbare geworden sein. Sie hat sich übrigens auch noch eine andere Aufgabe gestellt, über welche ich noch einige Worte zu sagen habe.

Es lag auf der Hand, dass, für Diejenigen zumal, die sich nicht speziell mit dein indischen Alterthum beschäftigen, und die ich bei meiner Arbeit, wenn auch nicht ausschliesslich, doch vorzugsweise im Auge hatte, ein möglichst ausführlicher und erschöpfender Commentar ein unabweisliches Bedürfniss sei, wenn die Uebersetzung der Bhagavad-Gita mit Interesse und Nutzen gelesen werden sollte. Einen solchen zu schreiben, war daher eine Aufgabe, die ich mir schon aus diesem Grunde zu stellen hatte, wäre sie nicht auch durch den zuführenden Nachweis der christlichen Spuren in dem Gedichte geboten gewesen. Für diesen Commentar habe ich ausser der oben schon erwähnten Abhandlung von Wilhelm v. Humboldt, die höchst schätzenswerthen Vorarbeiten von Lassen (in der II. Ausgabe des von Schlegel zuerst mit lateinischer Uebersetzung edirten Textes) und Cockburn-Thomson (The Bhagavad-Gita. Translated with copious notes, an introduction on Sanskrit philosophy and other matters. Hertford 1855) benützen können, musste aber zugleich die Ueberzeugung gewinnen, dass mir, auch ausser der von mir zuerst versuchten Nachweisung der vielen christlichen Spuren, noch ein reichliches Feld der Nachlese übrig blieb, namentlich in Betreff der Auffindung von Parallelstellen in den Upanischad's,

die nicht selten höchst wichtige Beiträge zum Verständniss liefern, sowie auch in Betreff des ganzen Wesens und Charakters der indischen Philosophie, deren eigentliche Bedeutung selten mit der erforderlichen Tiefe und Gründlichkeit aufgefasst wird. In letzterer Hinsicht hat mir das ausgezeichnete, noch viel zu wenig benützte und gewürdigte Werk von Hieronymus Windischmann: Die Philosophie im Fortgang der Weltgeschichte. II. bis IV. Abtheilung. (Bonn 1829—1834) die grüssten Dienste geleistet; in ersterer Hinsicht habe ich, ausser Windischmann, der von vielen wichtigen Urkunden treffliche Uebersetzungen mittheilt, insbesondere die in der Bibliotheca Indica in Calcutta mit englischer Uebersetzung und

 

 

 

VIII

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Commentaren publicirten Upanischads zu Rathe gezogen. Auch das Gesetzbuch des Manu, das des Jadschnavalkja (von Stenzler mit deutscher Uebersetzung herausgeben), die von Wilson

(Oxford 1837) edirte und mit trefflchen Noten versehene Sankhja-Karika, sowie die Abhandlung von Fritz Windischmann: Sancara, sive de theologumenis Vedanticorum, haben mir schätzbares Material geliefert. Interessant und oft auch belehrend war ferner die Vergleichung der von Emile Burnouf (Nancy 1861) ohne

.Noten herausgegebenen französischen Uebersetzung der Bhagavad-Gita. Bei Abfassung dieses Commentares war es mein Bestreben zunäehst den Sinn des Textes mit gewissenhafter Treue so zu deuten, wie er den indischen Anschaungen und dem brahmanischen Standpunkt des Verfassers gemäss mit Hilfe der vorhandenen anderweitigen indischen philosophischen und mythologischen Urkunden gedeutet werden muss, und erst dort, wo diese nicht mehr ausreichen, und ,das neue Element, das ihnen aufgepfropft wird, mit unverkennbarer Deutlichkeit zu Tage tritt, eine Erklärung im christlichen Einfluss zu suchen. Ich verhehle mir keineswegs, dass es oft schwierig ist, hier die Grenze mit Sicherheit und Bestimmtheit zu ziehen, hoffe aber, in den Hauptsachen wenigstens, nirgends ein christliches Element gesehen zu haben, wo nicht unverkennbare Spuren seines Vorhandenseins zu dieser Annahme berechtigten. Mit rein philologischer Kritik habe ich mich nicht befasst, und konnte dies umsomehr, als alles in dieser Hinsicht Wünsehenswerthe und Erforderliche von Schlegel und

Lassen bereits geleistet ist. Nur wo es zur Feststellung des Sinnes nothwendig erschien, konnte die Kritik des Textes nicht unberücksichtigt bleiben. Auch habe ich es absichtlich vermieden, aus den gewonnenen Resultaten, die dem Theologen reichlichen Stoff zum Nachdenken liefern, weitergehende Schlüsse und Folgerungen zu ziehen, welche die Grenzen eines Commentares überschreiten würden.

  Uebrigens halte ich, wie sehr mir auch das Hauptresultat der von mir angestellten Untersuchungen fest zu stehen scheint, hiermit die über die Bhagavad-Gita zu machenden Studien keineswegs für abgeschlossen oder erschöpft. Nicht nur scheint es einerseits nicht

 

 

 

lX

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unmöglich, dass spätere Untersuchungen die Entstehungszeit der Bhagavad-Gita in eine noch viel jüngere Zeit herabsetzen könnten, als man gegenwärtig anzunehmen berechtigt ist; andererseits aber war mir auch eine beträchtliche Menge von Material, aus dem sich für' die Erklärung des Gedichtes voraussichtlich schätzbare Resultate gewinnen lassen, unzugänglich. Ich rechne hierzu vor Allem den

Commentar Sankara's, der vielleicht. irgendwo in Indien schon gedruckt sein mag, aber in der Bibliotlheca Indica noch nicht erschienen ist und für mich uneirreichbar war; ferner alle jene Urkunden, welche bisher nur im Sanskrit-Text (ohne Uebersetzung) publicirt sind, und von denen ich, wegen ungenügender Fertigkeit im cursorischen Sanscritlesen, nur sehr eingeschränkten Gebrauch machen konnte. Trotzdem glaube ich, dass die Lektüre der

Bhagavad-Gita, so wie sie von mir übersetzt und nach den mir zu Gebot stehenden Hilfsmitteln erklärt worden, ein klares und anschauliches Bild des gesamten indischen Lebens und Denkens, das sich hier in der vielseitigsten Weise abspiegelt, darbieten kann, und hoffe zugleich, dass das Auge des Theologen, mit dem ich dieses wesentlich theologische Gedicht betrachtet habe, manche Beziehungen entdeckt und klar gemacht haben dürfte, welche selbst denen, die sich ausschliesslich mit indischen Studien beschäftigen, über manches bisher nicht Beachtete Aufschluss geben können. Wenn es keinem Zweifel unterliegen kann, dass die Bhagavad-Gita dem Philosophen sowohl als dem Theologen als eine höchst wichtige Urknnde erscheinen muss, dann würde es mich insbesondere freuen, wenn meine Arbeit dazu beitragen könnte, deren Aufmerksamkeit auf ein Dokument hinzulenken, das die ihm gebührende Beachtung bisher nur in sehr geringem Masse gefunden hat. Der bedeutende poetische Werth endlich, den die

Bhagavad-Gita besitzt, kann übrigens auch von dieser Seite nicht verfehlen, die Aufmerksamkeit auf ein Gedicht hinzulenken, 'dessen Schönheiten dann erst vollkommen gewürdigt werden können, wenn die nöthigen Hilfsmittel zum vollen Verständniss deselben vorhanden sind. Dass ich, anstatt, wie Cockburn Thomson) eine Abhandlung über die indische Philosophie als Ein-

 

 

X

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leitung voranzuschicken, es vorgezogen habe, einen gedrängten Ueberblick über den Hauptinhalt des

Mahabharata voranzustellen, dürfte denjenigen nicht unwollkommen sein, welche über dieses berühmte

Epos, von welchem es noch keine vollständige Uebersetzung in irgend einer Sprache giebt, und dem die Bhagavad-Gita als Episode eingefügt ist, etwas Näheres erfahren wollen.

Freilich haben die kritischen Untersuchungen, welche die Bhagavad-Gita sich gefallen lassen musste, den Nimbus abgestreift, niit dem das vermeintliche hohe Alter derselben sie früher umgeben hatte; sie wird aber nichtsdestoweniger immer noch verdienen, einen besonderen Ehrenplatz unter den Denkmälern der indischen Literatur einzunehmen, wenn auch, zum ,Theil wenigstens, bei ihr der Ausspruch Max Müllers seine Geltung findet, den ich gewissermassen als Motto . über diese meine Arbeit schreiben könnte: ,,Jf, after years of tiresom Iabour, we do not arrive at the results which we expeeted — if we find but spurious and unimportant fabrications of individuals, where we thought to place ourselves ,face to face with the heroes of an ancient world, and among ruins that should teach us the lessons of former ages, — we need not be discouraged nor ashamed, for in true science even a disappointment is a result." (A History of Ancient Sanskrit Literature. London 1859. p. 8.) Gleichwohl halte ich weder die Bhagavad-Gita für ein ,,bedeutungsloses Machwerk," noch kann ich in der That von ,,Enttäuschung" reden, welche das gewonnene Resultat mir bereitet hätte. Diese überlasse ich Denen, welche über jeden Verlust untröstlich sind, den die vermeintliche Herrlichkeit des Heidenthums dem Christenthum gegenüber erleidet, und gestehe geni, dass es mir zu wahrer Befriedigung gereichen würde, wenn die vorliegende Arbeit im Stande wäre, zur

Verherrlichung der allein göttlichen Lehre des Christenthums, selbst auf Kosten zerstörter Illusionen über den Werth und die Vortrefllichkeit indischer Weisheit, einigermassen beizutragen.

 

 

 

  Breslau, den 17. September 1868.

 

Der Verfasser.

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Lorinser, Dr. Franz, "Bhagavad-Gita - uebersetzt und erläutert von Dr. Franz Lorinser", Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz' Buchhandlung (G. Porsch)

 

 

 


Aus Dr. Franz Lorinser’s Übersetzung der Bhagavad Gita ins Deutsche:

 

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268

...

Anhang.

 

... dass die Bhagavad-Gita aus nachbuddhistischer Zeit stammt, und andererseits sprechen die gewichtigsten Gründe dafür, dass ihre Abfassung in eine Zeitperiode zu setzen sei, welche um Jahrhunderte über den Anfang der christlichen Aera hinausliegt. Wie weit hinab jedoch diese Abfassungszeit anzusetzen sei, wird solange noch eine offene Frage bleiben, bis es mit Bestimmtheit ermittelt sein wird, wann Sankara, der berühmte Philosoph der Vedanta-Schule, unter dessen zahlreichen Commentaren sich auch einer der Bhagavad- Gita befindet, gelebt hat. Nach der gewöhnlichen Annahme, welche zwar auf gewichtigen Gründen beruht, die aber keineswegs auf unumstössliche Gewissheit Anspruch machen kann, hat

Sankara im achten Jahrhundert nach Christus gelebt. Lassen zieht daraus den Schluss, dass die Bhagavad-Gita einige (etwa fünf) Jahrhunderte früher entstanden sein müsse, also ungefähr im dritten Jahrhundert nach Christus. Ist diese Annahme richtig (und

jedenfalls kann sie insofern auf Richtigkeit Anspruch machen, als sie den frühesten Zeitpunkt bezeichnet, über welchen zurück die Entstehung der Bhagavad-Gita wohl nicht verlegt werden kann), so ist die Möglichkeit erwiesen, dass der Verfasser des Gedichtes von den Lehren und den heil. Schriften des Christenthums Kenntniss haben konnte, da um diese Zeit, wie wir mit Bestimmtheit wissen, bereits christliche Gemeinden in Indien vorhanden waren, da ferner, wie Eusebius (H. E, lib. 5. cap. 10) erzählt, von Pantaenus, der schon am Ende des zweiten Jahrhunderts als Missionar nach Indien vorgedrungen, daselbst ein Exemplar des hebräischen Matthäus-Evangeliums vorgefunden wurde, welches angeblich durch den Apostel Bartholomäus dorthin gebracht worden und das er nach Alexandrien zurückbrachte, uad da endlich, was für unseren Zweck von ganz besonderer Wichtigkeit ist, auch bereits eine indische Uebersetzung des Neuen Testamentes existirte, worüber wir ein positives Zeugnis in den Schriften des heil. Johannes Chrysostomus besitzen, das bisher von den Erforschern des Indischen Alterthums übersehen worden zu sein scheint. Die betrffende Stelle findet sich Cap. 1. Evang. Joan. homil. q. und lautet folgendermaßen: „...“

Man könnte versucht sein, die Bedeutung dieses Zeugnisses durch den Zusatz „..." für abgeschwächt zu halten; diese Besorgniss schwindet jedoch, wenn man erwägt, dass alle hier namentlich erwäbnten Uebersetzungen, mit alleiniger Ausnahme der Indischen, auch anderweitig nachweisbar sind und sich sogar bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Jedenfalls hätte Chrysostomus die Inder hier nicht ausdrücklich erwähnt, wenn er nicht positive Kunde von der in ihrer Sprache vorhandenen Uebersetzung gehabt hätte.' Der heil. Chrysostomus starb im Jabre 407 n. Ch. Die indische Uebersetzung, von der er Kunde hatte, musste wohl mindestens um hundert Jahre früher schon vorhanden sein, ehe die Kenntniss

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siehe Seite 268 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).

 

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269

Anhang.

 

derselben in damaliger Zeit bis zu ihm gelangen konnte. Wahrscheinlich aber hatte schon Pantaenus, der Lehrer des Clemens Alexandrinus, von dem wir wissen, dass er selbst in Indien gewesen, diese Kunde in das Abendland mitgebracht. Die Entstehung dieser Uebersetzung kann also möglicher Weise bis in das erste oder zweite Jabrhundert n. Ch. hinauf reichen. Ob dieselbe im Sanskrit, der damals schon im Munde des Volkes ausgestorbenen gelehrten Sprache der Brahmanen, oder in einem indischen Volksdialekt abgefasst war, kann wohl schwerlich ermittelt werden, ist aber auch hier vollkommen gleichgültig, da jedenfalb anzunehmen ist, dass der gelehrte und höchst talentvolle Brahmane, der die Bhagavad-Gita geschrieben, auch des Volkdialektes kundig war. Aber auch selbst dann, wenn man von der Existenz einer indischen Uebersetzung des Neuen Testamentes ganz absehen wollte, wäre die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass ein des Griechischen kundiger Brahmane den Urtext gekannt und benützt habe, was vielleicht in dem Umstände eine Bestätigung finden könnte, dass ausser dem Neuen Testament sich Spuren einer Benützung der ursprünglich griechisch geschriebenen Sophia Salomonis (des Buches der Weisheit) vorfinden.

So wäre also die Möglichkeit, dass der Verfasser der Bhagavad-Gita nicht bloss von den Lehren des Christenthums im Allgemeinen Kenntniss gehabt, sondern auch Einsicht in die Schriften des Neuen Testamentes genommen, auf sehr natürliche Weise dargethan, ohne dass man nöthig hätte, zu gewagten Hypothesen seine Zuflucht zu nehmen.

   Ist es aber auch denkbar, dass ein Brahmane, der, wie der Verfasser der Bhagavad-Gita, fest an seiner überlieferten brahmanischen Weisheit hielt und dieselbe über Alles stellte, sich herabgelassen, vom Christenthum so spezielle Kenntniss zu nehmen, ja sogar einzelne Lehren desselben und Aussprüche seiner heil. Schriften zu benützen, um sie seinem eigenen System anzupassen und einzuverleiben? Auch von dieser Seite ist die Möglichkeit einer solchen Benützung vorher nachzuweisen, ehe wir daran gehen können, die wirkliche Thatsache derselben aus den deutlich vorhandenen Spuren darzuthun.

Der Verfasser der Bhagavad-Gita gehört der Sekte der Vishnuiten an; denn er überträgt auf Vischnu alle Attribute der höchsten Gottheit, des Brahma im philosophischen Sinne des Wortes, und erblickt in dem Helden Krishna eine Incarnation dieses höchsten Wesens. Auf diese Vergötterung des Krishna, welche unter allen ähnlichen Einschiebseln des Mahabharata in der Bhagavad-Gita · wohl am schärfsten ausgeprägt erscheint, ist aber, wie insbesondere Professor Dr. A.Weber in seinen Indischen Studien nachgewiesen hat, die Bekanntchaft mit dem Christenthum von entscheidendem Einfluss gewesen, und zwar hauptsächlich dadurch, dass man den Helden Krishna, durch die Aehnlichkeit des Namens verleitet, in Christus wiederzufinden glaubte und auf Krischna Vieles ...

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siehe Seite 269 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).

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271

Anhang:

 

ehrt, wie er denn in der That ursprünglich jedenfalls wohl eine bestimmmte, menschliche Persönlichkeit gewesen zu sein scheint, so ward ihnen nummehr, als sie einen gleichnamigen Gott im fremden Lande so hoch verehrt fanden, dies zum evidenten Beweis seiner Göttlichkeit. Die Hauptpunkte auf die es hier überhaupt ankommt, scheinen mir die folgenden zu sein:

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siehe Seite 271 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).

 

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273

      

Anhang

     

 

 

... den betreffenden Texten des Neuen Testaments wird die hier ausgesprochene Behauptung fast bis zur Evidenz einleuchtend machen. Ich unterscheide drei verschiedene Arten Stellen, denen Parallelstellen aus dem Neuen Testamente gegenübergestellt werden können: erstens solche, die, dem Wortlaut nach mehr oder minder verschieden, im Sinne übereinstimmen, und zwar in der Weise, dass ein offenbar christlicher Gedanke in indischer Form ausgedrückt erschheint; (von dieser Art sind natürlich bei Weitem die meisten Stellen, welche hier in Betracht kommen, und dieselben und für die Art und Weise der Benutzung im Allgemeinen bezeichnend) zweitens solche, in denen ein eigenthümlicher und charakterktischer Ausdruck des Neuen Testamentes wörtlich aufgenommen worden, wenn auch der Sinn zuweilen ein ganz verschiedener ist; endlich drittens solche, in denen Sinn und Ausdruck übereinstimmen, obgleich der erstere durch den Zusammenhang eine den indischen Anschauungen angepasste Deutung erhält.

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siehe Seite 273 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).

 

 

I. Stellen, die bei verschiedenem Wortlaut im Sinne übereinstimmen

 

 


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Anhang: 

  

273

         

    

Bhagavad-Gita.

  

Neues Testament.

           

    

Wer Handlungssinne hat gezähmt und sitzt, im Herzen denkend dann an Sinnesdinge, thör'chen Geists, ein solcher Heuchler wird genannt. (III, 6.)

 
  

Ich aber sage euch, dass ein Jeder, der ein Weib mit Begierde nach ihr ansieht, schon die Ehe mit ihr gebrochen hat in seinem Herzen. (Matth. 5, 28.)

   

Die aber, dieses lästernd, nicht befolgen, was von mir gelehrt, die wisse jeglichen Verstands beraubt, verlorne Thoren sind's. (III, 32.)

 

 
    Einen ketzerischen Menschen meide, . . . . denn du weisst, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt, da er sich selbst das Urtheil der Verdammung spricht. (Tit. 3, 10—11.)

 

    

Aus jeden Sinnnes Gegenstand Neigung und Abscheu sich erzeugt. Nicht geh' auf deren Will'n er ein, die beide seine Feinde Bind. (III, 34.)

 
  

Darum lasset die Sünde nicht herrschen in euerem sterblichen Leibe, so dass ihr seinen Gelüsten gehorchet. (Röm. 6, 12.) Denn die fleischliche Gesinnung ist Feindschaft wider Gott. (Röm. 8, 7.)

 

    

Deine Geburt die spätre ißt, die des Vivasvat früher war; wie soll ich das verstehendenn, dass du im Anfang schon gelehrt? (IV, 4.)

 
  

Da sprachen die Juden zu ihrn: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen ? (Joan. 8, 57.)

       

Viel Geburten vorüber sind meiner, deiner auch, Ardschuna! Die weiss ich alle, aber du, o Feindbedränger, weisst sie nicht. (IV, 5.) 

  

Ich weiss, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisset nicht, woher ich komme, oder wohin ich gehe. (Joan. 8, l4)

 
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siehe Seite 273 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).

 
       

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Anhang. 

  
       
    

Bhagavad-Gita.

  

Neues Testament.

    

 

Zur Stütze der Gerechtigkeit werd' ich gebor’n von Zeit zu Zeit. (IV, 8.)

 

  

 

 

  

 

Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugniss gebe. (Joan. 18, 37.) Der Sohn Gottes ist dazu erschienen, die Werke des Teufels zu zerstören. (1. Joan. 3, 8.)

 

    

Wer obn' Erkenntniss, ungläubig, zweifelnden Geists, der untergeht. (IV, 40.)

 
  

Wer glaubt . . . der wird selig werden ; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Marc. 16, 16.)

 
    

Ich thue nicht, so denket der Vertiefte, der die Wahrheit weiss, sieht, hört, berührt und riechet er, isst, gehet, schläft und athmet er ... Wer niederlegend in Brahma die Werke, ohne Hang sie thut, der wird von Sünde nicht befleckt. (V, 8. 10.)

 
  

Möget ihr essen oder trinken, oder etwas Anderes thun, thuet Alles zur Ehre Gottes. (1. Corinth. 10, 31.) Alles was ihr thuet, in Wort oder in Werk, das thuet Alles im Namen des Herrn Jesu Christi. (Coloss. 3, 17.)

 
    

Von Unkenntniss Erkenntnis ist umhüllt, d'rum die Geschöpfe irr'n. (V, 15.)

 
  

Deren Verstand mit Finsterniss verdunkelt ist . . . durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens. (Ephcs. 4,18)

 
    

Doch denen die Unkenntnis hat Erkenntniss as dem Geist getilgt, der'n sonnengleich Erkennen dann erhellet, was das Höchste ist. (V, 16.)

  

Bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eueren Herzen. (2. Petr. 1,19.) Gott . , . hat unsere Herzen erleuchtet, das Licht der Erkenntniss Gottes strahlen zu lassen in Christo Jesu. (2. Corintb. 4, 6.)

 

    

Wer hier ertragen kann, bevor er von dem Körper ist befreit, den Drang der Liebe des Zorns, der ist vertieft, ein sel'ger Mann. (V, 23.)

 
  

Selig der Mann, der die Versuchung aushält. (Jacob. 1, 12.)

 

    

Es übe der Vertiefte stets sich selbst in der

Verborgenheit. (V1,10.)

 
   

Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer und schliesse die Thüre m und bete zu deinem Vater im Verborgenen. (Matth. 6, 6.)

 

    

Vertiefung wird nicht dem zu Theil,
viel isst, noch der gar nicht isst. (VI, I6.)

 

 
  

Warum fasten die Jünger des Johannes so oft . .. die Deinigen aber essen und trinken? (Luc. 5, 33.) Des Menschen Sohn ist gekommen, er isset und trinket. (Matth. 11, 19.)

 

    

Des Zweifels anderer Löser nicht wird ja gefunden, als nur du. (VI, 39.)

 

  

Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. (Joan. 6,69.)

       

Wie ... mich ganz du wirst erkennen, Partha! Höre nun. Die Kenntnis ... will ich dir erklären. ... Und hast du die erkannt, so bleibt nichts Andres zu erkennen hier. (VII,1.2.)

  

Ich meinte, nichts unter euch zu wissen, als alleine Jesum Christum. (1. Corinth. 2,2.)

       
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siehe Seite 274 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).

      

 

 

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Anhang.

  

275

       
   

Bhagavad-Gita.

  

Neues Testament.

           
    

Nur welche sich zu mir flüchten, den Zauber überschreiten die. (VII, 14.)

 

 

Kommet zu mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid und ich will euch erquicken. (Matth. 11, 28.)

   

Nicht flüchten Uebelthäter, Thor'n, der Menschen Niedrigste zu mir . . . . folgend dämonischer Natur.(VII, 15.)

  

Das Licht ist in die Welt gekommen und die Menschen liebten die Finsterniss mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.Denn jeder, der Büses thut, hasset das Licht. (Joan. 3, 19 —20.) Ihr habt den Teufel zum Vater. (Joan. S, 44.)

 

    

Bedrängte, Wissbegier'ge, Gutbegehr'nde,Weise (ehren mich). (VII,16.)

 
  

Kommet zu mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid. (Matth. 11, 28.) Wer immer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. (Joan. 18,37). Den Armen wird das Evangelium gepredigt. (Matth. 11,5.)

 

    

Und dann empfängt er zugetheilt, was Gutes er gewünscht, von mir. (VII, 22.)

 
  

Jede gute Gabe und jedes vollkommne Geschenk ist von oben herab, vom Vater der Lichter. (Jacob. 1, 17.)

 

    

Ich kenne die vergangenen, die gegenwärt’gen, Ardschuna, und die zukünft'gen Wesen. (VII, 26.)

 

 

  

 Es ist kein Geschöpf vor ihm verborgen,
sonderm Alles ist nackt und offenbar vor seinen Augen.
(Hebr. 4,13.)

    

Durch Doppeltäuschung, die entsteht aus Wunsch und Abscheu . . .  geb'n alle Wesen in der Welt in Irrthum. (VII, 27.)

 
  

Verirrt, Sklaven von mancherlei Begierden und Lüsten. (Tit. 3, 3.)

 
    

Die verehren mich, im Vorsatz. (VII,28)

 
  

Festgegründet und beständig im Glauben. (Coloss. I,23.)

 

    

Die streben nach Alter- und Todbefreiung sind zu mir geflohn. (VII, 29.)

 
  

Wenn Jemand meine Worte hält, wird er in Ewigkeit den Tod nicht sehe (Joan. 8,51.)

 
    

Zu mir das Herz, den Geist gewandt,kommst ohne Zweifel du zu mir. (VIII, 7.)

 
  

Alles, was mir der Vater giebt, das wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen. (Joan. 6, 37.)

 
      Der fern von Dunkel. (VIII,9)   

Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsterniss. (1. Joan. 1,5)

 

    

Im Innern dess' die Wesen sind, durch den dies All entfaltet ist. (VIII, 22.)

 
  

In ihm leben wir und bewegen uns und sind wir.(Apostelgesch. 17, 28.)

    

Die geheimnisvollste Kenntniss will ich dich lehren mit Verständnis. (lX, I.

   

Euch ist gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen; den Uebrigen aber in Gleichnissen. (Luc. 8, 10.)

 
     <<   
      

siehe Seite 275 in „Die Bhagavad-Gita.“ - Uebersetzt und erläutert von Dr. F. Lorinser, Breslau, 1869, Verlag von G.P. Aderholz‘ Buchhandlung (G. Porsch).


Folgendes Zitat findet sich auch bereits im Abschnitt über Rishis Vasishta -  3) m)  zeitliche... -:

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zweiundzwanzigste Vorlesung

Die Cultur des indischen Mittelalters. Quellen für diesselbe. Die Götterwelt dieser Zeit. System der drei grossen Götter: Brahmâ, Vishṇu, Çiva. Genesis desselben. Vishṇu im Ṛigveda; im Yajurveda und in den Brâhmaṇas. Vishṇu wird Lieblingsgott der wichtigsten Stämme des Gangeslandes. Verschmelzung des Vishṇu mit verschiedenen Volksgöttern: Hari, Janaârdana, Vâsudeva. Förderung dies Cultus durch die Brahmanen im Kampfe gegen den aufstrebenden Buddhismus.

 

Nachdem wir in den letzten Vorlesungen die wichtigsten

politischen Ereignisse des indischen Mittlelalters an uns haben vorbeiziehen lassen, wollen wir nun versuchen die

Cultur und ihre Entwicklung in dieser Periode etwas näher ins Auge zu fassen.

Fragen wir zunachst nach den Quellen, aus denen wir unsere Kenntniss der Cultur des indischen Mittelalters schöpfen, so sind es in erster Linie die literarischen Denkmäler Indiens die Inschriften und Münzen der indischen Herrscher, für selbst, und zwar lassen sich insbesondere die grossen Epen dero Vermittelung wir insbesondere englischen Forschern wie Mahâbhârata und Râmâyaṇa sowie das sogenannte Gesetzbuch des Manu als diejenigen Werke bezeichnen, die uns am Ausgeprägtesten, am Vollständigsten und Treuesten das Bild der mittelalterlich-brahmanischen Cultur vor die Augen führen. Misslich sind uns diese, sonst so ungemein werthvollen, Bücher nur vor Allem wegen der Chronologie; denn schwer, und nur unter Zuratheziehung anderer Quellen, lässt sich die Entstehungszeit der uns dort vorgeführten brahmanischen Cultur feststellen, schwer lassen sich die verschiedenen Phasen ihrer Entwickelung scheiden. Was uns im Mahâbhârata, im Râmâyaṇa und im Gesetzbuch des Manu fertig entgegentritt, muss Jahrhunderte hindurch gewachsen sein, und eben dies Wachsthum in seinen verschiedenen Stadien festzustellen und auch zeitlich zu bestimmen, würde uns doch gerade von besonderem Interesse

 

 

 

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sein. Leider ist die Unsicherheit in dieser Hinsicht so gross und auch die Abweichung in den Meinungen der Gelehrten verhältnissmässig so bedeutend, dass wir uns mir mit grosser Behutsamkeit auf diesem Boden bewegen dürfen.

 

Hier kommen nun als eine willkommene Ergänzung die buddhistischen Texte hinzu, namentlich die im Pâli-Dialekt geschriebenen, die in historischer Beziehung viel zuverlässiger und werthvoller sind als die der Brahmanen¹) und deren Erwähnung brahmanischer Götter und Culturverhältnisse uns wiederholt die wichtigsten Anhaltspunkte bieten. Diese Texte sind uns um so wichtiger, als in den brahmanischen Büchern fast gar nicht berücksichtigt und offenbar absichtlich ignorirt wird; und doch spielt derelbe in der grösseren Hälfte des indischen Mitteralters eine ganz eminente Rolle und ist auch auf die Umgestaltung der brahmanischen Staatsordnung aller Wahrscheinlichkeit nach von grossem Einfluß gewesen. Das Nebeneinanderbestehen der brahmanischen und buddhistischen Richtungen, oder wie die Griechen sagen, der Brahmanen und der Samanäer, und ihr theils offener, theils versteckter Widerstreit gehört sehr wesentlich zur Charakteristik dieser Zeit. Die ältesten Bestandtheile der erwähnten buddhistischen Texte, speciell der Sûtra, sind nach dem Urtheil eines Kenners wie

Oldenberg jedenfalls vor dem zweiten buddhistischen Concil (zu Vâiçâlî), d. h. vor dem Jahre 380 vor Chr. verfasst, ² wahrscheinlich zum Theil sogar schon in der ersten Hälfte des Jahrunderts, welches auf Buddha’s Tod folgt ³.

Dazu kommen als eine weitere nicht unwichtige Ergänzung die Inschriften und Münzen der indischen Herrscher, für deren Vermittlung wir insbesondere englischen Forschern Cunningham, Prinsep u. A. zu Dank verpflichtet sind.

 Endlich — und es ist dies nicht das Geringste — haben wir auch noch die Nachrichten griechischer Schriftsteller über Indien in jenen Jahrhunderten.

  Der erste Grieche, von dem die Alten berichten, dass er΄Indien bereiste und Mittheilungen über dieses Land gab, war der schon früher erwähnte Skylax.4 welcher seine Reise im Jahrundert 509 vor Chr. auf Befehl des Darius ausführte. Aus 

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¹) S. Lassen, Ind. Alt. II ², p. 10.

²) S. Oldenberg, Buddha, p. 77

³ Wir setzen denselben in das Jahr 480 vor Chr.

4) S. oben p. 295.

 

 

-- 320 —

seiner Schrift schöpften manche griechische Schriftsteller ihre Nachrichten über Indien, darunter auch Herodot ¹.

Wir haben dann ferner die Nachrichten des Ktesias, welcher als Arzt am Hofe des Artaxerxes Mnemon lebte, von den Persern Vieles über Indien erfuhr und auch selbst weisse Inder persönlich kennen lernte. Er verfasste seine Schrift, nachdem er i. J. 398 vor Chr. in sein Vaterland zurückgekehrt war. Leider sind uns seine Berichte nur höchst mangelhaft überliefert. Der Patriarch Photios, ein Byzantiner des neunten Jahrhunderts nach Chr., hat uns einen Auszug derselben hinterlassen, der so voll des Wunderbaren und Fabelhaften und so nachlässig gearbeitet ist dass es sehr schwer wird, das Richtige und Glaubwürdige herauszusuchen. Ktesias selbst wurde schon von den Alten der Lügenhaftigkeit beschuldigt; doch ist es jetzt erwiesen, dass so manches Fabelhafte, was er berichtet, aus den Dichtungen der Inder selbst stammte, von denen Ktesias gehört hatte.²

 Von den Schriften der Männer, die Alexander auf seinem Zuge nach Indien begleitet hatten, ist uns keine erhalten; wir finden nur Mittheilungen über dieselben in Werken späterer Zeit. Von grossein Werthe aber sind für uns die Nachrichten des Megasthenes, der, wie schon früher erwähnt, etwa um das Jahr 300 vor Chr. ala Gesandter des Seleukos Nikator am Hofe des Candragupta, längere Zeit in Indien verweilte und seine Beobachtungen und Erkundigungen in einer Schrift, betitelt τὰ Iνδιϰά, niederlegte. Er war nicht nur kenntnisreicher und mit besserem Urtheil begabt als seine Vorgänger, sondern hatte auch durch längeren Aufenthalt im Land selbst, in begünstigter Stellung, Gelegenheit, sich mit dem Volk und den verhältnissen vertraut zu machen. So zeugen denn seien Nachrichten von wirklicher Sachkenntnis und bilden eine unserer wichigsten Quellen für die Culturgeschichte Indiens zu jener Zeit.

Alle diese verschiedenen und sehr verschiedenartigen Quellen — die Epen und Manu, die buddhistischen Texte, die Inschriften und Münzen, die Mittheilungen der Griechen — mit einander in Einklang zu bringen und ein einheitliches Bild daraus zu gewinnen, ist keine ganz leichte Aufgabe. Es wird uns aber bei den bedeutenden Vorarbeiten anderer Forscher hoffentlich nicht unmöglich sein, sie wenigstens annähernd zu erfüllen.

———————

¹ Vgl. Lassen, lnd. Alt. II², p. 634.

² S. Lassen. a. a. O. Il², p. 641.

 

 

 

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Die Götterwelt des indischen Mittelalters.

Bei keinem Volk der Erde hat Religion und Theosophie in dem Masse alles Leben und Denken beherrscht wie bei den Indern, und zu keiner Zeit tritt dieser Zug so bedeutsam hervor wie gerade zur Zeit des indischen Mittelalters. Es ist darum billig und natürlich, wenn eine Schilderung der Cultur jener Zeit ihren Anfang nimmt mit der Darstellung der religiösen Neubildungen und Umgestaltungen, der brahmanischen Reformen und der neuen Göttergestalten, die aus dem Schoosse des Volkes heraus jenen brahmanischen Reformen entgegenwuchsen.

Der Brahmanimus des indischen Mittelalters unterscheidet sich sehr wesentlich von der brahmanischen Religion der früheren Jahrhunderte. Es lässt sich diese neue Zeit charakterisiren als die Periode der drei grossen Götter: Brahmâ, Vishṇu und Çiva. Sie sind jetzt die höchstverehrten, wenn auch keineswegs die Einzigen. Neben ihnen finden wir noch immer den streitbaren Götterkönig Indra, dessen Himmel als verheissungsvoller Wonnesitz Kriegern und Helden entgegen winkt. Neben ihnen findet sich ferner eine ganze Reihe von Göttern zweiten und dritten Ranges, theils aus alter Zeit ererbt und umgestaltet theils auch neu entstanden so die Lokapâla oder die Hüter der acht Weltgegenden, Agni der Feuergott. Varuṇa der Wassergott, Kubera der Gott des Reichthums, Yama der Todesgott, Gaṇeça der Gott der Wissenschaften, Kârttikeya der Kriegsgott, Çri oder Lakshmî die Göttin der Schönheit und des Glückes, Durgâ oder Pârvati die furchtbare Gemahlin des Çiva; daneben auch, sehr verblasst. Soma, Vâyu und Sûrya; dann die göttlichen Genien und Geister, die musikliebenden Gandharven und die üppigen Apsarasen, die Bewohner des Indra-Himmels die Kinnara's und Yaksha's, die Siddha's, Câraṇa's und Vidyâdhara's; die Schlangengötter; die bösen Geister, Gespenster und Riesen, die Râkshasa’s und ihre Genossen. Allen voran stehen über doch immer an Macht und Bedeutung jene drei grossen Götter.

Hinsichtlich der Zeit. in welche wir das Auftreten der drei großen Götter zu setzen haben, ist es von Wichtigkeit. dass wir denselben bereits in den ältesten buddhistischen Texten begegnen, die wohl schon im fünften und vierten Jahrhundert vor Chr. entstanden sein dürften. Diese Texte führen uns die betreffenden Götter als zu Buddha's Zeit bereits von den Brah-

 

v. Schröder, Indiens Lit. u. Cultur 21

 

 

- 322 -

manen verehrt vor. Damit soll indessen keineswegs gesagt sein, dass damals schon das fertige System der Dreigötter bestand wie es später erscheint, oder dass die betreffenden Götter schon die Ausbildung und die hervorragende Bedeutung erlangt hatten, mit der sie uns z. B. in den epischen Dichtungen entgegentreten. Keineswegs! Immerhin aber bleibt es von Wichtigkeit, dass nach den ältesten buddhistischen Texten jene Götter schon zu Buddhas Zeit verehrt wurden. Es ist nicht nur Brahmâ, der mit dem Beinamen Sahâmpati oft in jenen buddhistischen Schriften genannt wird. Wir begegnen in denselben auch den Namen Hari, Janârdana und Nârâyana — und dies sind späterhin Bezeichnungen den Vishṇu. Wir begegnen den Namen Çiva und Çaṃkara, welches letztere auch nur eine Bezeichnung des Çiva ist. Wir begegnen dort neben Indra und Varuṇa auch dem Kubera und finden die Namen Viçvakarman, Gandharva, Kinnara, Garuḍa;¹) so werden ferner die Yaksha, die Asura, Dânava und andere böse Genien, sowie die Schlangengötter erwähnt. Am häufigsten aber — und das ist zu beachten — wird Indra genannt mit verschiedenen Beinamen, wie Çakra, Vâsava, Kâuçika, Çacipati.² Sehr wichtig ist es, dass der Name des Kṛishṇa in den alten buddhistischen Sûtren noch nicht erscheint und dies war ja die später besonders bedeutsame Form, in welcher Vishṇu verehrt wurde.

  Wir können im Ganzen schliessen, dass zu Buddha’s Zeit verschiedene vedische Götter, namentlich Indra, im Volke verehrt wurden, dass der männliche Gott Brahmâ eine wichtige Rolle spielte, auch Vishṇu und Çiva Verehrung genossen, im Ganzen aber doch die späteren drei grossen Götter noch nicht die hohe Stellung erhalten hatten, die ihnen in der Folge zu Theil wurde. ³

Wie sollen wir uns nun die Genesis des Systems der drei grossen Götter denken?

Brahmâ’s s Urprung ist uns bereits bekannt. Wir haben gesehen, wie in der Periode der Brâhmaṇa's und Upanishaden das neutrale Brahman, das Gebet, in seiner Bedeutung immer höher gesteigert, zum Heiligen an sich, zum Höchsten, zur Weltseele, zum Absolutum wird. Dies neutrale Brahman wurde dann später, um es dem Verständniss des Volkes näher zu bringen, mit Person und Geschlecht begabt, und so entstand

———————

¹ Der Vogel des Vishṇu, auf dem derselbe reitet.

² D. h. Gemahl der Çaci.

³ Vgl. Lassen Ind. Alt. I², p. 862. 863. Burnouf hat zuerst diese religionsgeschichtlich wichtigen Aufhellungen gegeben.

 

 

 

- 323 -

  

der männliche Gott Brahmä, der schon zu Buddha's Zeit verehrt wurde.

  Aber es erwies sich, dass auch dieser Schritt nicht genügte. Wenn auch das Volk andächtig und gläubig die neue Göttergestalt aus den Händen der Brahmanen entgegennahm, — seinem Herzen stand er nicht nah und konnte er nicht näher treten. Seinen abstract-philosophischen Ursprung konnte er niemals ganz verleugnen. Es fehlte ihm ein Etwas, ein Lebenelement, das ihn den Menschen wahrhaft lieb und werth hätte machen können; es fehlte ihm, was bei allem Heiligen und Religiösen von eminenter Bedeutung ist, — die Tradition im Volke!

 Andere Götter waren es, die das Volk liebte und verehrte. Und auch die Brahmanen selbst waren doch nicht lauter abstract philosophische Denker, auch sie gehörten zum Volke, auch sie trugen ein ähnliches Herzensbedürfniss in sich und sie mussten es begreifen und selbst mitempfinden, wenn eben das Volk andere Götter begehrte, als den Brahmâ der Philosophenschulen.

 Hier ereignet sich nun das Merkwürdige, was uns in der Geschichte der indischen Religion mehrmals begegnet, dass gerade Göttergestalten, die bisher eine anscheinend nebensächliche Rolle gespielt, mehr und mehr in den Vordergrund treten, weil sie in ihrem besonderen Charakter den veränderten Bedürfnissen des Volkes in höherem Maasse entsprachen.

 Wir sahen, wie im Induslande an Stelle Varuṇa's, des alten Himmelskönigs, sich allmählich mehr und mehr der streitbare Gewittergott Indra in den Vordergrund drängte, der in der vorhergegangenen indopersischen Periode zweifelsohne nur eine geringe Rolle gespielt hatte, den aber die damals beständig kämpfenden und erobernden indischen Stämme in der Schlacht zu Hülfe riefen und mit dem Soma-Trank zum Kämpfe kräftigten, — ein Gott nach ihrem Herzen; der ihnen auch schon um seiner Naturbedeutung willen von besonderer Wichtigkeit war in einem Lande, wo Gewitter und Regen eine weit stärker hervortretende Rolle spielen als in anderen Gegenden. Jetzt aber waren die Gestalten der vedischen Götter mehr und mehr verblasst, — ein neues Leben, im Ganzen ruhig und friedlich, in festen, geordneten staatlichen und socialen Verhältnissen, in weiten, behaglichen, sicheren Wohnsitzen, inmitten einer reichen,

üppigen, von Leben überquellenden Natur, unter einer

heissen Sonne, war eingetreten. Derjenige Gott, welcher nun beim Volke des Gangeslandes immer mehr hervortrat, immer mehr

21*

 

- 324 -

 

geliebt und verehrt wurde, war Vishṇu, der ,,Wirkende" oder ,,Thätige",1) einer der alten Sonnengötter, die Sonne als die Leben wirkende Kraft in der Natur, aber wohl nicht Sonnengott allein, — in der Zeit des Ṛigveda auf eine mehr neben-sächliche und untergeordnete Stellung beschränkt.

 In jener ältesten Zeit wird dem Vishṇu vor Allem immer wieder eine Heldenthat nachgerühmt, — dass er mit drei gewaltigen Schritten den ganzen Luftraum durchmessen habe! Es ist die den Himmel durchwandelnde Sonne. Seine drei ofterwähnten Fussstapfen sind Aufgang, Höhepunkt und Niedergang der Sonne, und vor Allem wird die höchste Stapfe gepriesen als seliger Ort. Es heisst, dass auf den drei weiten Schritten des Vishṇu alle Wesen wohnen;² dass er allein die dreigetheilte Welt,' Erd' und Himmel und alle Wesen stützt und erhält.³ Der Sänger sehnt sich, des  Vishṇu liebe Stätte zu erreichen, wo sich die frommen Männer freuen, die Freundesschaar des Weitschreitenden; und er rühmt: an Vishṇu’s höchster Stapfe ist des Süssen Quell! 4) Diese dritte Fussstapfe des Vishṇu, die auch die beschwingten Vögel nicht erreichen, ist eben die Himmelshöhe.

  Besonders oft tritt Vishṇu im Ṛigveda in Verbindung mit Indra auf, und dies leg die Vermuthung nahe, dass in seiner, im Ṛigveda keineswegs klar und scharf hervortretenden Persönlichkeit auch andere Seiten noch als die des Sonnengottes zu suchen sind, welche letztere übrigens ja auch einigermassen verhüllt und verschleiert hervortritt, keineswegs so deutlich ist, wie etwa bei Sûrya, Savitar und Pûshan, sondern nur erschlossen und vermuthet werden kann. Mit Indra vereint wird Vishṇu geladen, zum Somatrunk herbei zu kommen mit den feindebesiegenden Rossen. Mit Indra vereint kämpft er in der Schlacht gegen den Wolkendämon Vṛitra. Bald erscheint er als von Indra gesendet, bald Indra von ihm gekräftigt und gestützt. Im Rausch des Soma schreiten sie beide weit aus und besiegen den Feind. ,,Ihr siegtet beide — rühmt der Sänger — nicht wurdet ihr besiegt, nicht wurde je besiegt einer von euch Beiden!" 6)

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¹) Von der Wurzel vish ,,wirken" oder ,,thätig sein".

² Vgl. RV I, 154, 2.

³ Vgl. RV I. 154, 4.

4) Vgl. RV I, 154, 5.

5) Dualisch verbunden erscheinen sie in dem Compositum indrâ-vishṇû Indra und Vishṇu

6) Vgl. RV 6, 69, 9.

  

 

— 325 --

 

Nächst der Verbindung mit Indra erscheint Vishṇu am häutigsten neben Pûshan, und darin offenbart sich wieder sein

Charakter als Sonnengott; Vishṇu und Pûshan — der Wirkende, Thätige und der Gedeihen Schaffende — beides sind nur zwei Aeusserungen derelben, Leben wirkenden Sonnenkraft.

Es ist möglich, dass gerade das etwas Verhüllte und Verdeckte in Vishṇu's Person und Wesen mit dazu beitrug, dass gerade er zur verborgen schaffenden und wirkenden Potenz in der Natur erhoben wurde. Es dürften aber wohl auch noch andere Gründe nöthig sein, um es zu erklären, warum gerade er zu so hohen Ehren gelangte.

 

Hier liegt nun die Vermuthung nicht ferne, dass bei den verschiedenen indischen Stämmen auch verschiedene von den zahlreichen Sonnengöttern vorwiegend oder auch ausschlimlich verehrt wurden, und dass eben gerade der oder diejenigen Stämme, bei welchen seit Alters Vishṇu besonders verehrt wurde, gerade zu jener Zeit und bei jener religiösen Bewegung, die auf einen lebendigen, persönlichen Gott, im Gegensatz zum Brahmâ, hindrängte, eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Dass im Ṛigveda gewisse Götter wenig hervortreten, hat zum Theil wenigstens jedenfalls auch darin seinen Grund gehabt dass diejenigen Stämme, bei welchen diese Götter besonders verehrt wurden, bei der Schöpfung der Ṛigveda-Hymnen weniger betheiligt waren. .

Es waren jedenfalls wohl Stämme des Gangeslandes, die jenen Cultus des Vishṇu schon in früherer Zeit besonders pflegten; und es scheint, dass insbesondere die Çûrasena und die Çibi zu diesen Stämmen zu rechnen sind.¹)

 

In der Periode des Yajurveda und der Brâhmaṇa's ist zwar Vishṇu auch nur ein Gott neben vielen ändern Göttern, unter denen damals ja nur Prajâpati etwa als Prätendent der höchsten Götterwürde bezeichnet werden könnte. Indessen tritt doch in einer Beziehung Vishṇu bedeutsam hervor; nämlich darin, dass in den Büchern dieser Zeit, schon in den Prosatheilen des schwarzen Yajurveda häufig der Satz wiederkehrt: Vishṇu ist das Opfer! Es ist bekannt; welche dominirende Stellung in jenen Jahrhunderten das Opfer einnimmt, und die Identification mit dem Opfer lässt Vishṇu entschieden als keinen untergeordneten Gott erscheinen. Er muss bei den Stämmen, die den Yajurveda schufen, d. h. bei den Kuru und Pañcâla eine gewisse Bedeutung und Wichtigkeit gehabt haben. Auf

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¹) Vgl. Arrian Ind. 8, 5; 5,12. Duncker, Gesch. d. Alt. III4), p. 326.

 

 

 

- 326 -

 

die zum Theil recht thörichten Legenden, die von Vishṇu in diesem Zusammenhang erzählt werden, wie ihm einmal der Kopf abgerisssen und später wieder angefügt wird, wie man ihn in drei Theile theilt u. dgl. will ich nicht näher eingehen ¹) Es genügt hervorzuheben, dass diese Identificirung mit dem Opfer in Vishṇu’s Gestalt einen Keim legt, der vielleicht an sich schon fähig war, ihn zur grössten, heiligsten Gestalt des Pantheons heranwachsen zu lassen.

 

Dieser Gott nun, der Held, von dem der alte Mythus . rühmte, dass er den weiten Luftraum in drei Schritten durch- messen habe; der Wirkende, Thätige, — die wohlthätige, warme, lebenwirkende Sonnenkraft; der Genosse des Indra, der mit diesem vereint den bösen Wolkendämon geschlagen und die befruchtenden, lebenzeugenden Wasser zur Erde gesandt; dieser lichte, freundliche, milde, wohlthätige Gott, der die Sonnenwärme und die befruchtende Kraft der feuchten Niederschläge in sich vereinigt; der Gott, der das heilige Opfer, die höchste lebenschaffende Potenz der Brâhmaṇa-Zeit, in eigener Person repräsentirt, — er ist es, den eine Reihe der wichtigsten Stämme des Gangeslandes zu ihrem Lieblingsgott erwählten, der ihnen höher, schöner, liebevoller und liebenswerther erschien, als der alte Schlachtengott Indra, während man an den einst so hoch gefeierten Varuṇa kaum noch dachte.

 

Und nun spielt sich ein religionsgeschichtlich sehr interessanter und merkwürdiger Process ab, den wir aus den uns vorliegenden Daten und Andeutungen mit ziemlicher Sicherheit erschliessen können; es ist dies das Zusammenschmelzen der Gestalt des Vishṇu mit mehreren anderen, bei verschiedenen Stämmen des Gangeslandes besonders verehrten Volksgöttern.

 

Ich erwähnte es bereits, dass sich aus den alten buddhistischen Sûtra's eine Verehrung des Hari und Janârdana ergiebt, was später Namen des Vishṇu sind. Es ist nun schon seit längerer Zeit in hohem Grade wahrscheinlich gemacht worden, dass dieser Harl sowohl als auch Janârdana ursprünglich besonders beliebte Volksgötter bestimmter indischer Stämme waren, welche

 

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¹) Eine Legende der Brâhmaṇa's erzählt, dass die Asuren den Göttern die Welt entrissen hätten und dass es Vishṇu gewesen, der sie ihnen wieder zurückgegeben habe. Späterhin wird diese Erzählung mit dem alten Mythus von den drei Schritten des Vishṇu sowie mit der späteren Lehre von den Verkörperungen desselben in Zusammenhang gebracht und es heisst, dass Vishṇu, in einen Zwerg verwandelt, durch jene drei Schritte dem Asuren Bali listig die Erde abgewonnen habe.

Vgl. Muir, Or. Sanskr. Texts IV. p. 131. 252 flg. Duncker a. a. O. p. 251 ; vgl. auch unten am Schluss der folg. Vorlesung..

 

 

 

— 327 —

 

die Brahmanen, die sich für die Ausbreitung und Erhebung des Vishṇu-Cultus interessirten, eben mit Vishṇu identificirten, indem sie den betrefenden Stämmen mit Freuden die Verehrung ihres lebendigen, persönlichen, angestammten Gottes liessen und sie bloss weiter über die Natur, das wahre Wesen dessselben aufklärten, indem sie sagten: Euer Hari ist ja unser Vishṇu, der Alles wirkende, der Leben schaft durch das Sonnenlicht und das Nass des Regens Verehret ihn nur, und auch wir wollen ihn verehren, er it von unserem Gotte nicht verschieden! Und ihr, die ihr den Janârdana anbetet, verehret ihn nur, auch er ist Vishṇu, auch er ist unser Gott! — Die letztere Identification ist um so bemerkenswerther, als dieser Gott — wenigstens seinem Namen nach zu schliessen — in seinem Wesen wahrscheinlich erheblich von Vishṇu verschieden war, denn ,,Janârdana" heisst soviel als ,,die Menschen aufregend, bedrängend, beunruhigend". Gerade dies macht es nur noch wahrscheinlicher, dass Janârdana ursprünglich ein ganz anderer als Vishṇu, der nationale Gott eines bestimmten indischen Stammes war.¹)

 

Dies ist endlich sicher von einer dritten Göttererscheinung, die auch als Vishṇu, als ein anderer Name des Vishṇu dargestellt und verehrt wird, nämlich dem Vâsudeva, welcher ursprünglich der oberste Gott des Volkes der Puṇḍra war und auch den Beinamen Purushottama trug.² Auch unter diesem Namen wird in späterer Zeit Vishṇu viel gepriesen und verehrt. In den ältesten buddhistischen Schriften kommt derselbe noch nicht vor, wohl aber der Name Nârâyaṇa, unter dem späterhin ebenfalls Vishṇu verehrt wird. Indessen hat Lassen gezeigt, dass Nârâyaṇa in diesen ältesten buddhistischen Texten eine Bezeichnung des Brahmâ Svayambhû ist, des durch sich selbst seienden Weltenschöpfers. Diese Bezeichnung wurde später auf Vishṇu übertragen, resp. der Nârâyaṇa der Brahmanen-Schulen mit dem bereits einen verbreiteten Cult geniessenden Vishṇu verschmolzen, was um so eher möglich war, als als von Nârâyaṇa die Ansicht galt, dass er sich zum Opfer hingab, um die Welt zu erschaffen.³ 

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¹) Von Janârdaṇa heisst es im Mahâbhârata: ,,Wird auf die eine Seite die ganze Welt gestellt, auf die andere Janârdaṇa, so überwiegt Janârdaṇa die ganze Welt durch seine Wesenheit (sâra). Janârdaṇa kann durch seine Gedanken die ganze Welt in Asche verwandeln, nicht aber die ganze Welt den Janârdaṇa." S. Lassen, Ind. Alt. I². p. 919 Anm.

² S. Lassen, Ind. Alt. I², p. 754.

³ Vgl. Lassen, Ind. Alt. I², p. 918—920.

 

 

 

 

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So scheint denn die Gestalt des grossen Gottees Vishṇu zusammengeschmolzen zu sein aus dem vedischen Vishṇu mit dem Nârâyaṇa der Brahmanen-Schulen und mit den Volksgöttern Hari, Janârdana und Vâsudeva, — eine Genesis, die gewiss merkwürdig genug genannt zu werden verdient.

 

Dass bei diesem Process, aus welchem der grosse Gott Vishṇu hervorgeht, die Brahmanen des Gangeslandes bewusst handelnd, mit der Absicht einer religiösen Reform, eingriffen, ist in hohem Grade wahrscheinlich. Es war ja nicht bloss der abstracte und wesenlose Charakter jenes obersten Brahman, in welchem die Brahmanen den ganzen Pantheon aufgelöst hatten und der doch selbst nie zu rechtem Leben gelangen konnte; nicht nur das Verblassen der vedischen Götter, was eine religiöse Verödung, eine Lücke im Gemüthsleben hervorrief und so zu einer Reform drängte. Es war vielmehr auch ein positiver Feind,- der jetzt den Brahmanen gegenüber stand, — der Buddismus! Drang die Lehre des Câkya-Sohnes durch, dann bedeutete dies eine Auflösung der ganzen religiösen und socialen Ordnung des Brahmanenthums, an der so viele Jahrhunderte gearbeitet. Dann waren die Götter beseitigt, das Opfer, die so unsäglich müsham erarbeitete Opferordnung; abgethan, dann fielen die Kasten zusammen, und das Mönchthum vernichtete die Wurzeln des erblichen Priesterstandes. Gegen den Buddhismus zu kämpfen, wenn auch mit friedlichen Mitteln, war darum die erste Aufgabe der Brahmanen in den Jahrhunderten unmittelbar nach Buddha. Es war dies geboten durch den Selbsterhaltungstrieb, mächtig angespornt durch die unglaublichen Erfolge, die die Lehre des Buddha in Kurzem errang.

 

Nicht ablassend von den Resultaten ihrer früheren SpecuIation, fühlten die Brahmanen doch deutlich, dass das Volk eines lebendigen, persönlichen, gütigen Gottes bedurfte, dessen Verehrung seit Alters schon im Volksbewusstsein fest wurzeltete. Hier war eine Handhabe, hier das einzige Mittel geboten, wirksam jenen erkenntnissstolzen Jüngern des Buddha zu begegnen, die einen Menschen über alle Götter setzten und das Opfer verachteten. So beförderten denn die Brahmanen die bei mehreren Stämmen des Gangeslandes herrschende Verehrung des Vishṇu, verschmolzen ihn mit Nârâyana, dem höchsten Herrn, den sie verehren wollten, identificirten ihn mit den bei anderen Stämmen einheimischen Volksgöttern Harl, Janârdana und Vâsudeva, und schufen endlich so Vishṇu, den grossen Gott des Gangeslandes.

 

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 322 bis 328

 

Soweit diese Ausführungen von Leopold von Schroeder.

(Gelegentlich füge ich noch die einundzwanzigste und zumindest Teile der dreiundzwanzigsten Vorlesung von Leopold von Schroeder ein. ....München, den 7.5.2023)

 

Einige Anmerkungen meinerseits dazu:

Leopold von Schroeder schreibt u.a.: 

>>

... der Held, von dem der alte Mythus rühmte, dass er den weiten Luftraum in drei Schritten durch-messen habe; der Wirkende, Thätige ...

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 326

 

 

Dies ist aus der Sicht der „transzendentalen Meditation", wie sie einst Mr. Mahesh mal lehrte, auch noch anderweitig, upanishad-artig zu verstehen:

Die 3 Schritte, welche zum durch-messen des weiten Luftraumes, jener Person Vishṇu, da genügten war die Feststellung, daß es da 3 Welten gäbe, die Welt des Wachens, des Träumens und des Schlafens. So wie es dem Maßband egal ist, ob da der Brustumfang einer Frau, der Abstand zweier Inseln oder auch der Mindestabstand, welchen ein Gericht zwei verfeindeten Gruppen verordnete gemessen wird, so ist das, womit Wachen, Träumen und Schlafen in aller Würde, Sachlichkeit und Objektivität gemessen werden sollen, vergleichbar werden, das „Reine Bewußtsein", das was den Zustand des „Turiya" bzw des Samadhi kennzeichnet, ausmacht. Aus der Sicht eines wenigstens bewußterweise erstmal Verankertseins in reinem Bewußtsein, beginnt dann das/ein „messendes" Betrachten von Wachen, Träumen und Schlafen bis die sich schließlich in aller Würde, Sachlichkeit und Objektivität die Erkenntnis einstellt, daß tief innen in einem Gegenüber - egal ob Person (egal welchen Geschlechts oder auch geschlechtslos) oder auch Objekt - ob im Wachen, Träumen oder Schlafen auch jenes reine Bewußtsein ist und jenes reine Bewußtsein

man insofern weder selber sein kann, noch auf einen selber - inklusive der Erkennarkeit desselben - beschränkt ist, sondern daß jees reine Bewußtsein ein aus sich selbst heraus existentes Etwas ist, das coexistiert und coexistieren kann - mit allem, was es da im Wachen, Träumen und Schlafen so alles gibt bzw jemals geben kann.

 

Durch Erlangen solcher Erkenntnis, wird der „Luftraum" also in 3 Schritten durch-messen.

 

Und - zumindest auch in solchem Sinne gilt, das was Leopold von Schroeder dazu auch noch feststellte:

>>

... der Gott, der das heilige Opfer, die höchste lebenschaffende Potenz der Brâhmaṇa-Zeit, in eigener Person repräsentirt ...

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 326 

 

Sehr wichtig im Zusammenhang mit der Thematik dieser Arbeit sind folgende Feststellungen von Leopold von Schroeder:

 

>>

... Immerhin aber bleibt es von Wichtigkeit, dass nach den ältesten buddhistischen Texten jene Götter schon zu Buddhas Zeit verehrt wurden. Es ist nicht nur Brahmâ, der mit dem Beinamen Sahâmpati oft in jenen buddhistischen Schriften genannt wird. Wir begegnen in denselben auch den Namen Hari, Janârdana und Nârâyana — und dies sind späterhin Bezeichnungen den Vishṇu. Wir begegnen den Namen Çiva und Çaṃkara, welches letztere auch nur eine Bezeichnung des Çiva ist. Wir begegnen dort neben Indra und Varuṇa auch dem Kubera und finden die Namen Viçvakarman, Gandharva, Kinnara, Garuḍa;1) so werden ferner die

Yaksha, die Asura, Dânava und andere böse Genien, sowie die Schlangengötter erwähnt. Am häufigsten aber — und das ist zu beachten — wird Indra genannt mit verschiedenen Beinamen, wie Çakra, Vâsava, Kâuçika, Çacipati.² Sehr wichtig ist es, dass der Name des Kṛishṇa in den alten buddhistischen Sûtren noch nicht erscheint und dies war ja die später besonders bedeutsame Form, in welcher Vishṇu verehrt wurde. ...

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 322 

 

* Ok, Kṛishṇa kommt in den alten buddhistischen Sûtren noch nicht vor, dh ist wohl erst in späterer Zeit entstanden bzw jene „Inkarnation" Vishṇus lebte eben erst nach Buddha.

 

>>

...Wir begegnen den Namen Çiva und Çaṃkara, welches letztere auch nur eine Bezeichnung des Çiva ist. ...

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 322 

und das heißt, daß Shankara (Çaṃkara) evtl schon vor oder auch zur Zeit Buddhas gelebt haben könnte. Dann wäre aber Pfarrer Haak’s Aussage, wonach Shankara „Buddhismus-Verfolgung" betrieben hätte sowieso absurd, da es jenen Lehre damals ja gar noch nicht gegeben gehabt hätte, der Buddhismus zumindest sich noch gar verbreitet gehabt hätte und, im Übrigen, die buddhistischen Schriften dazu nichts besagen. Aber dazu dann mehr im Abschnitt über Shankara.

 

Nun die großen Werke betreffs Kṛishṇa, das Mahâbhârata und das Srimad Bhagvatam stammen, lt. der Überlieferung, von Vyâsa, dem Urenkel von Ṛṣi Vāsiṣṭha. Im "Yogavasishta", welches Ṛṣi Vāsiṣṭha zugesprochen wird, findet man allerlei Bemühung die abstrakte Realität des Brahman, des "absoluten Bewußtseins" durch Lebensgeschichten von Lebewesen, die es erkannt haben oder hätten den Interessierten nahe zu bringen und lebendig sein zu lassen.

 

Und da zeigt sich, die Darstellung des Leopold von Schroeder etwa an der Stelle von Seite 322 und 323 ebenso als hilfreich, wie dann die Ausführungen zum Abschluß der zweiundzwanzigsten Vorlesung auf Seite 328:

 

>>

...

Brahmâ’s s Urprung ist uns bereits bekannt. Wir haben gesehen, wie in der Periode der Brâhmaṇa's und Upanishaden das neutrale Brahman, das Gebet, in seiner Bedeutung immer höher gesteigert, zum Heiligen an sich, zum Höchsten, zur Weltseele, zum Absolutum wird. Dies neutrale Brahman wurde dann später, um es dem Verständniss des Volkes näher zu bringen, mit Person und Geschlecht begabt, und so entstand der männliche Gott Brahmâ, der schon zu Buddha's Zeit verehrt wurde.

Aber es erwies sich, dass auch dieser Schritt nicht genügte. Wenn auch das Volk andächtig und gläubig die neue Göttergestalt aus den Händen der Brahmanen entgegennahm, — seinem Herzen stand er nicht nah und konnte er nicht näher treten. Seinen abstract-philosophischen Ursprung konnte er niemals ganz verleugnen. Es fehlte ihm ein Etwas, ein Lebenelement, das ihn den Menschen wahrhaft lieb und werth hätte machen können; es fehlte ihm, was bei allem Heiligen und Religiösen von eminenter Bedeutung ist, — die Tradition im Volke!

  Andere Götter waren es, die das Volk liebte und verehrte. Und auch die Brahmanen selbst waren doch nicht lauter abstract philosophische Denker, auch sie gehörten zum Volke, auch sie trugen ein ähnliches Herzensbedürfniss in sich und sie mussten es begreifen und selbst mitempfinden, wenn eben das Volk andere Götter begehrte, als den Brahmâ der Philosophenschulen.

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 322/323

 

>>

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Nicht ablassend von den Resultaten ihrer früheren SpecuIation, fühlten die Brahmanen doch deutlich, dass das Volk eines lebendigen, persönlichen, gütigen Gottes bedurfte, dessen Verehrung seit Alters schon im Volksbewusstsein fest wurzeltete. Hier war eine Handhabe, hier das einzige Mittel geboten, wirksam jenen erkenntnissstolzen Jüngern des Buddha zu begegnen, die einen Menschen über alle Götter setzten und das Opfer verachteten. So beförderten denn die Brahmanen die bei mehreren Stämmen des Gangeslandes herrschende Verehrung des Vishṇu, verschmolzen ihn mit Nârâyana, dem höchsten Herrn, den sie verehren wollten, identificirten ihn mit den bei anderen Stämmen einheimischen Volksgöttern Harl, Janârdana und Vâsudeva, und schufen endlich so Vishṇu, den grossen Gott des Gangeslandes.

 

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Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seiten 318 bis 328

 

 

Man sieht daran, dann daß Ṛṣi Vāsiṣṭha, bei dem nunmal (siehe seine Hymnen im igveda) Varuṇa noch eine größere Rolle spielte, in der Übergangszeit des auf die einfacheren Menschen Zugehens, wohl gelebt haben wird.

Neue "Götter" zu schaffen lag Ṛṣi Vāsiṣṭha fern. Geschichten betreffs "neuer Götter" zu schreiben, war auch nicht seine Methode.

Aber wenn man im Yogavāsiṣṭha dann eben die Geschichten vom Dämon Bali oder auch Prahlada und wie diese die Erleuchtung/Erkenntnis erlangten oder auch die Geschichte von der unsterblichen Krähe Busunda ließ usw, so erinnert es an eine Zeit wo es Gott Çiva schon gab und aber jene Vielzahl an Wesen eine größere Rolle spielten, welche Leopold von Schroeder wie folgt erwähnt:

>>

...

Es lässt sich diese neue Zeit charakterisiren als die Periode der drei grossen Götter: Brahmâ, Vishṇu und Çiva. Sie sind jetzt die höchstverehrten, wenn auch keineswegs die Einzigen. Neben ihnen finden wir noch immer den streitbaren Götterkönig Indra, dessen Himmel als verheissungsvoller Wonnesitz Kriegern und Helden entgegen winkt. Neben ihnen findet sich ferner eine ganze Reihe von Göttern zweiten und dritten Ranges, theils aus alter Zeit ererbt und umgestaltet theils auch neu entstanden so die Lokapâla oder die Hüter der acht Weltgegenden, Agni der Feuergott. Varuṇa der Wassergott, Kubera der Gott des Reichthums, Yama der Todesgott, Gaṇeça der Gott der Wissenschaften, Kârttikeya der Kriegsgott, Çri oder Lakshmî die Göttin der Schönheit und des Glückes, Durgâ oder Pârvati die furchtbare Gemahlin des Çiva; daneben auch, sehr verblasst. Soma, Vâyu und Sûrya; dann die göttlichen Genien und Geister, die musikliebenden Gandharven und die üppigen Apsarasen, die Bewohner des Indra-Himmels die Kinnara's und Yaksha's, die Siddha's, Câraṇa's und Vidyâdhara's; die Schlangengötter; die bösen Geister, Gespenster und Riesen, die Râkshasa’s und ihre Genossen. Allen voran stehen über doch immer an Macht und Bedeutung jene drei grossen

...

<<

Schroeder, Leopold von: Indiens Literatur und Cultur in historischer Entwicklung, Ein Cyclus vom fünfzig Vorlesungen, Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seite 321

 

 

Allerdings ist zu den Ausführungen des Leopold von Schroeder folgendes anzumerken:

 

Anmerkung:

In "Bhagavad Gita", herausgegeben und aus dem Sanskrit übersetzt von Richard Garbe, (Neudruck durch den Anaconda-Verlag, ISBN 978-3-7306-0416-8, 1905 erstmals erschienen bei Haessel in Leipzig. Die vorliegende Ausgabe folgt der zweiten verbessserten Auflage, Leipzig 1921), heißt es auf Seite 23: 

>>

... Frägt man nach der Zeit, in der Krishna glebt und seine Religion gestiftet hat, so dürfte er schon nach der Chândogya-Upanishad III 17.6 ein paar Jahrhunderte vor Buddha zu setzen sein. ...

<<

etwas weiter im Text heißt es ebenfalls auf Seite 23:

>>

... Schon im 6.Jahrhundert vor Christus muß der Krishna-Kult in voller Blüte gestanden haben, weil die Ruinen des Tempels, die A. Führer bei Rummindei entdeckt hat, erkennen lassen, daß die Vorfahren Buddhas ua dort auch die Rukmini, die Lieblingsgatttin Krishnas, verehrt haben. ...

<<

Garbe, Richard, Prof. Dr, "Bhagavad Gita", Haessel, Leipzig, 1905; Neudruck durch den Anaconda-Verlag, ISBN 978-3-7306-0416-8. Seite 23

 

23.Lektion wird noch eingefügt....


Überlegungen betreffs Entlehnungen, wie sie Dr. Franz Lorinser in seinem Anhang ausführlich darstellt, findet man auch in einem Büchlein von Prof. Alfred Hillebrandt (aus der Serie "Wege zum Wissen").

 

Im Büchlein

"Buddha's Leben und Lehre"

von

Alfred Hillebrandt

(war damals Professor an der Universität Breslau)

Verlag Ullstein/Berlin

 

Auf Seite 153 heißt es dort zB:

       >>
    

...

Nachdem diese Gegenüberstellung nur einem möglichweise vorhandenen Bedürfnis nach einem Überblick entgegenkommt, ist die Frage nach, wieweit Beeinflussungen der Evangelien durch den Buddhismus stattgefunden haben, von tiefgreifender historischer Bedeutung. Die Möglichkeit dieser Einwirkungen ist nicht abzustreiten; denn auf mancherlei Wegen die unsere Quellen nicht kennen, wird sich ein Ausgleich auch geistiger Güter zwischen Orient und Okkzident vollzogen haben. Wir wissen es aus dem Auftreten alter Märchen, für die Übergänge in historischer Zweit sich nicht nachweisen lassen und doch bestanden haben müssen. Es wird auch Wege gegeben haben, auf denen Einflüsse des Buddhismus sich geltend machen konnten, ohne daß wir ganz von der Sicherheit ihres Vorhandenseins überzeugt sind.

  Die, welche zuerst das Problem behandelten, haben zu schnell ihre Schlüsse gezigen und das Christentum nahezu als veredelten und geläuterten Buddhismus behandeln wollen. Rudolf Seydel hat in den kanonischen und apokryphischen Evangelien gegen

153

...

     <<
   

von Seite 153 von "Buddha's Leben und Lehre", von Alfred Hillebrandt (war damals Professor an der Universität Breslau), Verlag Ullstein/Berlin 


 

>>

...

 

— 277 —

das Sanskrit, in dem sie geschrieben sind. Und man möchte an ihnen gerne stillschweigend vorübergehen, wenn sie nicht im nördlichen Indien, in Tibet und später auch in China eine so große Verbreitung gefunden hätten, daß ihnen jedenfalls eine große kulturgeschichtliche Bedeutung zukommt ¹).

 

Die buddhistische Litteratur und die Weltlitteratur.

So wie der Buddhismus eine Weltreligion geworden ist, so gehört auch ein großer Teil der buddhistischen Litteratur der Weltlitteratur an. Wir haben schon an verschiedenen Stellen gesehen, daß buddhistische Fabeln, Anekdoten, Märchen und Legenden nicht nur mit dem Buddhismus nach Ostasien gewandert sind, sondern auch in den europäischen Litteraturen vielfach ihre Parallelen haben, wobei es allerdings nicht immer feststeht, daß die buddhistischen Erzählungen nach Europa gewandert sind, sondern manchmal auch das Umgekehrte der Fall sein kann²). Wir haben auch gesehen, daß die Buddhalegende manche Züge mit der Christuslegende gemein hat³), und daß einzelne Reden und Gleichnisse in den Suttas des Tipiṭaka und in den Mahāyānasūtras mehr oder weniger auffallend an Stellen in den christlichen Evangelien erinnern 4).

——————

¹) Auszüge aus Mādhyamaka- und Tantratexten enthält die von Bendall herausgegebene Anthologie Subhāṣitasaṃgraha (Le Muséon 1903, p. 375ff.). Reine Zaubertexte sind die Sādhanas, herausgegeben von F. W. T h o m a s (ebendaselbst p. 1 ff.). Von dem großen Umfang der Tantralitteratur in Indien geben die Handschriftenkataloge eine Vorstellung. In Tibet waren sie das beste Mittel zur Verschmelzung des Buddhismus mit dem einheimischen Zauberglauben. Nach China wurden Tantras seit 1200 n. Chr. gebracht. Über einige Sanskrit-MSS., die A. O. Franke in China gefunden hat, berichtet F. Kielhorn, JRAS 1894, p. 835 ff. In Japan stützt sich die Shin-gon-Sekte auf Tantratexte (B. Nanjio, Short History of the Twelve Japanese Buddhist Sects, p. 78 ff.). Über die Tantras und den Tantra-Buddhismus vgl. Burnouf, Introduction, p. 465 ff., 578 f.; Wassiljew, Der Buddhismus, S. 201 ff.; besonders aber La Vallée Poussin, Bouddhisme, Études et Matériaux, pp. 72 ff., 130 ff. und Bouddhisme, pp. 343 ff., 378 ff.

²) S. oben S. 49 A., 86 A., 101f., 104 f., 106 A., 108 ff., 122 A., 154f., 160f., 172f.

³) S. oben S. 75 A., 76 A., 197 A., 223 A.

4) S. oben S. 22 A.. 57 A., 233 A.

...

<<

Winternitz, Prof. Dr. Moriz (o. Prof an der deutschen Universität Prag), "Geschichte der Indischen Litteratur, Zweiter Band - Erste Hälfte, Die buddhistische Literatur", Leipzig, C.F. Amleangs Verlag, 1913, Seite 277

>>

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Die Frage aber, in welchem Umfange solche Übereinstimmungen zwischen buddhistischer und christlicher Litteratur tatsächlich bestehen, und welche Bedeutung ihnen zukommt, ist von solcher Wichtigkeit, daß wir auf sie noch einmal im Zusammenhang eingehen müssen. Handelt es sich hier um mehr oder weniger zufällige Anklänge, um Ähnlichkeiten, die sich daraus erklären, daß die betreffenden Legenden, Gleichnisse und Aussprüche denselben Situationen und religiösen Stimmungen entsprungen sind, oder um tatsächliche Abhängigkeit der einen von der anderen Litteratur? Sind die christlichen Evangelien unter dem Einfluß der aus vorchristlicher Zeit stammenden buddhistischen heiligen Texte gestanden ? Oder sind spätere buddhistische Texte, wie Lalitavistara und Saddharmapuṇḍarīka, von den christlichen Evangelien beeinflußt worden? Diese Fragen sind wiederholt Gegenstand der Forschung gewesen und haben sehr verschiedene Beantwortungen gefunden. Es war insbesondere Rudolf Seydel ¹), der so zahlreiche Übereinstimmungen zwischen dem Leben Jesu nach den Evangelien und der Buddhalegende nachweisen zu können glaubte, daß er die Hypothese aufstellte, die Evangelisten hätten neben einem »Ur-Matthäus« und einem »Ur-Markus« auch ein altes christliches, aber buddhistisch beeinflußtes poetisches Evangelium benutzt und diesem alle jene Legenden, Gleichnisse und Aussprüche entnommen, die in den buddhistschen Texten Entsprechungen haben. Diese Hypothese hielt er dann für notwendig, weil die Gleichungen (nach seiner Ansicht) nicht vereinzelt, sondern gehäuft erscheinen und förmliche Gruppen, ja ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Ein einzelner Stab, meinte er, lasse sich leicht zerbrechen, viel schwerer ein Bündel oder gar ein Bündel von Bündeln. Sehr schön! Wenn aber der Stab kein Stab, sondern nur ein Phantom von einem Stab ist, so nützt uns auch ein Bündel und ein Bündel von Bündeln solcher »Stäbe« nichts. In der Tat ist es nicht schwer zu zeigen und wiederholt gezeigt worden, daß die Mehrzahl der von Seydel

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 ¹) Das Evangelium von Jesu in seinen Verhältnissen zu Buddha-Sage und Buddha-Lehre, Leipzig 1882; Die Buddha-Legende und das Leben Jesu nach den Evangelien, erneute Prüfung ihres gegenseitigen Verhältnisses, 2. Aufl. mit ergänzenden Änmerkungen von Martin Seydel, Weimar 1897.

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Winternitz, Prof. Dr. Moriz (o. Prof an der deutschen Universität Prag), "Geschichte der Indischen Litteratur, Zweiter Band - Erste Hälfte, Die buddhistische Literatur", Leipzig, C.F. Amleangs Verlag, 1913, Seite 278

 

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angeführten »Gleichungen« einer genaueren Prüfung nicht standhält.

   Weit vorsichtiger als Seydel steht der holländische Gelehrte G. A. van den Bergh van Eysinga¹) dem Problem der indischen Einflüsse auf die christlichen Evangelien gegenüber. Er zieht von vorneherein alles ab, was sich aus der Gleichheit der Umstände, unter denen die Texte entstanden, aus der Gleichheit der religiösen Entwicklung und endlich aus allgemein menschlichen Gründen leicht erklären läßt. Dennoch bleiben auch nach ihm noch tatsächliche Gleichungen bestehen, die nur durch Entlehnung zu erklären seien. Aber nicht eine schriftliche Abhängigkeit sei anzunehmen, sondern nur durch mündliche Vermittlung seien in der römischen Kaiserzeit indische Stoffe, Motive und Ideen nach dem Westen gelangt, und einzelne solcher Zuge seien bei der Legendenbildung des ältesten Christentums entlehnt worden. Von den 51 Parallelen, die Seydel gefunden zu haben glaubte, hält Bergh van Eysinga nur neun einer Besprechung wert und nur sechs für mehr oder weniger belangreich.

Was Seydel mit unzulänglichen Mitteln — die buddhistische Litteratur war ja zu seiner Zeit noch sehr unvollständig bekannt — zu geben unternommen hatte , eine »buddhistisch-christliche Evangelienharmonie«, das hat später auf Grund viel genauerer Kenntnis der Pāli- und Sanskrittexte der Amerikaner Albert J. Edmunds ²) noch einmal versucht. Ihm ist es wohl, wie er ausdrücklich erklärt, nicht darum zu tun, die Abhängigkeit der christlichen von den buddhistischen heiligen Texten zu erweisen, sondern nur darum, die beiden Religionen einander vergleichend gegenüberzustellen, »damit sie einander besser verstehen lernen«. Immerhin neigt er zu der Ansicht, daß das Christentum als die mehr eklektische Religion vom Buddhismus entlehnt und daß namentlich Lukas ein Buddha-Epos gekannt habe. Aber gerade die von Edmunds gegebene umfassende Zusammenstellung aller nur halbwegs vergleichbaren Stellen in den beiden Litteraturkreisen zeigt aufs deutlichste, daß

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¹) Indische Einflüsse auf evangelische Erzählungen, Göttingen 1904.

²) Buddhist and Christian Gospels now first compared from the Originals by A. J. Edmunds, edited by M. Anesaki, 4'h Ed., Philadelphia 1908/9.

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Winternitz, Prof. Dr. Moriz (o. Prof an der deutschen Universität Prag), "Geschichte der Indischen Litteratur, Zweiter Band - Erste Hälfte, Die buddhistische Literatur", Leipzig, C.F. Amleangs Verlag, 1913, Seite 279

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es keinen Fall gibt, wo eine Entlehnung von seiten der vier Evangelien angenommen werden müßte; daß in den meisten Fällen nur eine Ähnlichkeit der Gedanken besteht, die einen litterarischen Zusammenhang nicht voraussetzt; daß in den besten Fällen nur eine Möglichkeit gegenseitiger Beeinflussung zugestanden werden kann und diese Möglichkeit sich nur in ganz wenigen Fällen zur Wahrscheinlichkeit erhebt. Und gar oft zeigt gerade die Gegenüberstellung der Texte bei Edmunds, wie viel größer die Verschiedenheiten sind als die Übereinstimmungen ¹).

Man lese die von Edmunds ²) einander gegenübergestellten Texte über die wunderbare Empfängnis und Geburt Christi und Buddhas, und die Verschiedenheiten springen in die Augen.

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¹) Außer Seydel, Bergh van Eysinga und Edmunds nehmen Abhängigkeit der christlichen Evangelien von den buddhistischen Texten auch an O. Pfleiderer, Die Entstehung des Christentums. 2. Aufl., München 1907, S. 198 f., Ernst Kuhn im Nachwort zu Bergh van

Eysingas Werk (S. 102 ff.) und R. Pischel (Deutsche Litztg. 1904, Sp. 2938 ff.), der zuversichtlich erklärt: »Die Frage, ob sich überhaupt indische Einflüsse in der evangelischen Erzählungslitteratur finden, kann heute nicht mehr verneint werden«; in einzelnen Punkten auch K. E. Neumann, Reden Gotamó Buddho's III, 112, 256 A., 258 A., 259 A., 260 A.,334 A. Eine Art urgeschichtlichen Zusammenhang nehmen H. Kern (Deutsche Litztg. 1882, Sp. 1276) und R. O. Franke (Deutsche Litztg. 1901, Sp. 2757 ff.) an. A. Weber (Griechen in Indien, SBA 1890, S. 928 f.) und H. Oldenberg (Theolog. Litztg. 1905, Sp. 65 ff., Aus dem alten Indien, S. 47 f.) halten die Frage für eine offene. Ganz oder fast ganz ablehnend verhalten sich T. W. Rhys Davids, SBE XI, 165f.; J. Estlin Carpenter, The First Three Gospels, their Origin arid Relations, 2nd Ed., London 1890, pp. 136ff., 161ff., 174ff., 203ff., 237 f.; E. Hardy, Der Buddhismus, Münster i. W. 1890, S. 110 ff.; E. W. Hopkins, India Old and New, New York and London 1902, p. 120 ff.; E. Windisch, Māra und Buddha, S. 60 ff., 214 ff., 312 und Buddha's Geburt, S. 195 ff.; La Vallée Poussin, Revue biblique 1906, p. 353 ff. und Bouddhisme. p. 5 ff.; S. Lévi, Revue critique 1908, N. S. 65, p. 382; A. B. Keith, JRAS 1910, p. 213 f.; R. Garbe, Deutsche Rundschau, Bd. 144, 1910, S. 73 ff., Bd. 149, 1911, S. 122 ff. und Contributions of Buddhism to Christianity, Chicago 1911; Edv. Lehmann, Der Buddhismus als indische Sekte als Weltreligion, Tubingen 1911, S. 78 ff. Die einen von diesen leugnen alle Übereinstimmungen, die anderen erklären sie ohne gegenseitige Abhängigkeit.

²) I, 107 f., 167 ff.; Lukas I, 35; Majjhimanikāya 38 und 123.

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 Winternitz, Prof. Dr. Moriz (o. Prof an der deutschen Universität Prag), "Geschichte der Indischen Litteratur, Zweiter Band - Erste Hälfte, Die buddhistische Literatur", Leipzig, C.F. Amleangs Verlag, 1913, Seite 280

 

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Wohl gibt es in beiden Fällen Wunder. Aber die gibt es, wie Religionsgeschichte, Mythologie und Sagenkunde lehren, bei der Geburt großer Männer überall. Zur Jungfrauengeburt bietet die griechische Mythologie weit nähere Parallelen als die buddhistische Legende. Buddha wird aber gar nicht von einer Jungfrau, sondern von einer verheirateten Königin empfangen und geboren. Auch die Texte über die Versuchung Buddhas durch Māra und Christi durch den Satan ¹) zeigen mehr Abweichungen als Übereinstimmungen, und die Versuchung Zoroasters durch Ahriman beweist, daß es sich hier nicht um einfache Textentlehnungen handeln kann, sondern höchstens um viel weiter zurückliegende religionsgeschichtliche Zusammenhänge. Ebenso kann ich in der Legende von Jesu Verklärung, verglichen mit dem Bericht des Mahāparinibānasutta über das Leuchten von Buddhas Körper, nur eine auffallende und sehr interessante religionsgeschichtliche Parallele, aber nicht eine Entlehnung aus der buddhistischen Litteratur sehen ²).

Viel größer ist die Ähnlichkeit zwischen der Legende von Asita und der von Simeon bei Lukas. Trotz mancher Verschiedenheiten, die auch hier unleugbar sind, halte ich es doch für einigermaßen wahrscheinlich, daß dem Verfasser der christlichen Erzählung die buddhistische Legende bekannt war³). Möglich ist auch ein Zusammenhang zwischen der Legende von Buddha, der als Knabe sich von seinen Begleitern entfernt und, nachdem er von den Seinen vermißt worden, in tiefe Meditation versunken gefunden wird, mit der Erzählung von dem zwölfjährigen Jesus, der, anstatt mit seinen Eltern nach Nazareth zurückzukehren, im Tempel zu Jerusalem zurückbleibt und sich mit den Lehrern unterhält 4). Für möglich halte ich auch einen Zusammenhang

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¹) Edmunds I, 198 ff.; auch Pischel, Leben und Lehre des Buddha S. 26 f. lehnt hier den Zusammenhang ab.

²) Edmunds II, 123ff.; Mark. IX, 2ff.; Luk. IX, 30f.; Rhys Davids, Dialogues of the Buddha II, p. 146; Dutoit, Leben des Buddha, S. 283f. Schon Bergh van Eysinga, S. 62 hat an die Verklärung Mosis (II. Mose 34, 29 ff.) erinnert.

³) Oben S.75; Bergh van Eysinga 21ff.; Edmunds I, 181ff. Die buddhistische Legende war sicher schon im 3. Jahrhundert v. Chr. bekannt; Entlehnung auf buddhistischer Seite ist also in diesem Falle ausgeschlossen.

4) Luk. II, 41 ff. Die Ähnlichkeit ist größer mit Lalitavistara XI, als mit der Nidānakathā (Rhys Davids, Buddhist Birth Stories p. 75;

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Winternitz, Prof. Dr. Moriz (o. Prof an der deutschen Universität Prag), "Geschichte der Indischen Litteratur, Zweiter Band - Erste Hälfte, Die buddhistische Literatur", Leipzig, C.F. Amleangs Verlag, 1913, Seite 281


Um etwas zur Versachlichung dieser Debatte um Entlehnungen hie oder auch her beizutragen, sei hier noch auf einen anderen Bereich von Literatur eingegangen, nämlich auf Fabel und Märchen.

Interessant sind da die Ausführungen von Leopold von Schroeder und va auch die Geschichte der Wanderung des Pañcatantra durch die Welt und die Welt verschiedener Sprachen.

Insofern war damit bereits doch schon recht früh im Abendland eine Debatte zum Thema "indischer Literatur" und "indischer Geisteswelt" grundgelegt.

Undine Weltsch und Jens Grünewald schreiben dazu als Einleitung zu ihrer Übersetzung ins Deutsche folgendes:

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Das Panchatantra („fünffaches Gewebe") entstand nach neuster Forschung um 300 n.Chr. in Indien, und die einzelnen Geschichten sind vermutlich noch viel älter. Im 13. Jahrhundert wanderte es bereits in verschiedenen Versionen nach Europa und verbreitete sich als Lehrstoff an den Fürstenhöfen. Der Text war so beliebt, daß er in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurde. Noch im 19. und 20. Jahrhundert hat er viele Wissenschaftler begeistert wie z.B. Theodor Benfey. Seltsamerweise erlosch das Interesse im Laufe des 20. Jahrhundert, und heutzutage scheint niemand mehr solcherart Weisheit zu benötigen, vor allem nicht unsere weltlichen Fürsten.

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https://www.pushpak.de/panchatantra/

"Das Pantschantra - Eine wunderbae Sammlung indischer Fabeln", Überarbeitung auf Basis der deutschen Übersetzung "Pantschatantra" von Theodor Benfey (1859), Ausgabe 2018, www.pushpak.de, ISBN 978 109 573 4704

 

Aber nun zu den Ausführungen von Leopold von Schroeder:

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Sechsunddreissigste Vorlesung.

Die Märchen - und Fabel-Literatur des indischen Mittelalters. Uebereinstimmung vieler Fabeln mit den äsopischen. Die Streitfrage, ob Entlehnung dieser Fabeln von der einen oder anderen Seite stattgefunden. Das Pañcatantra und seine Wanderung durch eine Menge fremder Literaturen. Form und Anlage des Pañcatantra sowie dem daraus hervorgegangenen Hitopadeça. Die Reflexionen. Der Humor. Einleitung und

Rahmenerzählung des Pañcatantra. Erzählung von der ,,Katze als Richter." ,,Der Esel als Sänger."

Es bleibt uns nun noch eine wichtige Klasse epischer Dichtungen zu besprechen übrig, welche zum Theil schon stark in das Gebiet der Reflexionspoesie hinübergreift. Es ist dies die bei den Indern reichhaltig entwickelte Literatur der Märchen und Fabeln, welche beiden Gattungen hier so eng mit einander verbunden, ja verwachsen erscheinen, dass es kaum möglich ist, sie gesondert zu behandeln, wennschon die Fabel sich ja streng genommen vom Gebiete der Epik entfernt und in das der Didaktik eintritt. Uebrigens aber ist schon die eigentliche Epik, ist vor Allem schon das indische Epos ϰατ ἐξοχἐξᾑν, das Mahâbhârata, wie überhaupt der grössere Theil der mittelalterlich indischen Literatur, so stark mit didaktischen Elementen durchsetzt, dass wir bei der Sonderung des Epischen und Didaktischen, Sententiösen nicht allzu peinlich verfahren dürfen..

Bei der Märchen- und Fabel-Literatur der Inder zeigen sich nun — ganz im Gegensatz zu den bisher besprochenen Dichtungen — zahlreiche und nahe Beziehungen zu den verwandten Schöpfungen andrer Länder und Völker. Die Art dieser Beziehungen liegt für die Märchen speciell ziemlich klar am Tage. Dieselben sind nämlich in reicher Anzahl auf den verschiedensten Wegen, bedächtig sich umgestaltend, weithin gewandert zu den verschiedensten Völkern und haben sich bei denselben das Heimathrecht zu erwerben gewusst.

 

 

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Dasselbe hat nun freilich auch bei den Fabeln stattgefunden, insbesondre soweit dieselben mit Märchen verbunden und verwebt in dem berühmten Pañcatantra sich vorfinden, dessen mannigfache Wanderungen und interessante Schicksale wir späterhin betrachten wollen. Es tritt aber bei den Fabeln eine andre und schwierigere Frage ein, deren Lösung nur durch eingehende vergleichend-literarhistorische Studien gewonnen werden kann,
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die Frage nämlich, ob und wieweit dieselben ursprünglich indische Schöpfungen sind, ob und wieweit hier vielleicht Entlehnungen von andern Völkern, insbesondere den Griechen, stattgefunden haben.

Es lässt sich nämlich gar nicht verkennen, — und darin stimmen alle Forscher überein —, daß eine bedeutende Anzahl

der indischen Fabeln, wie sie uns im Pañcatantra, im Hitopadeça, und zum Theil auch schon in einigen älteren Werken¹ vorliegen, augenfällig verwandt sind mit Fabeln, welche sich bei den Griechen besonders an den Namen des Aesop knüpfen und die uns als Fabeln des Babrius erhalten sind.

Albrecht Weber hatte sich zuerst (i. J. 1852) in seiner indischen Literaturgeschichte dahin ausgesprochen, dass die Originale für viele jener griechischen Fabeln sich bei den Indern nachweisen liessen;² und diese Ansicht war auch von A. Wagener in einer besonderen Schrift eingehend vertheidigt worden.³ Weber aber kam nachher, und speciell bei einer gründlichen Besprechung der Wagener'schen Arbeit, zu dem gerade ent- . gegengesetzten Resultate, daß nämlich ,,bei fast jedem Beispiel in der griechischen Fabel der indischen gegenüber die Spuren der Originalität zu erkennen" wären4 dass somit von Seiten der Inder eine Entlehnung stattgefunden habe. Als specielle Vermittler glaubte er dabei die Buddhisten annehmen zu müssen.

Diese spätere Weber‘sche Ansicht wurde wiederum von

 

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¹ Wie im Mahâbhârata und in der Chândogya-Upanishad (s. Weber, Ind. Lit., 2. Aufi. p. 228).

² Ind. Lit. 1. Aufi., p. 196.

³ Essai sur Ies rapports qui existent entre les apologues de l'Inde et les apologues de la Grèce par A. Wagener, professeur agrégé à l'université de Gand. — Mémoires couronnés et mémoires des savants étrangers, publiés par l'academie royale des sciences, des lettres, et des beaux arts de Belgique, tom. XXV. 1851 -1853. Bruxelles 1852. (Diese Schrift hatte schon im Jahre 1849 einen Preis der philosoph. Fakultät in Bonn gewonnen und war im Jahre 1852 der Belg. Academie überreicht worden).

4 S. Weber, Ueber den Zusammenhang indischer Fabeln mit griechischen, Ind. Stud. III, p 327; Ind. Lit. 2. Aufl. p. 228 Anm.

 

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Otto Keller in seiner Schrift ,,Ueber die Geschichte der griech. Fabel" (1862) bekämpft, indem derselbe durchaus an dem indischen Ursprung dieser, den Indem und Griechen gemeinsamen, Fabeln festhielt und eine alte assyrische Vermittelung annahm. Weber ist indessen bei seiner Ansicht geblieben und vertheidigt dieselbe, wenn auch kurz, wieder in der zweiten Auflage seiner Indischen Literaturgeschichte. Nach Weber's Meinung wäre dann weiter die griechische Thierfabel semitischen Ursprungs.¹

Auch Benfey war der Meinung, dass die indischen Thierfabeln meist griechischen Ursprungs wären, wenn er auch den Indern die Selbständigkeit nicht ganz abspricht. Er präcisirt das Ergebniss seiner Untersuchungen dahin, ,,dass im Allgemeinen die meisten Thierfabeln aus dem Occident stammen, mehr oder minder umgewandelte sogen. äsopische sind; doch tragen einige auch das Gepräge indischen Ursprungs, sowie denn überhaupt die grosse Fülle indischer Fabeln, die Freiheit. mit welcher die entlehnten behandelt sind, und manche andre Momente dafür sprechen, dass die Inder schon vor Bekanntschaft mit der von den Griechen überkommenen äsopischen Thierfabel eigene Gebilde von wesentlich gleicher Art. — und zwar wahrscheinlich in grösser Menge — geschaffen hatten."² ³

 

Wir stehen hier vor einer schwierigen Streitfrage. Wagener und Keller sind gegen Weber und Benfey entschieden im Nachtheil dadurch, (dass sie sich auf dem indischen Gebiete nicht mit der Sicherheit dieser Kenner bewegen. Andrerseits aber muss ich persönlich bekennen, dass mich Weber's Darlegungen von dem griechischen Ursprung der indischen Fabel keinesfalls überzeugt haben. .

Keller hob besonders hervor, dass das in der griechischen Fabel bestehende Verhältniss des Fuchses zum Löwen in der

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¹ S. Ind. Lit. 2. Aufl. p. 228 Anm.

² Vorrede zur Uebersetzung des Pantschatantra, Th. I p. XXL —

Den Märchen und Erzählungen vindicirt Benfey durchaus indischen Ursprung. Er ist der Meinung, ,,dass wenige Fabeln, aber eine grosse Anzahl von Märchen und Erzählungen von Indien aus sich fast über die ganze Welt verbreitet haben" (a. a. O. p. XXI XXIl).

 

³ Es wäre noch eine dritte Ansicht möglich und dieselbe ist von Jakob Grimm angesprochen worden, dass nämlich die Thierfabel schon in der indogermanischen Urzeit ausgebildet gewesen und dass die Uebereinstimmungen der deutschen Thierfabel mit der griechischen und

indischen sich eben durch die Urverwandtschaft dieser Völker erklären dürften. (Vgl. J. Grimm, Reinhart Fuchs p. CCLX—LXV; Weber, Ind. Stud. III p. 362.)

 

 

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Natur beider Thiere keinen Halt habe, während der Schakal zu dem Löwen in der That in dem in der griechschen Fabel

geschilderten Verhältniss stehe. Weber aber, der semitischen Ursprung der griechischen Fabel annimmt, meint dagegen, dass es Schakale ja auch in den von Semiten bewohnten Ländern gebe, dass der semitische Schakal sich bei den Griechen in den Fuchs, der griechische Fuchs sich aber beim Uebergang zu den Indern wieder in den Schakal habe verwandeln können — eine Annahme, die doch sehr künstlich und unwahrscheinlich sein dürfte¹ Es ist ferner sehr beachtenswerth, dass sowohl Benfey² als Weber zugeben, dass die Inder schon vor jenen Entlehnungen von den Griechen eine selbständige Fabeldichtung geschaffen haben, wofür ausser Anderem namentlich auch

die in der Chândogya-Upanishad sich findenden Fabel-Ansätze als Beweis dienen.³ Sodann war wohl auch die Lehre von der Seelenwanderung besonders geeignet, dem Entstehen der Thierfabel den Boden zu bereiten. Wir gewahren namentlich bei den Buddhisten frühe schon eine Neigung zu parabolischen, belehrenden Geschichtchen, unter denen die sogenannten Jâtakas, Erzählungen von früheren Existenzen des Buddha, besonders wichtig sind; da tritt nun auch der Buddha bald als dieses bald als jenes Thier handelnd auf.4 

Andrerseits hat Weber gewiss mit Recht betont, dass Wagener und Keller das Alter der betrefenden indischen Autoren überschätzen.5 Desgleichen, dass wir bei einem indischen Ursprung der Fabeln wohl öfters den Indien eigenthümlichen Thieren, wie dem Papagei, dem Elephanten u. v. m. begegnen würden. Das ist nun in der That nicht der Fall.6 Endlich wird durch eine sehr interessante archäologische Thatsache die Existenz äsopischer Thierfabeln in Griechenland schon für das sechste Jahrhundert vor Chr. sicher bezeugt, also für eine

 

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¹ Incl. Lit. 2. Aufi. p. 228 Anm.

² S. oben p. 519.

³ S. Ind. Stud. III ip 361. — ,,Von dergleichen einst bestehenden, aber nun verlorenen Fabeln haben wir wenigstens in einigen sprüchwörtlichen Redensarten, z. B. kâkatalîya, ajâkṛpanâya hinlängliche Spuren." Ind. Stud. III, p. 362.'

4 Eine beträchtliche Menge der Fabeln und Erzählungen des Pañicatantra lassen sich auch in buddhistischen Schriften nachweisen und nach Benfey's Darlegungen ist es wahrscheinlich, dass das Pañcatantra ursprünglich ein buddhistisches Werk war, aus dem buddhist. Literaturkreise hervorging. (S. Vorrede zu Pantsch. Th. I p. XI.)

5 Ind. Stud. III, 330. Ind. Lit. 2. Aufl. p. 229.

6 S. Weber, Incl. Stud. III, 333.

 

 

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Zeit, wo an eine Entlehnung von Indien her nicht wohl zu denken ist.¹

Bei dem gegenwärtigen Stande der Frage wage ich es nicht, ein abschliessendes Urtheil auszusprechen. Es wäre dazu eine weitgehende vergleichend -literarhistorische Untersuchung nöthig, die wir hier unmöglich anstellen können. Wir müssen uns begnügen, die Hoffnung auszusprechen, dass die Frage von kundiger Hand noch einmal aufgenommen und endgültig gelöst werde. .

 

Das reichhaltigste, literarhistorisch wichtigste und interessanteste Märchen- und Fabelwerk der Inder ist das sogenannte Pañcatantra oder ,,das Fünfbuch", dessen Entstehungszeit wir gar nicht mit Sicherheit angeben können, von dem wir aber doch wissen, (dass es im sechsten Jahrhundert nach Chr. bereits existirte, denn zu dieser Zeit wurde es auf Befehl des berühmten persischen Herrschers Khosru Anushirvan² in das Pehlewi, d. i. die damals geltende persische Sprache übersetzt. Man darf wohl annehmen, dass das Werk schon längere Zeit vorher in Indien bekannt und berühmt war, ehe ihm eine solche Anerkennimg ausserhalb der Grenzen des Ursprungslandes zu Theil wurde; wie lange vorher, das können

wir aber freilich nicht sagen.³

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Schroeder, Leopold von, Docent an der Universität Dorpat, "Indiens Literatur und Cultur - in historischer Entwicklung; ein Cyclus von Fünfzig Vorlesungen -"Leipzig, Verlag von H. Haessel, 1887, Seiten 517 - 525

 

(weitere Seiten folgen noch .... München, den 7.5.2023)


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3) Weiter,

 René Descartes